Veröffentlicht in Caro und wie sie die Welt sieht, Drawing & Art, Leben und all das.

Empfehlung: Coco Bee Art

Ich glaube, dass mein Leben von aussen betrachtet sehr statisch wirkt. Meine Umstände verändern sich kaum. Innen drin tobt aber ständig ein Sturm. Da wohnen nicht nur zwei Seelen, sondern gleich mehrere, wie eine Katze habe ich mehrere Leben, viele Welten, diverse Stimmen und sehr viel Unordnung. Das zu erklären oder zu begründen, wäre eine ganz andere Geschichte… darauf will ich heute nicht hinaus. Ich beschäftige mich schon einige Zeit mit Methoden um mal Ruhe ins Seelenhaus zu kriegen. Yoga, Meditation und Aquarell-malen. Je mehr ich mich mit Letzterem beschäftige, um so mehr drängt sich mir der Eindruck von „Maltherapie“ auf. Das kann man sicher auch unter professioneller Leitung machen. Ich treibe mich aber auf YouTube herum. Und eine Künstlerin möchte ich im besonderen erwähnen, auch wenn ich inzwischen diversen Kanälen folge, die tolle Themen und Tutorials anbieten.

Coco Bee Art

Die gute Frau hat nicht Kunst studiert, alles, was sie macht, hat sie sich selbst beigebracht. (Im Augenblick passiert gerade viel bei ihr, ich glaube sie fängt gerade ein Studium an) Jedenfalls. Ich mag Autodidakten, aber das nur am Rande. Sie malt abstrakt. Nicht nur, aber das ist der Grund, warum ich auf sie aufmerksam geworden bin. Ich kann ihr stundenlang dabei zusehen, wie sie Farbe aufs Papier kleckst, und irgendwie sieht das am Schluss ganz fantastisch aus. Keine Ahnung wie sie das anstellt, wenn ich das versuche, sieht das aus, als hätte ein Huhn auf LSD aufs Papier gekotzt. Bei Coco verlaufen die Farben, alles passt zusammen, gibt irgendwie Form und Stuktur, und es gibt nichts, wirklich gar nichts, was mich nach einem anstrengenden Tag so gut runter holt, mich so entspannt wie ein Video von ihr. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich nur Farbe beim trocknen zusehen muss, damit es mir besser geht, ich hätte demjenigen einen guten Arzt empfohlen. Aber hier passt einfach alles. Die Musik, sowie die Anregung es selbst auszuprobieren.

Meine Lieblingsfarben sind gelb und orange und rot. Das ist ne gute Mischung. Herbst auf dem Papier, quasi. Ein Video wie das hier ist Meditation mit Farben, Pinsel, die die Seele berühren. Und das Schöne: Es ist völlig egal ob man malen kann oder nicht. Meine Bilder, die wie Hühnerkotze aussehen, die zeige ich nicht her. Die sind wie Tagebucheintragungen. Aber sie helfen. Ich kann, glaube ich, gar nicht mit Worten erklären, wie dankbar ich dafür bin.

[Ich nehme an, meine Empfehlung fällt unter unbezahlte Werbung]

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Veröffentlicht in Doodle, Drawing & Art, Notizbuch

Dienstags-Doodle: Pilze

Ich habe ständig ein Notizbuch bei mir. Din A6, blanko. Auf die rechte Seite kommt mein täglicher Kram (Rapid Logging, Daily Log) und auf der linken Seite kritzele ich eine Kleinigkeit hin. Ein paar Minuten am Tag; Fingerübungen, Zerstreuung, eine Übung im Sehen und Achtsamkeit. Und so sieht das dann aus:

Veröffentlicht in Drawing & Art, Freitagsfoto

Aquarellversuche #11

Also eigentlich wollte ich im Urlaub ganz viele Sachen machen. Was als Grundgedanke schon mal bescheuert ist. Im Alltag macht man viel. Urlaub bedeutet ja, im besten Fall, mal eine Pause einzulegen. Und genau das ist dann passiert. Ich habe Pause gemacht, gelesen, Netflix geguckt, viel geschlafen und gelegentlich war ich sogar vor der Tür. Kurz.

Jetzt ist der Urlaub vorbei und ich mache wieder unheimlich viele Sachen. Malen üben, zum Beispiel. Voilà. Im November wollte ich einen weiteren Anfänger-Kurs besuchen, der ist aber leider ausgefallen. Nun hoffe ich, dass der Kurs im Frühjahr noch mal angeboten wird. Ich brauch den Tritt in den Popo in Form eines festen Termins um dran zu bleiben.


Wie motivierst du dich zum üben? Ich schaue regelmäßig bei Pinterest vorbei, und Motive, die mich anlachen, versuche ich dann, wie hier geschehen, nachzupinseln.

© Carolin Hafen

Veröffentlicht in Doodle, Drawing & Art

Dienstags-Doodle: Lavendel

Ich doodle gern. (Englisch; Gekritzel) Ich mag sogar das Wort an sich. Vielleicht kennst du das: Während dem Telefonieren hast du einen Stift in der Hand und am Rand deines Notizbuches entstehen Kästchen oder Kreise oder Strichmännchen oder was ganz anders. Ich mache das oft während ich fernsehe. Es gibt viele Sachen, die ich anschaue, aber die mich nicht wirklich fesseln, und dann kritzle ich mein Notizbuch voll. Als ich an meinem London-Buch gearbeitet habe, sind auch einige London-Doodles entstanden. Meine Lavendel-Kritzelei hat es sogar ins Buch geschafft. Nun möchte ich hier eine neue Kategorie einführen, ähnlich wie mein Freitagsfoto. Ich nenne das jetzt Dienstags-Doodle bis mir was besseres einfällt.

Kritzelst du auch? Es ist ja egal ob man das Doodle, Kritzelei, oder Zentangle nennt. Das Prinzip ist ja das gleiche. Zur Enspannung mit dem Stift auf dem Papier eine kleine Reise machen, ohne Ziel, es muss auch nichts sinnvolles dabei heraus kommen. Vielleicht mag ich es deshalb so gerne. Den ganzen Tag muss man Leistung bringen, und am Abend soll man bitte noch sein Leben optimieren. Gut gelaunt Sozialkontake pflegen,  zum Sport gehen, vegan essen, ein Ehrenamt ausfüllen, kein Plastik produzieren, alles schaffen, was die To Do Liste verlangt, nicht jammern, schlank sein und nett, alles gleichzeitig und wenn du irgendwas davon nur halb machst, tja dann. Dann kannst du dich noch mit deinem schlechten Gewissen rum schlagen, weil ja alle anderen es schaffen. Lächelnd, natürlich. Nur du nicht.

Ich mag die Auszeit. Es muss nichts dabei heraus kommen. Ein paar Strichle, ein Kreis da, ein Klecks Lieblingsfarbe in die Mitte. Fertig. Eine Pause von dem Irrsinn. Das ist doodeln für mich. Willst du ein paar Kritzelein sehen, hm?


© C. M. Hafen / Lavendel Doodle


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Aquarellversuche #10

cmh Aquarell Bodensee
© Carolin Hafen

Bodensee / Bodman

Hier ist ein weiteres Bild, dass in meinem Aquarell-Kurs entstanden ist. Ich wusste erst gar nicht, wie ich anfangen soll und habe mich dann vom Himmel über das Wasser ans Ufer gearbeitet. Vor dem Fachwerkhaus ist ein Strauch und wie üblich, weil ich es nicht besser weiß, habe ich selbigen mit harten Kannten gemalt. Das sieht dann aus wie ein Kartoffel-Stempel-Druck. Aquarell ist aber leicht und fließend und ohne scharfe Konturen. Mein Kursleiter kam dann gleich gelaufen, und versuchte mich von weiteren harten Kanten abzuhalten.

Ein Satz, den er oft zu mir sagt, lautet: „Von hell nach dunkel. Nicht umgekehrt“. Das klingt auch logisch und vernünftig, das bedeutet aber nicht, dass ich das auch umgesetzt kriege. Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich von dunkel nach hell malen will. Und dann bin ich ganz überrascht, dass es nicht klappt. Menno.

Insgesamt gefällt mir mein Werk aber sehr gut und ich finde das Ufer und die Bäume gelungen. Man sieht, dass ich besser werde, oder? Oder?

Caro

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Aquarellversuche #9

cmh_Venedig

Venedig

Jedes Jahr schreibe ich zum 1. Januar eine Liste mit Dingen, die ich schaffen will. Ein neues Buch zu schreiben (Done that – Erscheinungstermin: 22. November 2018) oder jeden Tag ein Gedicht zu lesen, um mehr schöne Worte in meinen Alltag zu bekommen. (Done that too. Ich habe die Gesamtausgabe von Ringelnatz/Diognes Verlag gelesen, aktuell begleitet mich ein Gedichtband von Heine durch den Alltag.)

Auf dieser Liste stand ebenfalls: Malen. Explizit Aquarell malen, weil ich das gerne können würde. Im Frühjahr habe ich das in der Form umgesetzt, dass ich in der Volkshochschule einen Kurs besucht habe. Schon eeewig wollte ich die Bilder, die da entstanden sind, hier zeigen. Aber ich musste/wollte/durfte zwischendurch einen neuen Roman schreiben, daher habe ich meinen Blog schändlich vernachlässigt. Ein Tag hat einfach nicht genug Stunden, und dann muss man Prioritäten setzen. Die Herausforderung einen Liebesroman zu schreiben stand dann weiter oben, als zu bloggen.

Und jetzt habe ich endlich Zeit zu zeigen, was ich im Kurs gemacht und gelernt habe. Ich muss dazu sagen, dass ich immer gern gemalt habe. Mit Bleistift und Holzstiften, hin und wieder auch mit Finelinern aller Art. Wasserfarben habe ich zuletzt in der Grundschule benutzt, und meine ersten Aquarell-Farben habe ich letztes Jahr im Herbst gekauft.

Im VHS Kurs bekamen wir ein Foto ausgehändigt und sollten einfach los legen. Wenn ich wir sage, meine ich acht Frauen im Alter von 18 bis redenwirnichtdarüber.

Ich musste einen anfänglichen Schock überwinden: „DAS soll ich zeichnen/malen? Ohne jede Vorbereitung?“ Im Nachhinein finde ich meine Reaktion bescheuert – welche Vorbereitung soll das sein? Anfangen, ohne groß nachzudenken, ist wohl die beste Methode. Also habe ich begonnen das Motiv zu skizzieren, zögerlich Farbe aufs Papier zu bringen und zu mischen um dieses Venedig-Motiv mit seinen Pastelltönen einzufangen. Mischen ist eine spannende Sache, vor allem, wenn man keine Erfahrung hat und einfach mal fröhlich zusammen panscht, was der Farbkasten hergibt. Ich bin insgesamt sehr erstaunt, über mehrere Dinge.

Einfach los legen. Das geht gut. Farben mischen macht Spaß. Das Ergebnis. Hui. Und: Der Kursleiter ging immer wieder durch den Raum, mit seinem Pinsel in der Hand, gab Tipps, beantwortete Fragen, doch das beste Ergebnis zeigte sich immer dann, wenn er mit seinem Pinsel drei Mal über mein Papier wischte und sagte: „So geht das.“

Ah ja.

Das kann man mit Worten gar nicht erklären. Um es kurz zu machen: Der nächste Kurs beginnt im November und ich bin wieder dabei.

Sag, wie findest du mein Werk, hm?

Caro

Veröffentlicht in Drawing & Art, Freitagsfoto, Leben und all das.

Freitagsfoto: Happy Bird

Der komische Vogel hier gehört noch in meine Reihe „Aquarellversuche“. Bei YouTube gibt es ja Haufenwiese Tutorials zu jedem Thema und ich bin sehr dankbar und angetan davon, wie viele Aquarell-Erklär-Videos ich finde. Es wird auch nicht langweilig. Ich weiß nicht genau woher mein Bedürfnis irgendwas mit Farbe zu machen, herkommt und ich hinterfrage das auch nicht. Es muss raus. Irgendwie. Wenn ich fertig bin, dann sieht es halt so aus.

Tadaaa.

 

~Caro

 

 

Aquarellversuche #9

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