Wortwerkstatt #5

Liebes Universum,

du hast es bestimmt gemerkt, ich habe eine kleine Blogpause gemacht. Ich stecke mitten im Lektorat für meinen Debütroman, und komme kaum zu etwas anderem. Es hat mir auch keiner gesagt, dass ein Lektorat eine Lektion in Sachen Demut ist. Ich als Person bin letztendlich unwichtig, und mein Ego hat im Text nichts verloren. Meine Lektorin hat mich aber überall entdeckt und gewissenhaft heraus gelöscht. Das tut dem Text gut, das Ego erholt sich gerade.

Inzwischen habe ich auch eine Leseprobe online: hier entlang bitte.

In zwei Wochen ist es also soweit. 12 Jahre Arbeit – so lange schreibe ich schon auf dieses Ziel hin. Nicht auf diesen Roman explizit, in diversen Schubladen befinden sich Textfragmente, vermeintlich fertige Romanmanuskripte, viel angefangenes Zeug, wohlweislich abgebrochener Mist, viele Stunden und Übungen, viel Einsamkeit und Verzweiflung und aufgeben-wollen, sowie Tagebücher voller Gedanken, Eindrücke, Listen, weiter-wollen & Wünschen. Und nun das.

Die letzten Wochen wurde mir klar, dass ich die ganze Zeit nur auf den Weg geschaut habe – der soll ja bekanntlich das Ziel sein. Daher habe ich mit keinem Gedanken daran gedacht, wie es sein wird, wenn ich es geschafft habe, was das mit mir macht, das Erreichen. Ob es mich ändert, oder alles weiter geht wie bisher: Der Kampf, die Selbstzweifel, die vielen vollgeschriebenen Zettel die man weg schmeißt, weil der innere Zensor sagt: Nicht gut genug. Und was ist gut genug?

Ich werde es raus finden. Ich werde dir davon erzählen.

~Caro

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