Caro im Kochkurs

Aus dem Notizbuch; Sudelbeitrag

Wir essen still und zufrieden vor uns hin. Meine gute Freundin Marion, die am anderen Ende der Tafel sitzt, brüllt über 12 Köpfe und das Besteckgeklappter hinweg:

„Schmeckt der Fisch?“

„Ja, der Fisch schmeckt!“

„Ach“, sagt sie. „Caro wird erwa- .“

„Bist du still!“

„Ja doch, ich hab ja gar nichts gesagt.“

„Ich hab´s aber gehört.“

„Ich auch“, mischt sich eine Teilnehmerin ein und grinst mich an.

Marion versöhnlich: „Dann ist ja gut, wenn der Fisch schmeckt.“

Rollkrakenpulli

Der gute Ingo hat uns wieder jede Menge Termine organisiert – nicht nur um zu lesen, sondern auch um zu schreiben. Die #Wörtchenbude habe ich schon das ein oder andere Mal erklärt, aber was wir jetzt in Stuttgart machen, nennt sich nun „Schreibbude“ und findet in Kooperation mit der Stadtbibliothek Stuttgart und dem Kulturamt statt. Auf der Webseite www.maringoverlag.de findest du alle Termine und Infos dazu.

  • 20. Mai 2017
  • 17. Juni 2017
  • 15. Juli 2017
  • 19. August 2017
  • 16. September 2017

Und was kommt dabei rum, wenn wir auf Zuruf schreiben? Sowas: Drei Kinder gaben eine Geschichte bei mir in Auftrag. Es sollten drei Begriffe im Text vorkommen: Märchen, Held, Hase.

Voilà!

Rollkrakenpulli – Carolin M. Hafen

 

 

 

Zwei Fragezeichen an Rainer Buck

Zwei Fragezeichen

Zwei Fragezeichen

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Rainer Buck, Jahrgang 1965, lebt mit seiner Familie in Marbach am Neckar, arbeitet beruflich in der Verwaltung. Schriftstellerische Aktivitäten seit 2010. Regelmäßige Buchveröffentlichungen und Lesungen.

Marbacher Literatur-Manufaktur

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Rainer, was fasziniert dich an Dostojewski?

Zum Einen: Dostojewski befasst sich meist mit elementaren Fragen der menschlichen Existenz. Er stellt dabei immer wieder die Frage nach Gott und er zeigt auch mögliche Antworten auf. Dabei überlässt es dem Leser, für sich herauszufinden, was überzeugt und was nicht überzeugt. Die „Brüder Karamasow“ zum Beispiel habe ich deshalb als 35Jähriger ganz anders aufgenommen als mit 20 Jahren.

Zum Anderen: Wenn Dostojewski zeigt, was im Innern eines Menschen vorgeht, entdecke ich dabei schräge Gedankenwindungen, die mir aus persönlichem Erleben bekannt vorkommen, ohne dass ich gedacht hätte, dass es jemals einer wagt, sie zu Papier zu bringen. Seit ich mich mit der Lebensgeschichte von Dostojewski befasst habe und weiß, unter welchen Umständen er schrieb, immer getrieben von wirtschaftlichen Nöten und oft gedemütigt, habe ich noch mehr Ehrfurcht vor der Wucht seiner Werke.

 

Was sind deine Themen (in deinen Büchern) und warum?

Ich stelle in Gegenwartsgeschichten Menschen dar, die sich in irgendeiner Form nach dem Sinn des Lebens fragen oder ihre Position suchen. An meinen erstes Roman „Aljoscha“ (2010/2011 veröffentlicht) ging ich tatsächlich mit der Ernsthaftigkeit von Dostojewski heran und stellte einen schreibenden Sonderling dar, der an der Fortsetzung der „Brüder Karamasow“ schreibt. Mehr unfreiwillig als freiwillig gerät der Protagonist dann doch ins pralle Leben und wird zum Helden einer ereignisreichen Geschichte mit einigen Spannungsmomenten. „Aljoscha“ hatte sicher einige Eigenschaften eines Kultbuches, was dazu führte, dass ich mir in der Verlagswelt erstmal nur Abfuhren holte, ehe es als selbstverlegtes Druckwerk dann doch ein paar Herzen erobern konnte. Später fand es doch noch Verleger, eigenständig als Hörbuch, als Print und als e-Book, bekam sogar „airplay“ im Rundfunk.

Meine weiteren Romane sind einfacher angelegt: „44 Tage mit Paul“ ist die Liebesgeschichte eines Paares, bei dem unterschiedliche Lebensansichten aufeinandertreffen, wobei ich mich erzählerisch in die Perspektive der Person begeben habe, die mir weltanschaulich weniger nahe stand: die junge weibliche Agnostikerin. Die weibliche Perspektive hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich einen weiteren Roman  mit einer Heldin begann. Daraus wurde unter dem Eindruck öffentlicher und kirchlicher Diskussionen um die Homo-Ehe eine lesbische Liebesgeschichte: „Tims Arche“. Trotz christlichem Charakter des Buchs ein „no go“ bei konfessionellen Verlagen.

Meine „Bestseller“ sind zwei Erzählbiografien mit den spannenden Lebens- und Werkgeschichten meiner literarischen Lieblinge Karl May und Fjodor Dostojewski. Letztere wurde mir sogar vom Verlag angetragen. Das Projekt hat mir meinen favorisierten Autor auf eine herausfordernde Weise näher gebracht. Die Karl-May-Biografie flankierte eine Hörspielveröffentlichung („Old Cursing Dry“), für die ein Freund von mir ziemlich bekannte Sprecher im Studio versammelte.

Einen „Karl-May-Einschlag“ hat auch mein letzter Roman „Indianertod“. Da habe ich eine uralte Idee umgesetzt, einen Krimi im Milieu der „Karl-May-Szene“ spielen zu lassen, angefangen mit einem Mord an einem „Winnetou“-Darsteller vor der malerischen Kulisse der Karl-May-Festspiele. Da ich gerne Krimis lese habe ich mich in dieses Metier getraut, meiner erzählerischen Lust Spielraum gelassen und an einer stimmigen Storyline zum Mitraten  geknobelt. Die Krimi-Vielleserinnen bei „Lovely Books“ haben mir fürs Ergebnis durchaus „Absolution“ erteilt.

Es ist kein Zufall, dass ich jede meiner Einzelveröffentlichungen angesprochen habe, weil jedes Projekt seinen eigenen Beweggrund hatte. Als Leser suche ich in guten Büchern ein bisschen mehr als „nur“ Unterhaltung, z.B. Anstöße für Lebensmut -und Freude, neben der Sensibilisierung für Lebensfragen gerne auch einen befreienden Humor. Was ich selbst mag, versuch ich auch als Autor weiterzugeben.

 

Vielen Dank für das Interview.

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PS: Möchtest du an der Interview-Reihe „Zwei Fragezeichen“ teilnehmen?

Dann schreib mir.

C.

Das Drachenvolk von Leotrim

Der Veröffentlichungstermin von Band 3 meiner Drachen-Saga rückt näher. Ich habe nun eine Seite für „Das Drachenvolk von Leotrim“ erstellt, denn mit Band 3 ist meine Trilogie abgeschlossen. Ich werde euch nun nicht wild einladen, ihr seid alle selber groß und wenn euch Leotrim gefallen hat bzw. ihr Ambro und Norwin kennen lernen wollt, so könnt ihr hier klicken und mich ganz offiziell verfolgen. Ich werde die Seite nach und nach mit Infos, Videos und Veranstaltungen füttern, und natürlich auch laut schreien, wenn Band 3 endlich da ist. Also; klicken, lesen, freuen.
Hier entlang bitte:
www.facebook.com/DasDrachenvolkvonLeotrim

~Caro

 

 

Zwei Fragezeichen an Ines Witka

Zwei Fragezeichen

Zwei Fragezeichen

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Ines Witka wurde als Sachbuchautorin bekannt. Ihr erstes Buch ist bei Schwarzkopf & Schwarzkopf im Bereich Sachbücher in der Rubrik LUST UND LIEBE erschienen. STELL DIR VOR, ICH BIN DEINE HEIMLICHE GELIEBTE – Der Reiz des Escort-Service. Für sie war es konsequent da weiter dranzubleiben, um sich als Autorin für einen Bereich zu etablieren. Das zweite Buch wurde ein sehr hochwertig gestaltetes Buch über DIE NACHT DER MASKEN – Wahre Geschichten von der exklusivsten Erotikparty der Welt. Danach folgte sie ihrem zweiten Herzensthema: Gleichberechtigung. Mit EINE FAMLILIE MACHT KARRIERE – gleichberechtigt Beruf, Kinder und die Liebe vereinen. Beide Bücher sind im Gatzanis Verlag erschienen. Auch in diesem Buch widmet sie sich, allerdings mehr mit einem Augenzwinkern und nur kurz der Frage, wie sich eine gleichgestellte Partnerschaft auf die Sexualität auswirkt.

Mit dem Master of Arts in Biografischem und Kreativem Schreiben von der Alice Salomon Hochschule (07.09.2012 ), dachte sie sich, warum nicht die beiden Themen Kreatives Schreiben und Erotik miteinander verbinden. So entstand der Schreibratgeber DIRTY WRITING – Vom Schreiben schamloser Texte: Ein Übungs- und Inspirationsbuch im für Erotik bekannten Konkursbuchverlag Claudia Gehrke. Seit dem Studium konzipiert und realisiert sie Schreibwerkstätten und Workshops zum erotischen, kreativen und biografischen Schreiben.

PERLE UM PERLE ist ihr Debütroman über den Antiquitätenhändler Ignatz Steinfels und die Finanzbeamtin Margarete Henner, ebenfalls im Konkursbuchverlag erschienen. Dieser Roman steckt voller Täuschungen, Wandlungen und Erotik.

 

Mehr von Ines Witka erfährst du auf ihrer Homepage: www.ineswitka.de

Oder in ihrem Blog: http://perleumperle.tumblr.com/

 

© Ines Witka

© Ines Witka

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Ines, warum schreibst du über Erotik?

In meinen Schreib-Kursen sage ich immer, das Schriftsteller über ihre eignen Obsessionen schreiben. Woher also meine Leidenschaft fürs Sexuelle, ganz unabhängig davon das Sex einfach Spaß macht? Es fällt mir leicht darüber zu sprechen und damit auch zu schreiben. Außerdem betrachte ich Sexualität schon mein ganzes Leben aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln: Wie steht es mit dem Eros in der Kunst? Wie hält es eine Gesellschaft mit Moral und sexueller Freiheit? Gilt sie für alle oder nur für Männer? Schon die Frauenbewegung in den 1970er Jahren verhandelte von Anfang an das Thema Sex und Doppelmoral. Wie eine Gesellschaft mit Sexualität umgeht, verrät viel über ihr Wertesystem. Außerdem bin ich überzeugt, dass die Erotik die Triebkraft allen Handelns ist, gerade bei der Entstehung von Kunst und Kultur.

Ich schreibe keine Einhand-Literatur – das Wort gibt es zwar nicht im Duden, aber man versteht es auch so ganz gut. Ich schreibe nicht, um den Porno zu verschriftlichen, sondern nutze Erotik um etwas über die Figur zu verraten und die Handlung voranzutreiben. Ich teile etwas mit, das über die reine Performance hinausgeht. Gefühle wie Hingabe, Verwundbarkeit, Liebe, Hass, Selbstaufgabe, Berechnung, Wollust, Gier und Leidenschaft sind es, die den Leser berühren. Bei der Erotik spielen so viele unterschiedliche Gefühle eine Rolle, diese machen die Figur interessant. Die seelischen Empfindungen, Überraschungen und Irritationen spielen dabei die Hauptrolle. Und Sexualität ist nun mal mit eines der intimsten Geheimnisse. Teilt man mit, wie man liebt, verrät man doch viel über sich.

 

Was ist erotisch (für dich?)

Erotik steht schon auf dem Fundament der Sexualität. Doch im Gegensatz zur Pornografie geht es dabei weniger um körperlichen Maße und Vorzüge, weniger um das „To do.“ Gefühle sind wichtig, Fantasien und Wünsche. Für mich ist Erotik ein Versprechen, das die Sexualität umspielt, eine Erwartung, die ihr vorausgeht: die Verführung. Erotik schafft Nähe, verlangt die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber. Es bedeutet alle Sinne mit einbeziehen: Dessous für das Auge, verführerische Gerichte für den Geschmack oder das Salz auf der Haut, Düfte für die Nase – egal ob der Eigenduft des Menschen oder von Parfüms, Federspielzeug oder Massageöle für den Tastsinn und dann immer wieder die Textur der Haut. Hier mache ich mal einen Punkt, obwohl das Thema unerschöpflich ist.

 

Vielen Dank für deine Zeit.

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PS: Möchtest du an der Interview-Reihe „Zwei Fragezeichen“ teilnehmen?

Dann schreib mir.

C.

 

Stimmen zum Buch #Drachensichel

DrachensichelLiebes Universum,

der Termin rückt näher. Juhui. Band 3 kommt und ich werde langsam hibbelig. Da ich 2015 zu den Drachenbrüdern mal einen Beitrag veröffentlicht habe, der da heißt „Stimmen zum Buch„, dachte ich, es wäre nun auch endlich nötig so eine Sammlung zu #Drachensichel zusammen zu stellen. Here we are. Inzwischen sind nämlich einige Rezensionen zum Buch zusammen gekommen (Ich freu mich sehr!), und manch ein/e Leser/in hat darüber gebloggt. Die Liste ist noch unvollständig, ich werde das nach und nach ergänzen. Aber das ist ja noch nicht alles. #Drachensichel ist sogar für den Deutschen Phantastik Preis 2017 nominiert. Kurz #DPP2017. Der Deutsche Phantastik Preis wird jährlich im Herbst von den Besuchern des Online-Magazins Phantastik-News.de verliehen und in unterschiedlichen Kategorien vergeben. #Drachensichel steht auf der Longlist in der Kategorie „Bester Roman“. Ich finde das ziemlich abgefahren und staune, was da passiert. Überhaupt nominiert zu sein, schmeichelt meiner Autorenseele sehr, vielleicht magst du mir mit deiner Stimme zu weiteren Höhenflügen verhelfen? Hier kann man abstimmen – für mich und viele andere tolle Autoren*Innen. 

Weil das noch nicht reicht, an Tollheit, habe ich inzwischen auch einige Leotrim-Lesungstermine im Kalender stehen. Die werde ich zur gegebenen Zeit groß ankündigen. Nun wünsche ich viel Spaß beim Klicken und Stöbern. Auf nach Leotrim!

 

 

Stand März 2017

 

Weitere Lesestimmen gibt es hier: Amazon und Lovelybooks.

Vielen Dank euch allen fürs lesen und rezensieren!

C.

 

Zwei Fragezeichen an Reginas Gedankenwelten

Zwei Fragezeichen

Zwei Fragezeichen

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Zwei Fragezeichen an Reginas Gedankenwelten

 

Regina, was für Themen bewegen dich in deinen Gedankenwelten?

 

Als ich 2010 (vor sieben Jahren, Wahnsinn!!!) begann, meine Gedankenwelten zu schreiben, dachte ich, ich würde einfach so vor mich hinschreiben. Über das, was mir so spontan durch den Kopf geht, was mich bewegt. Das ist heute noch so, darum ist der Blog ein Kaleidoskop verschiedener Interessen: Rückblicke, Bücher, Meerschweinchen, Fotos, Gedichte, Reisen. Inzwischen auch vermehrt Politik. Ich habe mich nie als sonderlich politisch gesehen, aber wenn man ein Gewissen hat, kann man heutzutage nicht mehr die Klappe halten. Ich sehe mir gerne Themenblogs an, also Bücherblogs, Kochblogs, Dekoblogs etc. – aber es ist nicht meine Art, einen zu führen

 

Erschaffst du auch neue Welten?

Ich bin nicht nur Autorin sondern auch Virtual Artist. In beiden Funktionen schaffe ich Neues, manchmal verbindet sich auch beides. Ich bin in Second Life aktiv und dort ist es (noch immer!) das erklärte Ziel, neue Welten zu erschaffen: Fantasy, Steampunk, Unterwasserlandschaften, Dystopien, Abstrakte, alles ist möglich. Ich nutze vorhandenes und erschaffe daraus neues für meine Fotografien. Eine Landschaft oder ein Bild kann mich zu einer Geschichte inspirieren, umgekehrt kann ich ein Gedicht oder eine Geschichte aber auch dort relativ leicht in einem Bild darstellen. Hier einige Beispiele:

 

 

cloudyrose

 

ibecome3-1-1

 

perfect-swan

 

unbenannt-1

 

Vielen Dank, Regina, für deine Zeit.

 

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PS: Möchtest du an der Interview-Reihe „Zwei Fragezeichen“ teilnehmen?

Dann schreib mir.

C.