Bemerkenswert
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Die Shorties kommen nach Spaichingen

Liebe Alle,
es ist soweit. Die Get Shorties Lesebühne kommt nach Spaichingen. Schreibt euch den Termin in den Kalender oder hinter die Ohren. Macht euch einen Knoten ins Taschentuch oder eben was nötig ist, damit ihr diesen Termin auf keinen Fall verpasst! Ich bin seit über zehn Jahren Teil dieser Truppe und freue mich wie Bolle, dass meine Kolleg*Innen den Weg in mein Heimatstädtle auf sich nehmen um hier zu lesen.
Also wenn das nicht super ist, dann weiß ich auch nicht.

Wann: 15. Mai 2020

Wo: Buchhandlung Grimms lesen & genießen / Spaichingen

19.30 Uhr

Seit über zehn Jahren existiert die kabarettistische Lesebühne Get Shorties. Insgesamt acht Autorinnen und Autoren schreiben in wechselnder Besetzung Texte zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken. Immer abwechslungsreich, immer unterhaltsam! Dazu gibt’s Live-Musik

Links:

www.getshorties.de

www.grimms-lesen.de

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Nürtingen und Tübingen

  • Diese Woche stehen zwei Lesungen an.
  • Die get shorties Lesebühne ist in Nürtingen zu Gast.
  • Wann: Freitag, 31. 01.2020
  • Beginn: 20 Uhr
  • Wo: Kulturverein Provisorium, Nürtingen (Link: Tickets kaufen)

„Wortreich“ Lesung

„Wortreich“ Lesung aus der Anthologie des Stuttgarter Autorenstammtisches
Am 01.02. 2020 lesen die AutorInnen Ines Witka, Dorothea Böhme, Carolin M. Hafen, Joachim Speidel – Autor, Rainer Bauck und Manni Klee im Vorstadttheater Tübingen aus „(W)ortreich – Jahrbuch des Stuttgarter Autorenstammtischs“ Band 2019

  • Wann: Samstag, 01.02.2020
    Einlass: 19.30 Uhr Beginn: 20.00 Uhr
    Wo: Vorstadttheater Tübingen im Loretto-Viertel in der Tübinger Südstadt
  • Katharinenstraße 28
    72072 Tübingen
  • Eintritt: 12,00 €
    Kartenvorverkauf bitte nur über die Geschäftsstelle der Tübinger Puppenbühne, Telefon (0 70 71) 6 26 81 oder über das Kontaktformular des Vorstadttheaters. (Link)
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Die Woche in Worten (KW3)

Es ist Montag. Montage sind super. Ich weiß, alle Welt schimpft über den Wochenbeginn. Ich nicht. Manchmal habe ich den Eindruck, ich bekomme Montags mein Energie-Kontingent für die ganze Woche, was dazu führt, dass ich am Auszahltag die Weltherrschaft an mich reißen will. Meine Pläne und Vorhaben sind sehr umfangreich, aber jeden Tag nimmt die Lust, die Motivation und die Kraft ein bisschen ab. Und am Sonntag liege ich wie ein altersschwacher Köter auf dem Boden vor dem Kamin und bin froh, wenn keiner was von mir will. Ich schnaube mich halbwach durch den Tag, unfähig auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Netflix betäubt den Kopf, weil alles weh tut – die bloße Existenz ist mühselig. Und am Montag dann wieder: Hallo Welt. Dann entstehen sogar Blogtexte. Hui. Ich will ja eigentlich immer bloggen. Nein, eigentlich will ich immer schreiben. „A page a day“ lautet der Vorsatz. Das schaffe ich, vielleicht bis Mittwoch. Und dann sind schon wieder so viele Dinge los, dass die guten Vorsätze der Müdigkeit weichen. Will ich zu viel? Vermutlich. Mach ich genug? Nein. Definitiv nicht. Was ist genug, wann ist Viel viel und wann nicht? Keine Ahnung. Was ich weiß: Heute ist Engergie-Auszahltag und ich will dir von meiner letzten Woche erzählen. Ich war beim Mal-Workshop.

Balsam für die Seele

Ich habe mir ein Acryl-Motiv bei Pinterest ausgesucht und zu dem Workshop mitgenommen. Eigentlich würde ich gerne intuitiv malen, einfach drauf los. Aber das funktioniert aus zwei Gründen nicht. Erstens, ich will mich nicht dreckig machen. Das ist so tief verwurzelt und diesem Umstand komme ich auch nicht wirklich bei. Keine Ahnung, ob ich als Kind mal einen Anschiss bekommen habe, weil ich es gewagt habe, als Dreckspatz nach Hause zu kommen… ich erinnere mich nicht an eine solche Begebenheit. Es ist mir zutiefst zuwider mich schmutzig zu machen. Meine Workshop-Leiterin hat mir, aus purer Lust (nein, nicht Verzweiflung, es war Spaß und so habe ich es auch verstanden!) ein Schwämmchen mit Farbe auf meine Schürze gedrückt und wie der Zufall es wollte, habe ich nun ein kleines, buntes Acryl-Herzle auf meiner Malerschürze, genau auf dem Bauch, wie ein Glücksbärchi. 

Und zweitens, wenn ich planlos irgendwas zusammen pansche, kommt am Schluß Dreck heraus. Also die gemischte Farbe sieht dann nach Kotz-Durchfall-Braun aus und das finde ich nicht schön. Ich brauche eine Vorlage, ein bisschen Anleitung, eine Ahnung wohin die Reise gehen soll. Beim Schreiben, zum Beispiel, muss man auch erst das Alphabet lernen, bevor man sich an Wörtern und Sätzen versuchen kann. Ich mag das Spiel mit Farbe. Klare Linien, ein bisschen Struktur muss schon mit rein, Farbverläufe sind toll und wenn ich noch ein paar Wörter im Bild unterbringen kann, macht mich das sehr glücklich. Das Ding soll ja Balsam für die Seele sein. Andere können das: Farbe hin klecksen und dann ein Bild kreieren. Ich schaue mir das unheimlich gerne an. Aber selber machen? Nope. Nun habe ich mein Werk nach Vorlage gestaltet und bin fast zufrieden. Irgendwas fehlt noch, aber mein Bauch weigert sich, mit der Sprache raus zu rücken, was genau. Aber es ist interessant: Da passiert was auf einer Ebene, die ich nicht mit Worten fassen kann. Ich spüre, wenn es passt oder eben nicht. Und das ist ja dann auch intuitives Malen. Ich würde gern mehr auf diese Stimme hören, sie wahrnehmen, verstehen. Wörter, das ist so verkopft. Farben; diese Sprache würde ich gerne beherrschen. Ich bleibe dran. 

BvjA Stammtisch in Tübingen

Dann war ich wieder einmal bei BvjA Stammtisch. Wir treffen uns ein Mal im Monat, das ist sehr lose und doch wieder fix. Ich mag unsere kleine Runde. Wir machen jedes Mal ein Thema aus, alle sind irrsinnig engagiert die Themen vorzubereiten und den anderen etwas zu bieten. Fast wie ein Skript in einer Vorlesung. Wir sprechen über Bücher, was uns begeistert und warum. Und wir sprechen über Schreibthemen. Ich finde das ganz erstaunlich und enorm, wie viel es ausmacht, mit Gleichgesinnten zusammen zu sein, hitzig und leidenschaftlich seine Meinung zu vertreten ohne dass es in Streit ausartet. Wir sind uns in vielen Dingen einig, aber manchmal auch ganz gegensätzlich. Aber jede*r bekommt die Zeit und den Raum seine Gedanken zu formulieren, darzulegen und zu begründen. Und dann: Selbst wenn wir uns nicht einig werden, in der Sache sind wir alle Autor*Innen mit dem Wunsch gute Texte zu schreiben. Das wie und was kann da völlig auseinander gehen, das macht überhaupt nichts. Ich finde es großartig, wenn wir, jeder mit einem Stapel Bücher vor sich, Beispiele finden, Für und Wider, und uns am Schluß aufs nächste Treffen freuen, weil der Abend wieder zu kurz war. Ich gehe da unheimlich gerne hin. E. meint manchmal zu mir „Du bist zu laut, mit deiner Bühnenstimme“ und es stimmt. Sie lacht dann. Die anderen Gäste im Lokal müssen das dann halt aushalten. 

Pouring

Ich war letztes Jahr mal bei einer ArtNight. Allerdings ist mir die Fahrerei nach Stuttgart lästig. Nun habe ich ein Angebot in Tuttlingen gefunden, mit einem ganz ähnlichen Konzept. Ob es jetzt ArtNight oder KunstNacht heißt, ist mir persönlich egal. Es ist schön, wenn ich mal nicht eine Stunde Auto fahren muss, um was mit Farbe zu machen. Und da das gerade mein Thema ist, experimentiere ich mit der Pouring-Technik herum. Es stimmt eigentlich nicht, aber ich denke von mir selbst, dass ich nicht gut zeichnen kann. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin und genau auf das Thema drauf schaue, dann finde ich ein Zeitproblem und eine große Faulheit dazu. Ich nenne das liebevoll „Faulzeit“.

Ich will viele Dinge machen, aber manche sind wichtiger als andere und am Ende muss man sich entscheiden, was man mit den 24 Stunden, die einem pro Tag zur Verfügung stehen, anstellt. Schlafen muss ich ja auch noch. Das tue ich gern, aber es ist mir oft lästig. Vermutlich hängt das mit dem Energie-Kontingent zusammen. Ich baue mir die ganze Woche ein ordentliches Schlafdefizit auf, wie ein kleines Kind, das Bauklötze aufeinander stapelt. Irgendwann fällt der Turm halt um. Jedenfalls. Ich war mit zwei Freundinnen beim Pouring. 

Ich schaue mir gern Videos auf YouTube an und sehe Leuten dabei zu, wie sie sehr viel Farbe verschwenderisch auf eine Leinwand kippen. Ich bin Schwabe und ganz das Klischee: geizig. Daher sehe ich es mir gern an, bin aber zurückhaltend, wenn es darum geht, das selber zu machen. Auch hier kann ich nicht genau benennen, warum ich gern der Farbe beim fließen zusehe, oder warum ich die dabei entstehenden Zellen schön finde. Kunst ist das ja nicht; Farben zusammen schütten. Ja, die Muster, die Struktur und die Zellen sprechen mich an. Vielleicht ist das schon wieder dieses Mach-dich-nicht-dreckig-Thema. Die Farben fließen ineinander und ergeben etwas, dass ich gern ansehe. Da es anderen Leuten wohl auch so geht, schließlich ist das Internet voll von diesem Trend, muss es tiefenpsychologisch einen Grund dafür geben, er ist mir aber im Moment herzlich egal. 

Hier im Rahmen der KunstNacht, mit der richtigen Anleitung und netter Gesellschaft hat es endlich geklappt. Jetzt muss mein Werk nur noch trocknen. Ich hoffe, es sieht dann immer noch so glänzend aus, wie frisch gegossen. Ich habe überlegt, ob ich meine Farbklecksereien ins Büro hänge. In irgendeinem Buch habe ich gelesen, dass man sich seinen Arbeitsplatz so einrichten soll: Mit Blick auf etwas, dass einen froh macht. Ich teste das. 

Lesung in Marbach

Wir Shorties waren erst in Böblingen, dann eine Woche später in Marbach. Beide Male hatten wir „Volles Haus“ und Leute, die in guter Stimmung bei der Sache waren. Ich weiß gar nicht, ob sich jemand, der im Publikum sitzt, darüber Gedanken macht, wie das auf die Akteure auf der Bühne wirkt. Ich für meinen Teil, denke da kaum darüber nach… aber Anfang Januar besuchte ich ein Programm das sich „Moving Shaddows“ nannte. Also ein Schattentheater. Ich saß da, wie alle anderen auch und freute mich, dass ich alle Gebäude und Wahrzeichen die dargestellt wurden, erkannte. Es gab auch eine kleine Geschichte dazu, ganz ohne Worte – das Erzählen funktioniert ja prima in Bildern. Aber darum geht es mir gar nicht. Da fand eine Steigerung statt, der ganze Saal vibrierte und als die Schauspieler in Afrika ankamen und einen Elefanten darstellten, entlud sich diese Anspannung in einem spontanen Applaus. Ich glaube, das ist das schönste Geschenk, das jemand auf der Bühne bekommen kann. Applaus, der nicht warten kann bis die Szene zu Ende ist, oder bis zur Pause. Diese Begeisterung ist das tollste überhaupt. Und das hatten wir, in Böblingen und auch in Marbach. Musik und neue Texte und ein Publikum, das nicht warten konnte. Großartig. 

Und weil ich wieder so viel mit dem Auto unterwegs war, hatte ich mir zwei Hörbücher von Stephen King ausgeliehen. 

Doctor Sleep / Mr. Mercedes

Er hat mich wieder gekriegt, der gute Mr. King. Das klingt, als wäre das schwer gewesen. Es klingt, als wäre ich davon gerannt und er mir hinterher. Keuchend, mit brennender Lunge. Knapp – und dann: gefasst. Erwischt. Hab ich dich. 

Aber so war das nicht. Vor ein paar Jahren lernte ich Roland, den Revolvermann kennen. (Wer ihn nicht kennt, ach, dem ist nur durch einen Buchgutschein zu helfen.) Jedenfalls. Sieben Bände umfasst die „Der dunkle Turm-Reihe“. Stephen King hat mich damals schon gekriegt und ich musste über 20 Bücher von ihm, hintereinander weg lesen. Dann hörte die Phase einfach auf. Ich wollte noch andere Autoren, andere Autorinnen kennen lernen. Es kann sich ja nicht alles um Roland drehen. Wobei er oft irgendwo im meinem Hinterkopf herum stapft. Ohne es zu merken, hat er mich als Leserin und auch als Schriftstellerin geprägt, damals in meiner Anfangszeit. Nun sind schon ein paar Jahre eins Land gezogen. Neulich war ich in der Bücherei. Dort lachte mich das Hörbuch „Doctor Sleep“ an. Kurz zuvor habe ich den Trailer für den Film gesehen. Zufall? Ich glaube nicht an Zufall. Ich bin mit „Doctor Sleep“ und mit „Mr. Mercedes“ nach Hause gegangen. Beide Hörbücher werden von David Nathan gelesen. Vermutlich ist auch das jetzt eine prägende Zeit, denn David Nathans Stimme hat sich tief in mein Gehör eingebrannt. Ein paar Meiner Gedanken klingen inzwischen wie er. Ich lerne gerade so viel. 

Kennst du das? Wenn etwas passiert, etwas, dass dich verändern wird, aber in dem Moment ist dir noch nicht klar, wie sehr es dich verändern wird. Nur das es so ist, das weißt du sicher. Ich höre also Stephen King zu, wie er ausschweifend seine Geschichte erzählt. Mit Details, die alles so real werden lassen. „The Shining“ kenne ich natürlich. Als Buch und als Film. Doch es ist in meinem Bewusstsein weit nach Hinten gerückt. Nun traf ich Danny Torrence wieder und … meine Güte. Er hat mich wieder gekriegt. Vermutlich muss ich jetzt wieder 20 Bücher hintereinander weg lesen. Oder anhören. Auf meiner Wunschliste ist nun „Der dunkle Turm“ als Hörbuch, diese Reise muss ich auf jeden Fall noch einmal antreten. Aber zurück zur Gegenwart. Wenn man als angehender Schriftsteller etwas über das Schreiben lernen will, dann ist es nicht verkehrt, sich Stephen King als Lehrer auszusuchen. Ich mag wie er seine Details entfaltet. Da ist nichts zu viel oder verschwendet. Alles gehört und passt zusammen. Er ist, meiner Meinung nach, ein Menschenversteher. Die Fehler und Schwächen einer Figur machen den Charakter authentisch, aber auch liebenswert. Nach all den Büchern, die ich von ihm gelesen habe (und es sind laaange noch nicht alle), hatte ich bisher nie den Eindruck, er würde sich wiederholen.   

Ich lerne von David Nathan wie man einen Text spricht. Ich lerne von Stephen King wir man eine Geschichte erzählt. Und bin bestens unterhalten dabei. 

~Caro

PS: Ich kann jetzt nicht versprechen, dass es hier einen wöchentlichen Rückblick gibt. Aber der Wunsch ist da. Mal sehen, wie mein Energie-Kontingent und ich miteinander auskommen. 😉

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Termine im Januar 2020

Neues Jahr, neues Glück. Und neue Termine. Der gute Ingo, unser Oberboss und Organisator, hat uns Shorties wieder ordentlich den Kalender gefüllt. Auf der Webseite www.getshorties.de kannst du alle Termine für das ganze Jahr 2020 einsehen. Hier sind mal nur die für Januar.

Ich arbeite auch wieder an einem neuen Text. Gut, ich arbeite immer an einem neuen Text, es schaffen nur nicht alle Ideen. 😉 Wie immer gilt: Ich bin offen für Vorschläge, Anregungen und Wunschwörter. Ähnlich wie die Schreibbude. Wenn ein Ausdruck „Sound“ hat und vibriert, dann mach ich auch was draus. Im Moment treibt mich ein Vergleich um: Das Leben 2010 und das Leben 2020. Ich bin jetzt immerhin 10 Jahre Teil dieser Gruppe (Yay!) und dann kann man solche Gedanken kriegen. Mein Oberstübchen spielt dazu den passenden Soundtrack. „Mein Jahr wird kommen, im Jahr 2010“ – ein völlig bescheuertes Lied der Teenie-Band „Echt“. Ich will nicht sagen, dass ich von denen eine Fan war, damals, aber ich muss zugeben, dass sich eine CD dieser Band in meinem Besitz befindet (Keine Ahnung, wie das passieren konnte) und mein Hirn in den völlig falschen Momenten Textfetzen ausspuckt, die nur mässig zur aktuellen Situationen passen. Jedenfalls. Ich freu mich, wenn’s wieder los geht, mit der Get Shorties Lesebühne auf Tour. Freust du dich auch, hm? 🙂

Wir lesen uns!

~Caro