Harold Einzelkind #ichlese

Harold, 49 Jahre alt, Fleischwarenfachverkäufer, bringt sich ein Mal wöchentlich um. Mehr Hobbys hat er nicht. Melvin ist 11 Jahre alt, ein Savant wie er sagt, und obendrein eine Woche allein. Die Geschichte ist aus Sicht von Harold erzählt, der den schnellen Dialogen nur seine sehr langsamen Gedanken beisteuert. Ich habe manches Mal laut gelacht!

Die zwei müssen sich, unfreiwillig, umeinander kümmern. Emotional und in ihrer Entwicklung stehen sie auf der selben – untersten – Stufe. 🙂
Der Schreibstil ist distanziert, emotionsarm, trieft aber in jedem Satz vor Sarkasmus, Ironie und Übertreibung. Eine Mischung die mit sehr zusagt. Harold und Melvin sind zwei menschgewordene Aliens, die sich in einer Realität durchschlagen müssen, für die sie nicht geschaffen sind. Die Sorge um die beiden und sich für sie fremdschämen wechseln sich ab. Letztlich ist es ein Roadtrip auf der Suche nach Antworten zu denen es keine Fragen gibt. Klingt komisch, ist aber so. Ich habe mich köstlich amüsiert.

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3 Kommentare

  1. Wen sich ein gestandener Mann und ein Kind austauschen führt das immer zu besonderen Eindrücken , ich weiss nicht ob das die Literaten daher diesen Dialog als Stilmittel entdeckt haben , gefallen tut es mir allemal , diese Betrachtung der Dinge gleichzeitig aus kindlicher und erwachsener Sicht , für den Leser eröffnet sich dann immer eine neue dritte Sicht, besser gesagt eine Einsicht, daß eine Blick eben nicht genügt um einen Sachverhalt beurteilen zu können.

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