Peaky Blinders – Staffel 2

Peaky Blinders

Peaky Blinders

Was macht ein empfindlicher Indoor-Mensch wie ich an einem heißen Wochenende? Jab, DVD´s glotzen, drinnen, im Kühlen. Ich mag Sommer, Sonne, hitzefrei. Keine Frage. Zumindest dann, wenn ich nicht arbeiten muss. Und selbst wenn ich nicht arbeiten muss, sieht man mich selten draussen. Dieses Draussen wird eh völlig überbewertet. Sommer, das sollen die anderen feiern. Also ja, ich bin das ganze Jahr über so käsig-weiß wie ein Kätzle am Bauch und brauche nicht viel Ausreden um mit meiner Plauze und einer kalten Cola auf dem Sofa Platz zu nehmen und mich nur zu rühren, wenn die Kinderriegel oder die Cola alle ist.

Jedenfalls.

Ich habe mir die zweite Staffel von Peaky Blinders rein gezogen. Und es ist nur ein bisschen seltsam bei 40 Grad mit Thomas Shelby (Cillian Murphy) zu rauchen, Whisky zu saufen und auf Pferde zu wetten. Hach, was ist der Mann schön. In Staffel 2 kehrt ein alter Feind zurück und Thomas Shelby steckt mal wieder in der Scheiße. Ich mag seinen eiskalten Blick und all seine Ambivalenz. In Birmingham hat es keinen einzigen guten Charakter – nur Abstufungen von Schlechtigkeit. (In anderen Serien ist das inzwischen & natürlich auch so, siehe „Game of Thrones“ oder „House of Cards“. Für „Game of Thrones“ müsste ich noch einen eigenen Beitrag schreiben, ich bin enttäuscht von Staffel 5 und verzeihe George R. R. Martin nicht, was er mit Jon Snow, Arya und Sansa angestellt hat. Und wo zum Geier ist Bran? Aber das ist ein anderes Thema.)

In der ersten Folge der ersten Staffel reitet Thomas Shelby zum Sound von Nick Cave auf einem Pferd durch Birmingham, und schon in den ersten Minuten hat er mich am Wickel, weil alles so schön düster und atmosphärisch ist, weil alles passt und ich wissen will: Beherrscht er wirklich einen Zigeuner-Zauber? Ist er ein Betrüger? Oder einfach nur lebensmüde?

Letztendlich ist er alles und nichts davon; ein Überlebenskünstler.

Die Serie auf DVD gekauft habe ich mir wegen Helen McCrory, das habe ich schon an anderer Stelle gesagt und wiederhole mich gern. Ich fahre gut mit Filmen und Serien meiner Lieblingsdarsteller.

Helen McCrory macht als Tante Polly eine gute Figur. Niemand raucht so schön wie sie. Ich betrachte Thomas und Polly im Zusammenspiel als die Hauptfiguren, als die interessantesten Charaktere – wie die beiden die Familie beherrschen und die Unterwelt von Birmingham. Fairerweise muss ich sagen, der Gegenspieler zu Thomas ist Inspector Campell (Sam Neill), der in Staffel 2 noch krasser rüber kommt. Er überzeugt mich dennoch nicht ganz, in seiner Unbeherrschtheit. Allerdings sein Gehstock, dieses metallische Klack, Klack, Klack, in den dreckigen Gassen – als Fortführung zum Song von Nick Caves „Red Right Hand“ macht mir Gänsehaut. Diese drei sind verstrickt in einem Netz aus Intrigen, Whisky-Handel, Machtkampf und einem Auftrag. Mehr sag ich nicht. Ach, und das Kirschlein auf der Sahne auf dem Eisbecher: Tom Hardy. Sehr, sehr cool. Meine herzliche Empfehlung.

Als nächstes schaue ich Penny Dreadful.

 

[Link: Imdb]

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Ein Kommentar

  1. War von Staffel 1 schwer begeistert, die zweite schaue ich auch demnächst. Penny Dreadful kann ich dir sehr empfehlen – fand die Serie grandios bisher. Helen McCrory hat auch einen großen Part in der 2. Staffel.

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