Der Stand der Dinge

Ich habe hier eine kleine Pause eingelegt. Mir war nach Stille nach den Ereignissen in Paris. Die einen Wehklagen laut, andere leise. Mein Profilbild zu ändern fühlte sich nicht richtig an. Ich verstehe die Geste, doch passt sie nicht zu meinen Gefühlen. Nur weil mir angesichts der Bilder schlecht wird, bin ich nicht Charlie oder Paris. Ich bin ein Zuschauer. Bestürzt, ja. Traurig, wütend, verwirrt. Jajaja. Aber ich bin nicht um mein Leben gerannt, habe keine Schmerzen gelitten, oder Menschen verloren, die mir lieb sind. Jeder geht damit anders um. Mir war nach Maul halten. Ich suche immer nach Worten für das, was mich beschäftigt. Wenn ich keine habe, schweige ich. Mir war nach Stille. Wegen Paris, wegen der Welt, die überall, ein Mal rund herum Wunden hat. Als Kind dachte ich, ich könnte meine Welt formen wie Knete, so wie ich sie haben will. Diese Zuversicht ist mir im Lauf der Jahre abhanden gekommen. Und nun stehe ich hilflos da: Was ich sehe gefällt mir nicht.

Ich bin abgetaucht in meine Welt, nach Leotrim. Dort verstehe ich die Bösewichte und ihre Motivation. Das ist auch nicht schön, aber nicht so hoffnungslos. Ich weiß ja wie das Ganze ausgeht. Das ist eine kleine Welt, ein bisschen Knete.

Nun bin ich also wieder da.

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