Über 140 Zeichen

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Das Internet ist für mich wie ein Schulhof. Ja, größer als meiner damals 19hundertirgendwas. Vielleicht ist es heute auch leichter zwischen den einzelnen Gruppen hin und her zu witschen, die Grenzen zu vermischen. Aber das Prinzip ist das gleiche wie damals. Man hängt mit den Leuten ab, die die gleichen Interessen haben. Früher stand ich bei den Strebern herum, heute sind es die Literaten, die Profilneurotiker, die Nerds, die Film- und TV-Junkies, die freundlichen Misanthropen, die Freaks und Eigenbrötler. Da fühl ich mich am Wohlsten. Das Internet hat den Vorteil, hier hat jeder Platz. Egal wie seltsam der Fetisch ist, es gibt nichts was es nicht gibt. Selbst wenn man sich für eine einsam-gequälte Seele hält, dann gibt es auch dafür schon eine Gruppe.

Ich wusele nun schon einige Jahre durchs Internet, relativ planlos, aber ich habe immer ein Handtuch dabei. Eh klar. Irgendwann hat es mich auch zu Twitter verschlagen. Die Frage, ob ich Twitter verstanden habe, stellte sich mir nicht wirklich. Ich frage mich auch nicht, ob ich Tumblr oder Facebook verstehe. Ich kann ja fröhlich Leute annehmen und blockieren, wie ich will. Ich bin der Diktator in meiner virtuellen Welt. Der oder jene Kommentar passt mir nicht; weg. Themen, die mich nicht interessieren; ausblenden. Schulhofschläger, dir passt meine Nase nicht; blockieren. Schönes Leben noch. Woanders.

War es je komfortabler als in dieser Seifenblase? Ich glaube nicht.

Jeder hat sein eigenes Verständnis, davon was das Internet ist und wie es funktioniert. Normalerweise lasse ich es mir nur von Sascha Lobo erklären. Nun stolperte ich über das eBook „Über 140 Zeichen“ in dem verschiedene Twitterer darüber berichten, mit deutlich mehr Zeichen als 140, was sie tun, wie und warum. Das beschränkt sich zwar auf Twitter, dennoch war meine Neugier geweckt. Ich mag solche Einblicke, dieses Über-die-Schulter-schauen, wie machen das andere, was sehen sie? Und vor allem, warum schreiben sie die Dinge, die sie schreiben? Sehr schön fand ich dann auch, dass es hier in diesem eBook mehr um das Warum ging denn das Wie. Frau Frohmann (@frohmannverlag) zog den Vergleich zu einem Jump-and-Run-Spiel, der mir am besten gefiel. Ich frage mich immer noch nicht, was Twitter ist und ob ich es verstanden habe, aber mit dem Bild von Frau Frohmann gefällt es mir noch besser. Ich springe und renne mit.

@Caro_zwitschert

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