EndZeit

Stark.

„Scheiden bedeutet, alleine in ein Richterzimmer hinein zu gehen und noch einsamer den Raum, in dem die Scheidung stattfindet, zu verlassen, keine Hoffnung mehr gesetzt in den Menschen, mit dem man einst einen Lebensentwurf gezeichnet hat.“

wiEderworte

Am Vorabend des großen Tages sind alle Emotionen wieder da, die man so mühsam verscheucht hatte im vergangenen Jahr. Es war das Jahr der Trennung, das Jahr, in dem man unweigerlich ständig alles Revue passieren lässt.

Es war eine verrückte Zeit, die manchmal aus heiterem Himmel stehen blieb, rückwärts lief sogar.
Man fällt in viele Löcher und fängt oft von vorne an, bevor man irgendwann wieder so viel Licht sieht, dass die Hand vor Augen erkennbar wird, bis dieser verhasste, ersehnte Tag kommt.

Es fließen viele Tränen, bis man wieder lachen kann. Es ist eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen um Zukunft und einen eigenen Weg.
Man ist ganz alleine, wie weggesperrt, verzweifelt auf der Suche nach dem Schlüssel zu dem Gefängnis, das man sich selbst gebaut hat.

Ich hatte diesen Schlüssel schon so manches Mal in der Hand, aber im Schloss war er noch nicht. Aber, so denke ich…

Ursprünglichen Post anzeigen 790 weitere Wörter

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2 Kommentare

  1. Ich befinde mich auch in dieser Endzeit. Es ist aufwühlend, erinnert wieder ein Mal mehr an die Vergänglichkeit. Du hast das gut beschrieben. Sei herzlich gegrüßt von Sylvia

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