Erlebtes

My Damian Lewis Story

Ich habe einen Beitrag für den Blog „Fan Fun with Damian Lewis“ geschrieben. Fangirling nennt man das wohl. Derartige Aktionen habe ich nicht mal mit 15 als Fan der Backstreet Boys gemacht. Aber Erwachsensein ist ja auch nur eine Option, nicht Pflicht. Daher rufe ich gleich mal zuhause an, sage irgendeinen Unsinn wie „Chill mal dein Leben, Mutter!“ und schaue wie viel Hausarrest ich aus der alten Frau raus kitzeln kann. YOLO.

 


 

Als echter Fan kennt man auch die Fan-Blogs im Netz. Früher war es noch „Damians Dominion“, heute ist die erste Adresse „Fan Fun with Damian Lewis“. Damianista fragte schon vor Monaten, ob ich nicht Lust hätte einen Beitrag für ihren Blog zu schreiben – sie hatte die tolle Idee, Fans ihre Geschichte erzählen zu lassen, wie und wann sie ein Fan von Damian Lewis wurden. Ich lehnte ab, weil ich meinen Englisch-Kenntnissen nicht traue und Angst hatte, nur unverständliches Geschwurbel von mir zu geben. Nun habe ich sie getroffen (abgefahrene Geschichte, dazu später mehr) und doch Lust bekommen, es zumindest zu versuchen.

Damian Lewis sah ich das erste Mal im Kino, das war 2003; Dreamcatcher. Das muss ich mir selber erst Mal klar machen, so lange begleitet mich DL schon. Krass. Vierzehn Jahre. Damals gab es kaum Beiträge im Netz, und nur eine kleine aber feine Fanseite. Ich habe Stunden damit zugebracht, das Netz zu durchsuchen, nach Beiträgen, Filmschnipseln, Interviews. Erst nach Dreamcatcher entdeckte ich Band of Brothers und dachte staunend: Was? Das ist der gleiche Typ? Wow.

Dreamcatcher

 

Aber der Reihe nach. Ich sah Dreamcatcher. Das Buch zum Film (von Stephen King) heißt Duddits und die Geschichte geht der Frage nach, was passiert mit einem menschlichen Bewusstsein, wenn der Körper von einer außerirdischen Lebensform in Beschlag genommen wird. Jonsey (Damian Lewis) hat ein Erinnerungslager und, was noch viel cooler ist, ein Geheimzimmer. Dorthin zieht er sich zurück. Mr. Grey übernimmt Jonseys Körper, bedient sich fröhlich im Erinnerungslager, holt sich alle Infos, die er braucht um seine Invasion voranzutreiben. Aber an Jonsey in seinem Zimmer kommt er nicht ran. Es gibt da diese Szene, Jonesy und Mr. Grey begegnen sich kurz, bevor Mr. Grey in Jonesy Körper eindringt. Ich hatte diese Szene im Trailer gesehen. Jonsey fragt: „What do you want?“. Das hat mich wahnsinnig gefesselt, angesprochen und interessiert. Ja, was will er? Ich musste diesen Film sehen!

Später im Film unterhält sich Mr. Grey (das Alien) mit Jonsey und man sieht Damian Lewis, auf einem Schneemobil fahren, und dauernd den Dialekt wechseln. Der Außerirdische klingt sehr britisch. 🙂 Ich hatte enorm viel Spaß mit dem Film. Ich mochte die Vierer-Konstellation der Jungs, die Duddits in ihre Mitte aufnehmen. Dieser Film war wie ein kleiner Stein, der in mein Bewusstsein plumpste. Mein Bewusstsein ist in diesem Fall ein kleiner, ruhiger See. Das Bild von Domino-Steinen passt an dieser Stelle nicht, weil Dominosteine nur umfallen, wenn man sie in einer Reihe aufstellt und dann ist die Richtung vorgegeben. Ein Stein, der in Wasser fällt, macht kleine Wellen in alle Richtungen, es ist an mir, zu schauen, was daraus wird. Und aus diesem Stein wurde eine Menge! Angefangen mit Reece Thompson und Giacomo Baessato. Letzterer spielte den jungen Jonsey. Beide Jung-Schauspieler erregten meine Aufmerksamkeit. Nicht in dem Maße wie Damian Lewis, aber genug um mich zu fesseln. Ich verfolge heute noch, was die beiden treiben. Leider arbeiten sie nicht in dem Maß wie Damian Lewis. Der ist ein Arbeitstier, macht Filme und Serien, spielt Theater, spricht Hörbücher, modelt noch zwischenrein und ist eine eierlegende Wollmilchsau.

Als ich ihn entdeckte, steckte ich gerade in einer wichtigen Phase meines Lebens. Ich wollte schon immer Schriftstellerin werden, aber 2003 meldete ich mich auch für ein Fernstudium an, um es endlich zu tun: Das Schreiben. Wirklich zu tun, und nicht nur darüber zu reden. Es zu tun bedeutet aber, lernen, üben, werden. Und das geht langsam. Damian Lewis wurde mir zum Vorbild. Sein Talent, sein Arbeitseifer, und der Umstand, dass er nur Sachen macht, auf die er wirklich Bock hat. Ich habe den Eindruck, bei anderen Schauspielern/Innen, dass sie machen, was sie angeboten bekommen, unabhängig davon, ob der Drehbuch-Stoff etwas taugt oder nicht, oder was noch wichtiger ist: Ob die Geschichte zu ihnen passt. Aber ich bin noch nicht fertig mit den kleinen Wellen.

Zurück zu Dreamcatcher. Ich las das Buch von Stephen King. Mein erstes King-Buch, und ich war angefixt. Auch er ist ein Arbeitstier, kreativ, voller Ideen. Ich habe kein Buch gelesen, dass mich irgendwie an ein anderes erinnerte, ich hatte nie den Eindruck, er widerholt sich. Und nach Duddits las ich ca. 20 King-Bücher hintereinander. Ich hatte eine King-Phase, angestoßen von Damian Lewis. Vielen Dank an der Stelle, weil, auf dieser Welle surfte ich direkt zum dunklen Turm. Sieben Bücher und Roland und dann: Edith. (Winkerle, an der Stelle.) Wie sehr „Der dunkle Turm“ mein Leben verändert hat, kann ich kaum in Worte fassen. Das gehört hier aber gar nicht hin.

Die Welle geht weiter. Damian arbeitete wie ein Verrückter. Und heiratete. So lernte ich auch noch Helen McCrory kennen, die mindestens so talentiert ist wie Damian Lewis. Vielleicht sogar… ach, lassen wir den Vergleich. Sie sind beide wunderbar. 🙂

Ein Fan von Damian Lewis zu sein, ist etwas Besonderes. Ich lernte tolle Leute kennen. Beispielsweise lernte ich im Netz eine Holländerin kennen, die so sehr Fan war wie ich. Bis dahin hatte ich Micky Love noch nicht gesehen, Damians erster Film, laut Imdb, in dem er eine winzige Rolle hatte. Die Holländerin schickte mir ihre Videokassette mit dem Film drauf. (Erinnerst sich irgendwer an VHS?) und ich schenkte ihr meine DVD von Posh´s & Becks Big Impression. Später freundete ich mich mit einer Amerikanerin an, die mir die Serie Life auf DVD aus Amerika schickte. Region Code 1. Konnte ich auf dem Computer anschauen und verärgert feststellen, dass bei der deutschen Variante der Serie die komplette Musik geändert wurde. Als die DVD-Box (Wucher!) in drei Teilen für teuer Geld in Deutschland erschien, hatte DL schon wieder eine andere Synchronstimme als bsp. bei Band of Brothers oder Warriors. Die US-DVD-Box ist mir die Liebere, weil der Soundtrack besser ist. Jedenfalls. Ich habe heute, bis auf wenige Ausnahmen (Bsp. Life Force) alles von und mit DL gesehen. Und da waren tolle Sachen dabei. Brides, oder The Situation, als Beispiel. Homeland oder Billions sind großartige Serien, die ich mit Genuss und Spannung sehe, aber etwas wie Foryste Saga ist eine ganz andere Hausnummer. Soames, mein Gott. Loving the bad guy!

Ich habe beschlossen Schriftstellerin zu werden. Ich glaube, da war ich gerade mal sieben Jahre alt. Der Weg hier her war lang. Ich musste anfangen, scheitern, dran bleiben, besser werden und mir überlegen, was ich will, was ich nicht will, (es ist viel mehr als die Frage Ernsthaft oder Unterhaltung) und ich brauchte Vorbilder bei dieser Reise. (Ich habe genug schreibende Vorbilder, keine Sorge.) Ich habe Damian Lewis zugesehen, was er macht, und die Ausschläge nach oben und unten bemerkt. Das er Your Highness gemacht hat, verstehe ich bis heute nicht. Es ist ein dummer Film, wirklich schlimm. Ich vermute, er hat eine Wette verloren oder jemand hat kompromittierende Fotos von ihm, keine Ahnung. 😉 Und dann hat er Sachen gemacht wie Keane. Wer ein Fan von DL ist und Keane nicht gesehen hat, der hat auch keine Ahnung, wozu der Mann in der Lage ist! Dank Keane gibt es Homeland.

Als ich Homeland sah, dachte ich: Endlich mal eine Serie/Storyline, die seinem Können gerecht wird. Endlich kann er mal einem großen Publikum zeigen, was er kann. Keane war nicht (kommerziell) erfolgreich, sollte es IMAO aber sein. Keane vermittelte mir den Eindruck, dass DL macht, wozu er Lust hat, weil er es kann. Etwas, dass ihn reizt, weil es eine gute Geschichte ist. Geld und Ruhm sind Dinge „Nice to have“ aber nicht Hauptpriorität. Zumindest ist das mein Eindruck.

Das waren eine Menge Wellen bis hier her. Lange nicht alle. Was ich sagen will, ist denkbar einfach. Ich bewundere sein Talent, sein Können, seinen Arbeitseifer. Die letzten 14 Jahre hat er ein tolles Projekt nach dem anderen gemacht. Und immer wieder eins drauf gesetzt. Besser, noch ein bisschen besser. Und daneben gab es keine Skandale, kein Ausflippen, wie manch ein Hollywood-Sternchen, das weit weniger geleistet hat, vor dem Ausflippen. Bei ihm gibt es keine Drogen-Geschichten, keine peinlichen Schlagzeilen, nicht mal Arbeitspausen. Er macht sein Ding.

Und nun war ich in London und habe The Goat gesehen. Er kann sich ja gar nicht vorstellen, was es mir bedeutet, ihn live zu sehen, auf einer Bühne. Fernsehen und Film, das ist ja alles gut, schön, und richtig. Aber eine Bühne, sechs Tage die Woche, monatelang. Das ist Handwerk, „richtige“ Arbeit. (Nicht falsch verstehen, schauspielern IST Arbeit. Doch eine verpatzte Szene vor einer Kamera lässt sich wiederholen. Hoch konzentriert zwei Stunden abliefern, jeden Abend gleich gut, das ist etwas anderes!)

Am Ende des Abends ging ich zur Stage Door. Englisch ist nicht meine Muttersprache, und man sieht mir das nicht an, aber ich bin schüchtern. Ja wirklich! Ich ging da hin, für ein Autogramm, vielleicht noch ein Selfie. Das ist eigentlich bescheuert. Eine absurde Situation. Aufgeregt da rum zu stehen, einen Fremden um ein Bild zu bitten, mitten unter zwanzig Frauen, die hysterisch schreien „I love you!“. Das fand ich mit 15 bescheuert, bei den Backstreet Boys, ich finde es heute bescheuert und wollte es doch. Kein Mensch käme auf die Idee bei seinem Lieblingsbäcker nach Feierabend an der Tür zur Backstube zu stehen, um sich ein Brötchen signieren zu lassen. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass er auch nur ein Mensch ist, mit Idolen, und bestimmt ebenfalls schon jemanden aufgeregt nach einem Autogramm gefragt hat. Jedenfalls.

Ich habe das Stück vorher gelesen. „The Goat – Or who is Sylvia?”. (ACHTUNG SPOILER). Ich hätte ihm das gerne gesagt. Das ich vorbereitet war, und wie sehr mir das Stück gefällt. Die Tradition, in der Edward Albee das Stück geschrieben hat, ist ca. 2000 Jahre alt. Die Idee ist nicht neu, Mann und Ziege meine ich. Auch nicht eine verfahrene Situation zu zeigen, in der ein Mann sich so sehr in die Scheiße geritten hat, dass es kein zurück mehr für ihn gibt. Die Ziege muss sein – als Bild, als krasses Bild das Martin abgibt: „Ich donnere mit einer Abrissbirne in mein Leben!“. Man kann verheiratet sein, mit Kind, erfolgreich im Job, samt bestem Freund und allem drum und dran, und doch: allein.

Mitten drin treffe ich Damianista. Auch absurd, die Welt ist klein. Ich frage sie via Twitter:

„Where ist he stage door, I can´t find it.“

Und sie: „Are you there? Today?“

„Yes“.

„Me too!“

Meine beste Freundin, ich und Damianista. Von Links nach rechts.

 

Und so trafen wir uns. Wir, Alice und ich, saßen auf Platz C7 und C8. Damianista, mit ihrem Mann auf Platz C5 und C6. Ich verfolge ihren Blog seit über 2 Jahren. War das Schicksal? Ich weiß es nicht, aber ich bin dankbar für einen großartigen Abend, für eine neue, tolle Bekanntschaft. Es sagt sich so leicht: Nice to meet you. Ja, wirklich. Manchmal ist es so leicht.

Ich sitze also da, sehe zu, wie Martin und Steve sich anbrüllen. Ich weiß nicht, ob ich je einen Streit zwischen zwei Menschen sah, so konsequent ausgetragen, bis zum Schluss. Speichel spritzt umher, wie die Wut und die Emotionen und das Geständnis: „Ich bin so allein!“ Martin rechtfertigt sich nicht, er redet sich nicht heraus. Aber er will verstanden werden. Von seiner Frau, dem Sohn, dem besten Freund. Immer wieder bettelt er darum: Versteh mich doch!

Stevie versteht es. Sie versteht es wirklich. Sie bringt die Ziege um. „Du hast gesagt, dass sie dich liebt. Also muss sie weg!“.

Ich sitze da, angespannt, traurig, begeistert. Ich weiß nicht, wen ich zuerst bemitleiden soll, die ganze Situation ist unfreiwillig komisch. Das Lachen befreit, anders hält man es nicht aus.

Das hätte ich alles gern gesagt. Stattdessen: „Darf ich ein Foto mit dir machen?“

Das musste reichen. Mir reicht es.

Aber er hat keine Ahnung.

 

© Carolin Hafen

London is my happy place. Damian Lewis is my favorite actor. And now I got this. A great day ended with this pic. I am so happy. Thank you!

 

~Caro

 

Link-Liste:

2010 – The Misanthrope

2015 – American Buffalo

20016 – Damian made my day

Alles von Damian Lewis – eine Liste von Caro

 

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London – The Goat

© Carolin Hafen – Theatre Royal Haymarket

Tag 1

 

Theaterstück: The Goat – Or who is Sylvia?

Autor: Edward Albee

Personen: Martin, 50, Architekt

Seine Frau Steve, sein Sohn Billy, der beste Freund Ross.

(Damian Lewis / Sophie Okonedo/ Archie Madekewe / Jason Huges)

 

© Carolin Hafen – Poster Damian Lewis

Achtung; Spoiler

Das Theaterstück „The Goat“ war der eigentliche Grund für meinen London-Urlaub. Ich mag das ja, das Theater an sich. Eine Geschichte erleben, nicht nur ansehen. Wenn dir vor Aufregung das Herz in den Ohren pumpt, dann ist es richtig. Ich habe im Oktober letzten Jahres die Karten dafür gekauft und den Rest drum herum geplant. Wenn ich mitkriege, dass Damian Lewis wieder auf einer Bühne steht, muss ich hin und mir das ansehen. (So geschehen mit „The Misanthrope“ und „American Buffalo“.) Ich habe dieses Mal sogar noch eine tolle Bekanntschaft gemacht und einen Beitrag für den Blog „Fan Fun with Damian Lewis“ geschrieben. Der Beitrag geht in zwei Wochen online, ich verlinke das dann. (Update: Link) Aber ich möchte noch gesondert von dem Theaterstück berichten.

Ich las das Stück im Vorfeld, um schon vorher zu wissen worum es geht. Meine Englisch-Kenntnisse halte ich für Okay, nicht herausragend, aber okay. Das Problem: Meiner Erfahrung nach sind die Dialoge in einem Theaterstück wahnsinnig schnell. Auf der Bühne erzählte Geschichten haben ein anderes Tempo als Filme und Serien. (Ausnahmen bestätigen die Regel. Zum Beispiel „Warten auf Godot“) Und wenn Gespräche ein bestimmtes Tempo haben, komm´ ich nicht mehr mit. Ich wollte das Stück auf Deutsch kaufen, scheiterte aber kläglich. Eine englische Ausgabe des Buches wäre zu spät bei mir angekommen, also musste das eBook her. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass meine Kindle-App zwei tolle Dinge anbietet: Wenn ich ein Wort nicht kenne, kann ich mir die Übersetzung durch antippen, anzeigen lassen. Das begeistert mich sehr, weil es schnell und unkompliziert geht. Und dann stieß ich auf das Wort „Eumenide“ und konnte mir sogar Bedeutung und Synonyme anzeigen lassen. Geilo. Schöne neue Welt. Du siehst, ich lese selten eBooks, noch seltener fremdsprachige Bücher. Aber wenn das so einfach ist, sollte ich das überdenken. Jedenfalls.

Ich wusste worum es geht und konnte mich auf das Schauspiel konzentrieren. Wie erwartet hatten alle vier Darsteller ein irrsinniges Tempo drauf, die Wortgefechte waren ein Sturm an Emotionen. Aber worum geht´s?

© Carolin Hafen

Martin hat Geburtstag, er wird 50. Seine Ehe läuft gut, er war nie untreu, der Sohn ist halbwegs gut geraten, im Job ist er sehr erfolgreich. Alles supi soweit. Und doch ist er unglücklich, einsam, er weiß selber nicht so genau, was ihn umtreibt. Aber er ist schon über den Punkt hinaus, zurück zu können, alles noch mal zu überdenken. Martin hat eine Affäre mit einer Ziege. Ja, richtig gehört. Er fährt mit der Abrissbirne in sein Leben – und sieht ganz erstaunt dabei zu.

In einem Wortwechsel, nebenbei, fast im Scherz gesteht Martin seiner Frau Steve, dass er eine Affäre hat. Mit Sylvia, einer Ziege. Steve nimmt ihn nicht ernst, lacht ihn aus. Dann kommt Ross ins Spiel, der beste Freund. Auch ihm sagt Martin, was mit ihm los ist, und Ross flippt ziemlich aus. Während sich Martin darüber sorgen macht, was das mit seiner Frau, seiner Familie macht, treibt Ross der Gedanke um: Was, wenn das heraus kommt? Ross schreibt einen Brief an Steve (ziemlich feige, wie ich finde) und sagt Steve, was mit Martin los ist. Und dann knallt es natürlich. Steve ist erschüttert, weil ihr klar wird: „Er hat es mir gesagt. Das ist kein Scherz!“ Der Konflikt teilt sich, für mich, in zwei Ebenen. Auf der einen Seite ist da Billy, Martins schwuler Sohn. Martin gibt sich tolerant, stichelt aber immer wieder, es ist klar: So tolerant ist er gar nicht. Nun will er aber Verständnis für seine absurde Situation. Billy hat aber absolut kein Verständnis, und sieht zu wie sein Leben auseinander bricht.

Und dann ist da Steve, die bis zu diesem Punkt ein gutes Leben geführt hat, eine treue Ehefrau war und dachte in Martin einen Partner zu haben, der ihr nie wehtun würde. Sie stellt Martin zur Rede, sie will den Streit austragen, bis zum bitteren Schluss. Mit jedem Geständnis und jedem Detail von Martin, schlägt sie einen Teil ihrer Einrichtung kaputt – sinnbildlich für ihr Seelenleben, ihre Ehe. Es ist klar, es gibt kein Zurück. Man kann Fehler machen im Leben, manchmal kommt man damit durch, es ist möglich zu verzeihen. Die Ziege ist aber ein riesengroßes Nein.

Steve und Martin fechten das aus, schreien und gehen sich an die Gurgel, es kann nicht sein, es darf nicht sein. Doch Martin findet nicht, dass er etwas Falsches getan hat, nichts wofür er sich schlecht fühlen müsste. Sich zu Schämen fällt ihm gar nicht ein. Er ist überzeugt: Sylvia liebt ihn. Die ganze Situation ist völlig absurd, unfreiwillig komisch. Und während sie streiten, Steve und Martin, sieht man deutlich: Sie waren und sind eigentlich immer noch ein gutes Team. Immer wieder scheint durch, die letzten 22 Jahre waren keine Lüge, ihre Ehe war echt, sie war gut. Und trotzdem fehlt Martin etwas, dass er bei Sylvia findet.

Am Schluss rennt Steve davon, aber der Streit geht weiter, mit Billy und Ross. Martin bezeichnet seinen Freund als Judas, weil der ihn verraten hat. (Dabei hat er die Affäre ja selbst schon gestanden, es wäre so oder so heraus gekommen.) Und Billy erklärt seinem Vater, dass ihm klar ist, was für ein gutes Leben er hatte, wie viel Glück mit seinen Eltern, die er liebt. Wirklich liebt. Und dann wird es wieder absurd, weil auch Billy einen Fehler begeht. Ohne Zeugen wäre es keine große Sache, nichts, das Konsequenzen hat: Billy küsst seinen Vater. Doch Ross sieht es. „Seit ihr eigentlich alle völlig verrückt?“

Nein, eigentlich nicht. Billy rechtfertigt sich (was Martin die ganze Zeit über nicht getan hat.) Billy sagt, er sei verwirrt, er ist 17 und denkt nur an Sex. Er würde mit jedem schlafen wollen, egal wer. Das schließt seinen Vater mit ein. Er tut es natürlich nicht (Sie tun es nicht miteinander), aber wollen würde er schon. Ross ist völlig von der Rolle. Martin hat Verständnis für seinen Sohn.

„This Boy loves me. I hurt him, but he still loves me.”

Hätte Ross sie nicht gesehen, sie würden auseinander gehen, nichts passiert, vergiss es. Es hat keine Konsequenzen. Wie gesagt, für Ross ist das Schlimmste „Was, wenn das raus kommt? Denk an dein Image!“ Martin ist mit der Frage beschäftigt „Wieso versteht mich keiner?“

Und in dieses Chaos hinein kommt Steve zurück. Sie hat die Ziege getötet.

„Du hast gesagt, dass sie dich liebt, gleichwertig, wie ich. Also musste sie weg.“

Vorhang zu. Es steht jetzt jedem offen, sich Gedanken zu machen. Ob diese Tat die Tür geöffnet hat, für ein Zurück – oder eben nicht. Martin hat Steve zerstört. Sie sagte „Wenn du mich zerstörst, nehme ich dich mit.“ Quasi Auge um Auge. Nun sind sie quitt!?

 

 

Es war der Wahnsinn. Klug, unfreiwillig komisch. Provokant und großartig. Intense.

 

Autogramm Damian Lewis

Durch den Seitenausgang landete ich direkt vor der Stage Door. Es waren nur wenig Leute da. Vielleicht zehn. Ich finde das nicht viel, und hätte mehr erwartet. Ich ergatterte ein Autogramm von den Darstellern (Sophie Okonedo ist blitzschnell weg, ihre Unterschrift fehlt leider in meinem Booklet). Und dann stand er da, mein Lieblingsschauspieler, der schon seit 14 Jahren Teil meines Lebens ist. Er weiß es nur nicht.

Wie ein Groupie dazustehen, einen Fremden um seine Unterschrift und ein Foto zu bitten, ist sehr absurd, surreal irgendwie. Ich fragte mich kurz, was ich hier eigentlich mache. Ich hatte nicht viel Zeit nachzudenken, stand plötzlich neben ihm blitzdings und das Foto ist fertig, doch mein Verstand war weg. Ich weiß gar nicht genau passiert ist, aber dem Foto sieht man meine Verwirrung an, während er wie immer tippi-top aussieht. Profi eben. Ich atmete kurz durch, schaute, was die anderen machten. Unterschrift, Foto, nächster. Einer stach (für mich) heraus. Muttersprachler, das ist wohl der Trick.

Da war ein Typ, auch Brite, charmant bis unter die Schuhsohlen. Sinngemäß sagte er zu Damian, dass seine Frau ein großer Fan von ihm sei, was für ihn unheimlich schwer auszuhalten ist. Und ob er nicht ein Foto kriegen könnte, für den Erhalt seiner Ehe, und ob es den wirklich sein müsse, dass er so ein toller Typ ist. Ob er wenigstens Schnarchen würde, oder irgendeinen Makel hätte… Es war unheimlich lustig wie die zwei Männer sich unterhalten haben, während sie da stand und ihn anhimmelte.

 

© Carolin Hafen – mit Damian Lewis. Yay!

Damian Lewis wirkt auf mich, wie jemand, der die ganze Sache mit dem Ruhm nicht zu ernst nimmt. Down to earth, schätze ich. Weil berühmt sein, ist wie reich sein bei Monopoly. Das Spiel funktioniert nur mit der richtigen Währung. Zuhause angekommen fragt mich ein Kollege, der mein DL-Foto auf Facebook gesehen hat: „Wer ist denn der Typ da?“

Ich antworte: „Damian Lewis.“

Er: „Muss man den kennen?“

„Band of Brothers? Homeland? Billions?“, frage ich zurück.

Er zuckt die Schultern. „Du siehst sehr glücklich aus.“

Damit war das Thema erledigt.

 

Damian Lewis schreibt Autogramme

 

 

Link-Liste:

 

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London – Sky Gardens

Tag 1

 

© cmh_Sky Gardens

 

Es gibt einige Plätze in London, die eine tolle Aussicht bieten. Breathtaking, würde der Engländer sagen. Und ich mag es den Überblick zu haben, so wie ich es mag Dinge zu durchschauen. Da spielt ein gewisses Maß an Arroganz mit, Überheblichkeit steckt auch in dem Kuchen drin, aber vor allem: Den Überblick haben. Ich mag die Weite des Himmels, das Erkennen von Details, wie manches ganz klein wird in der Ferne, weniger beängstigend und gleichzeitig wie die Größe der Welt mich still werden lässt, in meiner kleinen Bedeutungslosigkeit. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil. Manchmal rückt mir das den Blick zurecht, wenn ich mich zu wichtig nehme. Ich mag Leuchttürme und hohe Gebäude, ich mag Hügel mit Aussichtspunkten ins Tal, ich mag Seilbahnen und wenn mein Magen robuster wäre, würde ich sogar das Fliegen mögen. Und weil das alles so ist, habe ich schon zwei Runden mit dem London Eye gedreht, war auf dem Primrose Hill und habe mich nicht eingekriegt vor Glück angesichts der Skyline meiner Lieblingsstadt. Ich war auch auf dem Parliament Hill, aber dazu später mehr. (Siehe Hampstead Heath).

In Vorbereitung auf meinen London-Trip habe ich mir diverse YouTube Videos angeschaut. Ich liebe es, Leuten dabei zuzuschauen, wie sie durch die Stadt gehen und Fotos ihrer Lieblingsplätze machen, wenn sie mir Ecken zeigen, in die sich normalerweise keine Touristen verirren, wenn sie mir vermitteln: Das ist London, so lebt man hier. Und so stieß ich auf ein Video vom Sky Garden. Der höchste öffentliche Park Londons. Da musste ich hin!

Auf der Webseite kann man circa drei Wochen im Voraus seinen Besuch planen. Datum und Time Slot auswählen und los geht´s. Die Party ist kostenlos. London ist die teuerste Stadt der Welt und ich bin Schwabe, wenn das kein schlagendes Argument ist! Ich habe mir 13.30 Uhr ausgesucht, in der Schlange am Eingang darf man sich maximal 15 Minuten vorher anstellen. Ich war natürlich zu früh, und dachte ich müsste zeitig da sein um die Wartezeit mit einzuplanen, damit 13.30 Uhr auch klappt. So nutzte ich die Zeit um einmal um den Block zu laufen, das tolle Wetter zu genießen, Touristen und Londoner gleichermaßen anzuglotzen. Die kann man gut voneinander unterscheiden: Die Londoner haben prinzipiell weniger an, weil Sonne. 😉 Es hat jede Menge Geschäfte drum herum, viele saßen auf dem Mäuerchen vor dem Gebäude und aßen ihr Mittagessen aus Plastik-Schalen mit Plastik-Besteck. Auch etwas, das mir aufgefallen ist: Der Müll, der tagtäglich in Massen produziert wird. Klar, die Leute haben Hunger, die fahren nicht extra heim, und ich nehme an die wenigsten Bürogebäude verfügen über eine Küche oder Kantine. So sitzen sie draussen in der Sonne, mit hochgekrempelten Hemdsärmeln, mit einem Kaffeebecher neben sich, und dem vielfältigen Angebot von EAT in der Hand. Lecker ist das, aber nicht besonders umweltfreundlich.

© Carolin Hafen – 1 Sky Garden Walk

Der Sky Garden wird sehr gut organisiert. Dank der Time Slots befinden sich in etwa immer gleich viel Leute im Gebäude und man tritt sich nicht gegenseitig auf die Füße, weil so viel los ist. Meine Wartezeit betrug dann exakt 15 Minuten. Natürlich musste ich erst an der Sicherheitskontrolle vorbei. Inhalt des Rucksacks zeigen und durch den Metalldetektor. Es gab noch eine kleine Diskussion wegen meinen Schweizer Taschenmesser, dass ich immer in der Hosentasche habe. (Ein recht´s Mädle hot immr a Messr im Sack. – O-Ton des Vaters.) Ich durfte trotzdem und mit dem Mini-Taschenmesser hoch in den 35. Stock. Die Aussicht ist, ja wirklich: Breathtaking. Man kann das Gebäude an sich ja hässlich finden, aber ist man erst oben, wird das sehr nebensächlich. Es gibt eine Aussenterrasse, der Wind pfeift einem um die Ohren, während man Fotos macht und es ist herrlich. Im Vorfeld hatte ich mich gefragt, ob man einen 360° Blick hat, oder „nur“ die eine Aussicht zur Themse hin. Also ja, man kann einmal komplett die Runde machen, London in alle Himmelsrichtungen fotografieren, an den Scheiben stehen Hinweise, welches Gebäude wo zu sehen ist. Die Palmen, der ganze Garten vermitteln tropische Gefühle und ich dachte sehnsüchtig „Hier, in einem dieser Restaurants hätte ich gern mal ein Date mit jemandem, der mir Herzklopfen verursacht.“

 

© Carolin Hafen – Aussichtspunkt

 

 

Die beste Freundin organisierte uns derweil Getränke, und einen Sitzplatz neben der Bar fanden wir auch. Keine Reservierung nötig. Rundum hat es Tische, aber auch Sofas und richtige Chill-out-Ecken zum rum lümmeln. Ich könnte hier prima lümmeln, mit einem Buch, einer Cola und viel Zeit. Das hätte viel Schönes. Wie gesagt, es war nicht völlig überfüllt, und die kleinen „Hotspots“ zum Fotos machen laden zum Small Talk ein. Ich weiß nicht, für wie viele Menschen ich das Fotografieren übernommen habe. (Ich mache das sehr gerne!). Ständig drückte mir jemand eine Kamera oder ein Handy in die Hand: „Machst du bitte ein Bild?“

Klar! Amerikaner, Deutsche, Chinesen. Alles dabei. Irgendwem habe ich dann meine Kamera in die Hand gedrückt, einer Chinesin bin ich in ihre Aufnahme (vermutlich YouTube-Reiseblog) reingeplatzt. Wir haben gekichert. Alles sehr entspannt, ein bisschen Small Talk hier und da. Die Getränke waren bezahlbar und der Mittag viel zu schnell um.

Wenn du nach London kommst, schau´s dir an, es lohnt sich.

 

 

Linkliste: 

Projekt Schreibbude im Mai 2017

Das war sie, die erste Schreibbude der get shorties Lesebühne. Mit dabei waren: Ingo Klopfer, Rainer Bauck, Jörg Kaier, Carolin M. Hafen und als Gastautorin: Lotte Römer. Weiter geht´s am 17. Juni 2017

 

Alle fleißig bei der Arbeit!

 

Schreibbuden-Auftrag

 

 

 

In der Stadtbibliothek hat man tolle Bücheraussichten!

 

Aussenansicht

 

Caro bei der Arbeit

 

Das Projekt!

 

Lesung bei Grimms

Letzte Woche durfte ich in der Buchhandlung Grimms lesen & Genießen aus meiner Drachen-Saga vorlesen. Das ist aus zwei Gründen sehr toll. Grund Nr. 1 ist offensichtlich. Grimms ist ein Ort zum Wohlfühlen, und normalerweise stöbere ich als Leserin durch den Laden, nehme Bücher in die Hand, studieren Klappentexte und freue mich an der tollen Atmosphäre.

Nr. 2: Als Autorin da zu sein, ist aber auch nicht schlecht.
Besucher einer Veranstaltung kaufen sich eine Eintrittskarte – was mich ganz grundsätzlich beeindruckt: Menschen, die sich gegen den Fernseher entscheiden, um zu einem Konzert, Theaterstück oder eben zu einer Lesung zu gehen. Jedes Mal, wenn ich da vorne stehe, kann ich es nicht fassen: Die kommen wegen mir. Hui.
Also, sie kaufen sich ein Ticket und bekommen dafür zwei Stunden Auszeit. Eine Pause vom Alltag und im besten Fall eine neue Welt, eine neue Perspektive. Bücher machen den Kopf auf. Einer der Grunde, warum ich mich so gerne mit Buchstaben beschäftige, aber ich schweife ab.

Mir geht es ähnlich. Ich schreibe ein Buch, und dann darf ich so tolle Veranstaltungen machen, Leute kennen lernen, vorlesen und über meine Lieblingsbuchstaben reden: Leotrim. Das ist meine Pause vom Alltag, meine Auszeit.
Donnerstag durfte ich also bei Grimms aus allen drei Büchern lesen, ein bisschen erzählen, wie das Buch entstanden ist, wie aus einer Idee in meinem Kopf eine richtige Geschichte wird. Vielen Dank! Für die Möglichkeit dazu, für die Aufmerksamkeit, das ehrliche Interesse.
Gerne wieder.

PS: Besten Dank an Alice für die Fotos.

 

 

Frankfurter Buchmesse 2016

messeturm

Messeturm

Langsam aber sicher tauche ich wieder auf. Messetage verschlucken einen Buchmenschen komplett, wie ein großer Wal – man fühlt sich auch ganz verdaut, wenn man endlich nach Hause fährt. Vor der Messe war meine Aufregung groß, ich freute mich wie Bolle auf den gemeinsamen Tag mit Lotte Römer, ich stöberte tagelang durch die Buchmesse-App um mir einen Plan zu machen, wen und was ich alles sehen wollte. Lotte machte es ebenso, dauernd schickten wir uns Nachrichten; Das noch. Und das auch! 

Ein Tag schien zu kurz (objektiv betrachtet ist ein Tag auch zu kurz) um alles zu machen, was dann auf dem Plan stand. Hinterher, am Abend krabbelte ich auf allen Vieren auf mein Bett zu, ich hatte keine Worte mehr übrig (davon ausgehend, das eine Frau ca. 7000 Wörter am Tag schwätzt, hab ich am Freitag bestimmt das dreifache geplappert) und schloss meine Augen in dem Augenblick, als mein Kopf auf dem Kissen zu liegen kam. Das besagtes Kissen auf dem Boden lag störte mich dabei nur wenig – ich schaffte es nicht aufs Bett und Lotte war so lieb mich zuzudecken, da unten auf dem kuschligen Teppich.

Sie kommentierte es schlicht: Ich bin ganz Banane im Kopf. Sie hat Kinder, sie meint also die matschige, sehr reife Sorte.

 

buchmesse-gruesse

Buchmesse-Grüße

Was war passiert? In unserer Euphorie standen wir Punkt 9 Uhr vor den Messetoren, wir hatten schließlich eine Mission. Lotte wollte Frau G. treffen, ich wollte zum Stand des BvjA um ein paar Vereins-Kollegen, die dort den Stand betreuten, Hallo zu sagen. Schon da zeigte sich ein Problem. Weite Wege, viele Hallen, Leute und noch mehr Leute. Es ist wirklich schön in jedem Gang eine Facebook-Bekanntschaft zu treffen, die man bisher nur digital und lesend kennt, und nun endlich mal in Natura anschauen kann. Mit Handschlag und allem drum und dran. Aber weit kommt man da nicht. 😉 Und mein Plan stellte sich als blödsinnig raus, weil ich nicht bedacht hatte, dass Veranstaltung X in Halle 3.0 statt findet, während ich Freund B. in Halle 4 treffen wollte. Es wurde ein wildes hin und her, mit viel Geplauder und In-die-Arme-Laufen zwischen den Hallen.

Letztlich haben wir aber alle Leute getroffen und alle Lesungen/Vorträge besucht, die wir auf der Agenda hatten. Mein Highlight war Carolin Emcke, die über ihr neues Buch „Gegen den Hass“ sprach. Ich bin ja ein schlauer Mensch, ich habe das Buch schon vor der Messe gekauft, allerdings daheim liegen lassen, deshalb konnte ich mir kein Autogramm holen. Ich wollte Frau Emcke schon anmuffen, dass sie auf ihrer Lesereise nicht nach Süddeutschland kommt – vorher checkte ich noch ihre Termine. Tübingen und Stuttgart. Gut, dass ich nicht gemufft habe. Ich komme noch zu meinem Autogramm.

Carolin Emcke im Gespräch

Carolin Emcke im Gespräch

 

orbanism

Orbanism Space

 

Jedenfalls. Ich war auch bei einem Papyrus-Vortrag. Das wäre soweit auch gut gewesen, schließlich liebäugle ich damit mir diese Software zu kaufen. Allerdings ist der Geräuschpegel in den Hallen irrsinnig laut. Die kleinen Bühnen überall, mit Hockern und Soundanlage haben es schwer gegen diesen Geräuschpegel anzukommen, der Betrieb drum herum läuft ja weiter. Menschen kommen, setzten sich, plappern, stehen auf, gehen wieder. Ich hatte wirklich Mühe dem Vortrag zu folgen und werde mich wohl anderweitig damit beschäftigen (mit einem YouTube-Tutorial o. ä.) bevor ich mich zum Kauf entscheide. Der Buchmesse-Beitrag hat nun nicht wirklich weiter geholfen. Schade.

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Am Stand vom BvjA

Wir hatten einen wirklich schönen Tag, der proppenvoll war mit Gesprächen, Eindrücken und viel Input. Ich halte mich nicht für einen schüchternen Menschen, auf den Mund gefallen bin ich auch nicht und trotzdem dachte ich zwischendurch „Ich hätte gern mehr Mut“. Da liefen viele Buchstaben-Menschen herum, die ich „kenne“ im Sinne von verfolgen. Twitter, Facebook, Blogs. Ich lese still mit, ich schreibe selten Kommentare. Bei vielen wäre ich gern, mit Mut, hingegangen und hätte gesagt: „Ich lese, was du schreibst. Mir gefällt was du machst.“ Und dann hätte ich mich umgedreht und wäre gegangen. Mehr will ich gar nicht. Bei Mara Giese habe ich es gemacht, das war eine sehr nette Begegnung. Bei Stefan Mesch hat es sich nicht ergeben. Vielbeschäftigter Typ. 😉 Bei Zoë Beck habe ich mich auch noch getraut, bei vielen anderen Bloggern aber nicht. Seltsam. Als wenn ein Kompliment etwas Schweres wäre.

 

 

 

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Annabell Benn und Lotte Römer

 

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Caro ist ein Nerd

Jedenfalls. Nach der Messe hatte ich noch weiteres Programm. Am Samstag las mein Kollege Wolfgang Kirschner in Balingen. Wir sind seit Jahren befreundet, was er schreibt, lese ich und wenn er irgendwo liest, geh ich da hin. So einfach ist das. Und wenn ich eine seiner Kolumnen tatsächlich ein zweites, drittes Mal höre, kichere ich immer noch darüber. Wie die Lesung war, kann man hier nachlesen. 

Am Sonntag stand ich früh auf (für meine Verhältnisse) obwohl mir die Messe noch in den Knochen steckte, ich fühlte mich immer noch wie zerkaut und verdaut. Das Kulturzentrum Merlin in Stuttgart feierte seinen 33sten Geburtstag. Da darf die get shorties Lesebühne natürlich nicht fehlen. In der kleinen Besetzung (Ingo Klopfer, Rainer Bauck und ich) machten wir insgesamt vier Lesungen. Aber bevor ich mich selbst auf die Bühne im Flaschenkeller setzte, lauschte ich noch Maximilian Buddenbohm. Wieder ein Blogger, ich lese die Herzdamengeschichten sehr, sehr gern. Er hat so einen Humor, den ich schätze – nie unter der Gürtellinie, mit einem liebevollen Blick auf das Leben und die Söhne. Ich saß zwischen all den Eltern mit ihren Kindern, kicherte über den Alltag der Buddenbohms und fühlte mich wohl. Anschließend kaufte ich mir ein Buch und ließ es mir auch signieren. Ich weiß nicht genau warum, aber ich mache das wahnsinnig gern – in meine Bücher hinein schreiben, wann & wo ich sie gekauft habe – letztlich schreibe ich sogar hinein, wann ich sie gelesen habe. Ich mag Autogramme von Autoren in meinen Büchern. Das gibt mir ein Gefühl von Nähe.

Sobald mich der Wal wieder ausgespuckt hat, arbeite ich an eigenen Texten. Schließlich brauche ich eine neue Kurzgeschichte für den 19. November.

Wir lesen uns!

~Caro

 

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Wörtchenbude!

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Wir Autoren der get shorties Lesebühne waren wieder in Ludwigsburg. Die Stadtbibliothek lud zum Tag der offenen Tür und zum „9. Ludwigsburger Literaturfest“ ein. Wir veranstalteten (wie schon letztes Jahr) die „Wörtchenbude“. Wir haben echt geschuftet und viele Texte an den Mann gebracht. An die Frau auch. Und an ein paar Kinder. Es wurden Liebesgedichte gewünscht, ein Märchen mit Zentauren, ein Text zum Thema „Let´s have a party“. Aber auch die Limericks waren sehr gefragt, Jörg und Jole schrieben sogar einige Haikus. Um Aliens sollte es gehen, oder um das Thema Schuld. Es war also ziemlich viel dabei. Wir hatten echt Spaß.

Eine Frau fragte „Was soll das? Die Schreibmaschinen, dieses Retro. Wozu?“

Ich sagte „Weil es Spaß macht.“ Das reichte ihr als Antwort nicht. Ich musste mir also etwas mehr mühe geben. Ich arbeite nun schon über dreizehn Jahre an eigenen Texten. Davor redete ich gern darüber Schriftstellerin zu sein, aber wirklich angefangen habe ich erst 2003. Damals noch mit Papier und Stift, obwohl ich im Jahr 2000 meinen ersten Computer bekommen habe. Muss man sich mal vorstellen… während meiner Schulzeit hatte ich kein Handy, keinen PC, ich habe meine Hausaufgaben, Hausarbeiten und meine Arbeit für die Theater-AG mit einem College-Block und einem Lamy-Füller gemacht. Für mich hat das was sehr ursprüngliches, noch heute habe ich den Eindruck, näher am Wort zu sein, wenn ich von Hand schreibe. Natürlich ist es bequem am PC zu arbeiten, ich habe auch ein Tablet, unterwegs tippe ich Ideen und Entwürfe ins Handy. Oft kommen mir Nachts die besten Ideen, da mache ich kein Licht an, ich setzte mich nicht hin, schreibe ordentlich, was mir so im Kopf herumschwirrt. Nein, ich tippe wild auf dem Smartphone herum, gerne mal tausend Wörter. Und dann schlafe ich selig. Das ist alles praktisch, gut, hat sich bewährt. Trotzdem. Ich fühle mich als „Wortwerkerin“, mit einem Stift, einem Notizblock, einem Wörterbuch. Dann bin ich ganz bei mir, dann kommt mir der Satz „Ich bin Schriftstellerin“ leicht über die Lippen. Eine Schreibmaschine hat für mich einen ähnlichen Effekt. In der 8. Klasse habe ich die Schreibmaschinen-AG in der Schule besucht. Ein Jahr lang. Das 10-Finger-System kann ich heute noch nicht – Herr B. konnte es mir nicht beibringen. Was an mir und meiner Legasthenie liegt, nicht an seinen Lehrmethoden. Er hat versucht uns Rhythmus beizubringen. Er gab uns jede Woche neue Aufgabenblätter, die Welt der Wörter wurde von Woche zu Woche großer. Erst vier Buchstaben, dann sechs, dann acht und so weiter. Er stellte ein Metronom auf und im Takt tippten wir Stunde um Stunde, Zeile um Zeile. Das hatte etwas meditatives, unheimlich schön. Wie gesagt, ich habe das 10-Finger-System nicht gelernt, aber ich mochte die Nachmittage im Klassenzimmer, das Metronom, den Rhythmus, unsere Buchstaben-Zeilen, die alle gleich aussahen – vorausgesetzt man schrieb fehlerfrei. Fehler stachen in der Gleichmässigkeit hervor, wie ein knallrotes Schaf in einer Herde.

Bis wieder zwei Buchstaben mehr dazu kamen. Und noch zwei.

Als wir das erste Mal die Wörtchenbude zum Leben erweckten, dachte ich: Schreibmaschine? Kein Problem. Kann ich. Ich habe so ein altes Ding vom Flohmarkt. Ich bekomme nur noch bei Ebay Farbbänder dafür. Das Ding ist alt, und schwerfällig. Man muss die tasten richtig nach unten drücken, nix mit Gefühl. Brachial! Ich habe damals also meine Entwürfe mit Füller auf Papier geschrieben und wollte dann einen Reinschrieb an der Schreibmaschine tippen – dieses Werk auf hübschem Papier sollte der Kunde kriegen, der den Text beauftragt hat. Ich haute aber erst mal jede Menge Fehler rein, vertippte mich – und wir haben kein Tipp-Ex, kein Durchschlagpapier. Hier wird nicht mit Copy & Paste gearbeitet. Wir könnten ja auch einen Laptop hinstellen, und einen kleinen Drucker, wär ja kein Problem. WLAN gäbe es ja auch. Texte per Email?

Nein, wir schreiben mit Schreibmaschine. Im Leben muss man auch weiter machen, wenn man einen Fehler gemacht hat. Erst habe ich mich geärgert, über die Schreibmaschine, dann über mich, dann über die Situation. Am Schluss habe ich meinen Text übergeben, so wie er war. Meine Gedanken, mein Text, meine Fehler. Alles, so wie es aus mir raus kam. Und dann stellte sich eine Zufriedenheit ein. Dem Mann, der den Text abholte, gefiel es, er lächelte. Und ich auch. Das alles hatte was ursprüngliches, etwas intimes. So wie Briefe schreiben. An einen Fremden.  Nur, dass er ja bekommen hatte, was er bestellt hatte. Es war also gar nicht fremd.

So war das. Beim nächsten Mal ging es schon leichter. Das Tippen. Das Denken beim tippen. Nach der vierten Wörtchenbude möchte ich das Wort „Routine“ noch nicht verwenden. Aber dem Kopf gefällt es. Den Fingern auch. Und bis jetzt hat sich noch kein Wörtchenbuden-Kunde beschwert.

Mal ehrlich, wie viele Briefe kriegst du denn noch, hm?

~Caro

 

 

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© Fotos: Carolin Hafen

 

Nachlese; Heilbronn

Letzten Freitag waren wir „Shorties“ in Heilbronn, im Botanischen Obstgarten zu Gast. Meine Kollegen waren, in früheren Jahren, regelmässig hier, aber für mich war es das erste Mal. Das Wetter machte glücklicherweise auch mit, im Vorfeld hatte ich große Sorge, dass uns ein Sommergewitter die Lesung verdirbt. Apropos Glück. Ingo ging gemächlich spazieren, zupfte hier einen Klee und dort noch einen. Am Schluss legte er seinen Fund in unsere Kasse. Die ersten Bücher wechselten den Besitzer und ich dachte noch: Wer legt den da Grünzeug in unsere Kasse? Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich dann: Oh, vier Blätter? Ich erkundigte mich; wer hat den da so viel Glück?

Ingo grinste und meinte lapidar: „Das da hat sogar fünf Blätter! Ich hab ein Auge dafür – soll ich dir noch mehr sammeln?“ Ich staunte, weil fünfblättrigen Klee habe ich noch nie gesehen und lehnte dankend ab, ich befürchte immer, Glück hebt sich auf, wenn man zu viel davon hat. Jedenfalls, ich habe alle drei Funde mit Heim genommen. Ich presse die Kleeblätter derzeit. Vielleicht kann ich die später laminieren und ein hübsches Lesezeichen daraus basteln.

Jedenfalls. Die Lesung war gut besucht, der botanische Garten ist ein wirklich schöner Flecken in Heilbronn – ich kenne mich da nicht aus. Wenn es da noch mehr schöne Dinge zu sehen gibt, dann möge man mir das bitte mitteilen. Danke.

Open Air Lesungen sind für mich immer was besonderes. Drinnen, das kann ja jeder. Ich bin, um Fotos zum machen, um die ganze Besucherschar herum gegangen und stand am Schluss unter einer Linde. (Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine Linde war.) Um mich und über mir summte es wie verrückt, ich mag das Geräusch ganz grundsätzlich. Das sage ich, obwohl ich immer ausflippe, wenn mir eine Fliege/Schnacke/Bremse direkt am Ohr vorbei surrt. Aber das ist ja auch was anderes. Als ich ein Kind war, wuchs an unserer Hauswand eine Kletterpflanze empor. Ich weiß nicht mehr, was das für eine Sorte war. Im Sommer war die ganze Hauswand grün, im Herbst dunkelgelb bis tief rot. Wenn ich im Sommer Abends im Bett lag und das Fenster gekippt war, da hörte ich dieses wohlige Gesumm, und stellte mir vor, unser Haus wäre ein lebender Organismus, etwas, das weg fliegen könnte, wenn es denn wollte. Noch heute verbinde ich dieses Geräusch mit Geborgenheit und Zuhause.

Ich stand also unter der Linde, sah nach oben und lausche dem Gesumm um mich herum, während meine Kollegen im dämmernden Abendlicht ihre Geschichten lasen. Da können andere Lesungsorte einfach nicht mithalten.

Diese Woche stehen noch zwei Open Air Lesungen an. Rutesheim und Stuttgart. Das wird super.

~Caro

 

Hier ein paar Eindrücke aus Heilbronn.

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Freitagsfoto: Knigge ist In

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Knigge ist In

Halbjährlich liegt das Kurs-Heft der Volkshochschule in meinem Briefkasten und ich habe eine Freundin, die wie ich Spaß dran hat, Kurse und Vorträge zu besuchen. Neulich waren wir bei einem Vortrag einer Ernährungsberaterin zum Thema „Grüne Smoothies“ und im April schauen wir uns einen Vortrag zum Thema Moral von Richard David Precht an, worauf ich sehr gespannt bin.

Letzte Woche haben wir aus Spaß an der Freude einen Knigge-Kurs besucht. Im VHS-Heft war der Kurs mit einem Vier-Gänge-Menü und Aperitif ausgeschrieben und das Restaurant, in dem die Veranstaltung statt fand, habe ich ewig nicht besucht. Und weil Manieren zu haben nie schadet, waren das für mich alles gute Gründe mich dort anzumelden.

Unsere Knigge-Trainerin war Marion Eckert-Merkle, die ist Vorstandsmitglied der deutschen Knigge Gesellschaft. Mir war bis dahin nicht mal klar, dass es eine Knigge Gesellschaft gibt bzw. dass man sich zur Knigge-Trainerin ausbilden lassen kann. So ganz offiziell. Aber ich hatte an dem Abend noch so manches Aha-Erlebnis. Mir war gar nicht klar, was ich so alles falsch mache bei Tisch.

Im Vorfeld habe ich mir den Abend bieder, ernst und unlustig vorgestellt, weil ich dachte, wir werden jetzt drei Stunden gemaßregelt wie früher bei Mutti.

„Zappel nicht, sitz´ aufrecht, bohr nicht in der Nase!“

Das mit dem Aufrecht sitzen kam dann tatsächlich, ich war aber sehr erleichtert, als ich hörte es gehöre auch zum guten Ton eben niemanden schulmeisterlich zurechtzuweisen. Mir passiert es regelmäßig, dass ich von anderen Leuten darauf hingewiesen werde, dass ich Messer und Gabel falsch halte. Richtig ist: Gabel links, Messer rechts. Ich kann das aber nicht, und mache es deshalb anders herum. Sollte ich je bei der Queen zum essen eingeladen werden, muss ich mich wohl anständig vorbereiten und es mühevoll richtig lernen. Bis dahin belasse ich alles wie gehabt. Ich habe an dem Abend im Kurs gezeigt bekommen wie man es richtig macht und noch vieles andere. Angefangen damit wie man ein Restaurant betritt, wer wann voraus läuft und wen wo hin begleitet.

Ich tat mich wirklich schwer mit dem „platziert werden“. Wenn also der Mann mir den Stuhl heranrückt und ich selber nicht wirklich Hand anlegen und korrigieren darf. Das kam mir sehr albern und unemanzipiert vor – wenn ich meinen Stuhl nicht selber hin rücken kann/darf wo ich ihn haben will. Für den Abend war es sehr lustig von meinem Tischnachbarn Volker platziert zu werden, der arme Mann war für meine Freundin und mich zuständig, weil wir ohne Männer da waren. Ich glaube, Mann sein, mit allen Knigge-Regeln und Verpflichtungen, ist echt mühselig. Frau Eckert-Merkle nahm der ganzen Veranstaltung aber viel Schwere, durch ihre sympathische Art. Wir haben wirklich viel gelacht, jeder konnte wild Fragen stellen, selber ausprobieren und zuschauen, wie die anderen sich anstellen beim Ei aufschlagen oder Suppe löffeln.

Wir waren ca. 25 Leute, darunter drei oder vier Veganer. Da die Veganer angekündigt waren, konnte das Hotel bzw. die Küche für diese vier ein entsprechendes Menü zusammen stellen und ich habe ganz neugierig geschaut, was die anderen zu essen bekommen. Wenn das vegan ist, Leute, dann ess ich das auch! Und nein, ich fotografiere mein Essen aus Prinzip nicht. Da gibt es bestimmt auch eine Knigge-Regel dafür oder dagegen. Ich habe vergessen zu fragen.

Das Essen war sehr lecker und die drei Stunden im Flug vergangen. Ich bin erstaunt wie viele Dinge ich mit in den Alltag nehmen kann – gut, dass platziert werden wohl nicht, aber da halte ich mich an das Szenario mit der Queen. So lange ich im Gasthaus „Lamm“ gut bürgerlich mit Freunden esse – geschäftliche Termine passieren mir selten – so lange setze ich mich hin wie ich will. 🙂

Alles in allem war das ein schöner, unterhaltsamer und interessanter Abend. Ich kann nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren. Knigge ist nicht streng und bieder. Es geht viel mehr um Herzlichkeit, Empathie und stilvollen Umgang miteinander.

cmh.

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Webseite von Marion Eckert-Merkle