DKMS

2015-05-20 19.37.07In letzter Zeit hatte ich den Eindruck, das Universum will mir etwas mitteilen. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich mit vier Personen zu tun, die sich bei der DKMS typisieren ließen, einer von ihnen hat inzwischen die Stammzellenspende hinter sich. Tobias Jochheim meinte, du musst gar nix, aber…  und ich dachte: Ja, das könnt ich wirklich mal, und zusätzlich sah ich im Fernsehen noch einen Beitrag dazu, und einen Tag später sagte mir ein junges Mädel, gerade mal 18 Jahre alt „Du, morgen ist eine Veranstaltung von der DKMS.“ Sie ist hingegangen, und hat sich Blut abnehmen lassen. Ich schlich noch so herum, mit Angst vor der eigenen Courage. Himmel, mit 18 hab ich viel gemacht, aber nicht an andere Leute oder deren Sterblichkeit gedacht. Inzwischen habe ich zwei dieser Stäbchen abgeschlabbert, und per Post zurück geschickt. Mit dem festen Vorsatz: Ich mach das jetzt, vielleicht muss das jetzt so sein. Warum sonst werde ich an so vielen Stellen damit konfrontiert?

[Link: DKMS]

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6 Kommentare

  1. „Und morgen bin ich tot ! „, so hiess der Titel eines Fernsehfilms auf Arte den wir am Freitag abend angeschaut haben , eine junge Dame beschliesst an ihrem Geburtstag in einem Sterbehospiz einen tödlichen Cocktail einzunehmen , sie leidet an Mukoviszidose und atmet während des Films laufend schwer – was für eine schauspielerische Leistung , man bekam während des gesamten Films Beklemmungen und Atemnot und litt mit der Protagonistin mit . Zum Schluss hat sie ihre Familie von Ihrem Entschluss überzeugen können , die dann an ihrem „Abgang“ teilnahmen , wir haben geheult wie die Schlosshunde, ich sagte nur als Sie den Becher leerte „Um Gottes Willen !“
    Was will ich eigentlich sagen , jeder hat das Recht auf ein unbeschwertes und gesundes Leben , wenn die Gemeinschaft ihm das ermöglichen kann , dann soll das so sein , ich freue mich für jeden Einzelnen dem so etwas hilft

  2. Hallo Carolin,

    ich freue mich, dass du so sympathisch erklärst, warum du dich bei der DKMS hast registrieren lassen. 🙂

    Ich bin selber seit Jahren dort registriert und habe heute meine Leser mit einem englischsprachigem Blogpost darauf aufmerksam gemacht:

    http://goo.gl/MAAPzN

    Ich wusste bei meiner Registrierung damals nicht, dass ich jemals darüber einen Artikel schreiben würde und habe daher kein Foto von dem Swab Kit. Könnte ich dein Bild in meinen Artikel einfügen, mit einem Link zu deinem Blog natürlich, damit meine Leser sehen, dass die Prozedur mit den Wattestäbchen eine ganz einfache ist?

    Ich würde mich über eine Nachricht von dir freuen. Viele Grüße

    Kristina

    info [at] kristinakralova.eu

    1. Hallo Kristina,
      vielen Dank fürs Fragen, statt einfach nehmen. Das macht dich sehr sympathisch 🙂
      Ja, du kannst das Foto gerne verwenden.
      Spread the word!
      Grüßerei,
      Carolin

  3. Was mich stört ist, die Werbestrategie der DKMS, die Risiken mit „Stäbchen rein, Spender sein“ durch Leichtigkeit verschleiert, dass die Spende auch eine Tortur für den Spender sein kann. Der Druck auf das Innenleben, wenn die Entnahme aus dem Blut nicht geht, aber da ein Empfänger wäre. Dann müssen sie an mein Rückenmark. Kein Eingriff ist Routine, jede Narkose kann Dich töten. Aber da ist der Mensch dem es vielleicht das Leben rettet. Wo beginnt Altruismus und wo hört Selbstschutz auf?

    1. Ja, das beschäftigt mich auch (noch). Ein Kollege hat Stammzellen gespendet und mir erzählt, wie anstrengend die ganze Sache war. Er hat einem Freund geholfen, keinem Fremden. Das spielt auch noch eine Rolle…

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