Dorothea

Man kann förmlich sehen, wie die Gedanken, auf dem Weg zum Papier, verloren gehen. Sie lächelt, sie kann nicht anders.

Alles fließt. Ihr Lebenswasser mündet bald ins Meer, verschmilzt mit dem großen Ganzen. Sie weiß es und wir auch. Ihre Erfolge, Begebenheiten, ihr Leben ist im Meer bedeutungslos, und doch kann das Meer nicht ohne die Flusszuläufe existieren.

Ich stelle mir vor, wie sie auf dem Weg zum Meer Steine ans Ufer schwemmt, wie sie ein Pärchen auf einem kleinen Boot einen Mittag lang auf dem Rücken trägt, und einem Wanderer die geschundenen Füße kühlt. Sie hat immer für andere gelebt. Die Gedanken fließen und sind nicht verloren. Erst, wenn es dass Meer nicht mehr gibt, ist auch Dorothea weg.

 

©aro

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