Schreibtreff im Juni

BrOYHXzCcAAYfIlAm Samstag habe ich mich wieder mit meinen Damen getroffen um kreativ zu sein. Da jeder von uns in einer Projektarbeit steckt, gab es keine Hausaufgaben zu besprechen. Einzig ein Text lag vor, den ich her nahm, um ein klassisches Lektorat zu demonstrieren. Ich mache das hin und wieder, entweder ich lektoriere Texte von Kollegen oder Mitgliedern des BvjA – dabei lerne ich selbst noch am meisten. Oder ich sehe diese Arbeit aus der direkteren Perspektive; an meinen eigenen Texten.

Dabei entstand dann eine hitzige Diskussion, ob Textarbeit die Kreativität tötet. Wir waren an einem Ausdruck, – ich war der Meinung das hier beschriebene Bild müsse genauer sein, unmittelbar – die gegenteilige Meinung war, der Leser solle ja selber auch noch was leisten.

Das Textarbeit keinen Spaß macht steht nicht zur Debatte. Da waren sich alle einig. Allerdings denke ich, dass die kreative Arbeit und die Textarbeit zwei verschiedene Arbeitsschritte sind, und beide nötig. Was hat man von einer schönen Idee, wenn der Text schlampig geschrieben ist, voller Rechtschreibfehler und schwammiger Ausdrucksweise? Ich glaube, ich konnte meinen Damen nicht begreiflich machen, wie nötig die Arbeit am Text ist, noch, dass sie die Kreativität keinesfalls mindert. Immer wieder wurde ich aufgefordert es besser zu erklären, zu sagen was ich meine. Ich will es also an einem Beispiel versuchen.

 

Vor dem Lektorat:

Es gab ein lautes Platsch, als der Hund ins Wasser fiel.

 

Mein Verbesserungsvorschlag:

Der Hund platschte ins Wasser. 

 

Inhaltlich ist es noch dieselbe Geschichte, aber der Ausdruck, was passiert, unmittelbar, direkt im Geschehen. Ich behaupte, die zweite Variante ist hier die bessere. Insgesamt war es eine interessante, angeregte Diskussion, so wie es sich für einen Schreibtreff gehört. Ich werde aber an dem Thema dran bleiben, und hoffe, dass ich den Damen die Textarbeit noch schmackhaft machen kann, ohne dass sie ihre Ideen, oder den Arbeitsflow einbüßen müssen.

 

Wir kümmerten uns diesmal gleich um zwei Schreibaufgaben, wir waren sehr fleißig.

1. Beschreibe eine denkwürdige Taxifahrt

2. Beschreibe ein bedrohliches Haus

 

Wer sich eine oder beide Schreibaufgaben schnappen und ausprobieren will, ist herzlich eingeladen sich daran zu versuchen. Ich habe meine Taxifahrt in Briefform verfasst, ein Mann (Jürgen) schreibt einem guten Freund (Walter), was passiert ist – als Experiment versuchte ich, die Geschichte ohne den Buchstaben W zu schreiben, weil das W an der Schreibmaschine meines Protagonisten Walter kaputt ist.

Ich muss jetzt noch in mich gehen, und mit Schwester Innerlich diskutieren, ob ich meine Ergebnisse gut genug finde, um sie hier einzustellen. 🙂

 

~Caro

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