Zwei Fragezeichen an Silke Porath

Zwei Fragezeichen

Zwei Fragezeichen

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silke-porathSilke Porath ist Autorin und Redakteurin. Sie lebt mit ihrem französischen Mann, einem reinrassigen italienischen Straßenköter, einem waschechten rumänischen Findelhund, einer griechischen Landschildkröte und neuerdings einem altdeutschen Mops in ihrer schwäbischen Heimat multikulti mit allerlei Kindern. Sie schreibt über kriminalistische Mönche, fröhliche WG-Kumpane und über alles, was ihr unter die Tastatur gerät.

www.silke-porath.de

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Silke, was treibt dich an?

Meine Figuren. Die tauchen eines Tages auf wie Fremde, die um ein Glas Wasser bitten. Wir haben ein offenes Haus – also lasse ich sie hinein. Buchstäblich. Wir wachsen zusammen. Erleben so viel gemeinsam. Wir lachen. Wir leiden. Wir lieben und entlieben uns. Wir morden. Wir suchen das Böse. Finden das Gute. Aus dem Glas Wasser wird irgendwann eine Tasse Kaffee. Dann ein Glas Rotwein. Die meisten meiner Figuren begleiten mich schon seit Jahren.

Mit der Zeit sind sie sowas wie gute Freunde geworden. Die man ungern ziehen lässt. Als es zum Beispiel vom Ursprungsverlag hieß, dass aus den Mopsbüchern nur eine Trilogie werden soll, habe ich geheult. Weil ich noch so viel mit den Jungs erleben wollte. Ich war ein halbes Jahr lang wie deprimiert. Dann kam die Frage eines anderen Verlages, ob ich nicht einen vierten Band schreiben wolle. Klar wollte ich das und bin sofort wieder in meine Lieblings-WG eingezogen. Dass ich jetzt Outtakes aus den Romanen schreiben darf, macht mich hammerhappy.

Und natürlich sind da die Leser. Wenn mir jemand schreibt, dass er wegen eines Lachkollers beim Lesen eines meiner Bücher aus dem Wartezimmer des Arztes komplimentiert wurde – hey, das ist es, was zählt!

 

Und was macht für dich einen guten Text aus?

Sauschwere Frage. Trotzdem im Prinzip ganz einfach. Ein guter Text packt mich. Egal welches Thema, wenn die Sprache stimmt und der Autor es versteht, mich in seine Welt mitzunehmen, dann passt das. Ich liebe es, wenn ich beim Lesen atemlos werde, weil da ein Gerüst aus Worten entsteht, welches eine ganze Geschichte trägt. Dabei ist es egal, ob das ein Krimi, ein historischer Roman oder eine Kurzgeschichte ist. Ein guter Text ist dicht erzählt, hat Feinheiten. Und ist trotzdem so fluffig wie ein Schaumbad.

 

Vielen Dank für deine Zeit.

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PS: Möchtest du an der Interview-Reihe „Zwei Fragezeichen“ teilnehmen?

Dann schreib mir.

C.

 

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