Lebenszeichen

Liebes Universum,

ich habe dir lange nicht geschrieben, mea culpa. Ich hatte gute Gründe, war dauernd unterwegs und ein Tag hat einfach nicht genug Stunden, IMAO. Ich habe mir die Show „Amazing Shadows“ angesehen und mich die halbe Zeit – sehr beeindruckt – gefragt, wie die das, verflixt noch eins, anstellen. Die acht Tänzer waren wirklich amazing.

In derselben Woche habe mich mir dann noch Senay Duzcu auf der Bühne angeschaut und mir die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen Deutschen und Türken erklären lassen. Ich kann ihren Namen nicht aussprechen (und damit bin ich wohl nicht alleine), aber immerhin kann ich jetzt meine Mitmenschen mit Merhabalar begrüßen. Glaube ich zumindest. J Werde es beim Obsthändler meines Vertrauens antesten. Jedenfalls. Ist dir klar, dass es im Comedybereich nur wenig lustige Frauen gibt? Bitte, jetzt soll keiner aus dem hinterletzten Eck rufen: Cindy aus Mahrzahn. Es hat wenige Frauen auf Kabarettbühnen, und nicht alle sind komisch. Senay kann ich herzlich empfehlen, das war ein kurzweiliger, schöner Abend mit einigen unerwarteten Pointen.

Kipplings Ripple

Danach war ich bei der Buchpräsentation von „Kipplings Ripple“ in Tübingen. Mein lieber Kollege Wolfgang Kirschner hat in der Buchhandlung Osiander sein neuestes Buch vorgestellt und eingewickelt in eine Decke und behutet mit einer Polizeimütze über eine Stunde aus dem Werk vorgelesen. Ich hab das Buch natürlich gleich käuflich erworben und verrate dir nicht, was es mit dem Titel auf sich hat. Ich weiß nämlich voll Bescheid. Haha. Nur so viel, es hat für alles eine vernünftige Erklärung. Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich dir darüber berichten.

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Irgendwo dazwischen, teils in der Mittagspause, teils in den Abendstunden habe ich mich noch um das Lektorat einer Geschichte gekümmert. „Der Kindshüter von Leotrim“. Mit dieser Geschichte habe ich es nämlich in die Anthologie „Exotische Welten“ geschafft, die ab Ostern als eBook erhältlich sein wird. Auf das gute Stück bin ich ziemlich stolz. Ich lese sehr gerne Fantasy, aber auch Märchen, eben alles um Drachen und Ritter und spannende Geschichten in anderen Welten. Schreibend bin ich in dem Genre aber noch nicht sehr lange unterwegs. Meine Erste Geschichte hieß „Abbild“ und wurde auch in einer O´Connell-Anthologie abgedruckt; Avatare, Roboter und andere Stellvertreter.

Damals habe ich Blut geleckt, sozusagen. Dieses Mal habe ich mich also an Drachen versucht, statt an Stellvertretern und mag meinen Kindshüter sehr, sehr gerne. Ich hoffe, die Leser sehen das auch so, ich bin dementsprechend aufgeregt.

Und weil das alles noch nicht reicht, habe ich noch ein Auto gekauft (großer Haul) und ein neues Hörbuch von dem schrecklichen Mr. Gum (kleiner Haul), aber davon werde ich dir separat berichten.

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Tja, und dann habe ich noch drei get shorties Lesungen gemacht, mit meinen geschätzten Kollegen Ingo, Nick, Markus, Ralf, Jole, Rainer und Volker. Ich glaube, im Grunde bin ich ein schüchterner Schreiberling, viel lieber einsam mit meinen Buchstaben, denn auf Bühnen umgeben von Menschen. Die meisten merken das auch, nicht nur deshalb, weil ich nervös, in einer Minute dreißig, durch einen Text hetze. Ich weiß nicht genau was passiert ist, ist es Routine? Die Erkenntnis, dass das Lesen auf einer Bühne verdammt viel Spaß macht? Dass es noch was anderes gibt, denn Selbstzweifel? Als Schreiberling ist man ja immer mit der Frage konfrontiert: Was will ich eigentlich erzählen? Und wenn man das weiß, fragt man sich, ob man das gut erzählt. Wenn man auf einer Lesebühne sitzt, kommt noch hinzu: Ist das auch witzig?

Und wenn man dann, ganz am Schluss, auf alles eine Antwort gefunden hat, und zufrieden ist, dann fühlt sich das für einen Moment wie eine warme Mütze an. Das ist super. Ich hatte das, dieses Wochenende.

Yeah!

~Caro

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