Zwei Fragezeichen an Sybille Kolar

Zwei Fragezeichen

Zwei Fragezeichen

 

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© Sybille Kolar

Das Schreiben begleitete Sybille Kolar schon ihr Leben lang.

In ihrer Jugend waren es Liebesgedichte, später eine Kurzgeschichte, mit der sie sich an einem Autorenwettbewerb beteiligte. Sie war unter den Gewinnern und wagte sich danach an ihren ersten Roman heran.

Warum Liebesromane? Sie bezeichnet sie als Lebensromane.

Es ist das gewöhnliche Leben mit all seinen Beziehungen, Höhen und Tiefen, Liebe und Verrat, Glück und Tod, Freundschaft und Rivalität, das sie so ungemein spannend findet. Sind es nicht auch genau die Themen, die jeden von uns im Alltag beschäftigen?

Sybille Kolar ist verheiratet und Mutter von fünf erwachsenen Kindern – drei leibliche und zwei Stiefkinder. Mit ihrem Mann und den beiden Hunden lebt sie in der Nähe von München.

www.sybillekolar.com

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Sybille, über was für Frauen schreibst du und warum?

Einige Frauen in meiner Romanreihe machen im Laufe der Bände eine persönliche Entwicklung durch. Sie springen in einen neuen Lebensabschnitt hinein, lassen ihre Vergangenheit in dem Moment hinter sich, reifen und wachsen an den Anforderungen, die dabei entstehen.

Warum ich über so etwas schreibe? Das ist wohl genau der Punkt, an dem sich meine Geschichten mit meiner eigenen Biografie kreuzen.

Im Jahr 2001 habe ich damit begonnen, einen Roman zu verfassen. Er handelt von einer Frau, die ihren Ehemann verlassen hat und sich in einer einsamen Gegend vor ihm versteckt hält. Dort zieht sie Bilanz über ihr Leben und beginnt irgendwann damit, in jeder Hinsicht für sich selbst zu sorgen.

Beim Schreiben ahnte ich nicht, dass ich dieses Buch je veröffentlichen würde. Und schon gar nicht, dass dies der erste Band einer inzwischen fünfteiligen Romanreihe war.

Aber vor allem wusste ich nicht, dass auch mir selbst ein Aufbruch bevorstand. Eine neue Lebensphase befand sich unmittelbar vor meiner Nase und es war – rückblickend betrachtet – fast so, als hätte ich sie herbeigeschrieben.

Weil ich während der darauffolgenden Zeit völlig andere Sorgen hatte, wanderte mein Manuskript – es verdiente seinen Namen zurecht, denn es war tatsächlich handgeschrieben! – in die berühmte Schreibtischschublade. Dort harrte es geduldig aus – sechs lange Jahre.

Als ich mich dann in meinem neuen Leben eingerichtet hatte, küsste ich meinen Roman aus seinem Dornröschenschlaf wach, übertrug ihn in den Computer und überarbeitete ihn.

Und erst dabei wurde mir bewusst, was das alles mit mir selbst zu tun hatte.

Anmerkung: Die Handlung meiner Romane spiegelt nicht mein persönliches
Erleben wider. Nur der Aufbruch und die Entwicklung, die ein solcher mit sich bringt, ist die gemeinsame Parallele. 🙂

 

 Die perfekte Leserin -wer muss deine Geschichten auf jeden Fall lesen?

 

Die perfekte Leserin – ein Steckbrief.

Ich denke, sie ist mir in vielen Dingen ähnlich. Wohl, weil ich genau über das schreibe, was ich auch gerne lese.

Für sie ist ein gutes Buch ein Buch, das sie packt und gefangen nimmt – und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Liebesroman, einen Krimi oder ein Sachbuch handelt.

Sie bevorzugt eine gewählte Ausdrucksweise und verliert sich gerne in den Bildern, die ich in meinen Geschichten entstehen lasse.

Der Glaube an die große Liebe ist ihr zweiter Vorname und selbstverständlich hat sie immer Happy End gebucht – auch gerne im echten Leben.

Sie taucht am liebsten mit allen Sinnen in einen Roman ein und braucht es, an dessen Ende seufzend – oder zumindest mit einem guten Gefühl – zurückzubleiben.

Für die Leserin, auf die diese Beschreibung passt, ist meine Romanreihe genau das Richtige! 🙂

 

Vielen Dank für das Interview.

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PS: Möchtest du an der Interview-Reihe „Zwei Fragezeichen“ teilnehmen?

Dann schreib mir.

C.

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