Veröffentlicht in Buchmomente, Erster Eindruck, Literatur, Rezensionen, Roman

Die Wahrheit über Harry Quebert

Nachdem ich fest gestellt habe, dass es nur wieder eine neue Variation der Lolita-Geschichte ist, hab ich mir die Mühe gemacht, mal auf die Hörbuch-Hülle zu gucken. Der Unsinn geht 20 Stunden. Und 20 Stunden meiner Lebenszeit ist mir die Wahrheit über Harry nicht wert. Ich habe abgebrochen. 

Unser Start war schon schwierig, die Geschichte hat mehrere Anfänge, der Autor konnte sich wohl nicht entscheide in welchem Jahr und mit welcher Figur er anfängt, also hat er drei oder vier Anfänge wild durcheinander geworfen. Natürlich könnte ich zurück gehen, mir die ersten Kapitel noch mal anhören, aber ich will nicht. Die Dialoge vom Erzähler Marcus mit seiner Mutter oder auch die mit seinem Freund Harry sind so grauenvoll kitschig und konstruiert, teilweise bemüht aber unfreiwillig komisch, das will ich mir nicht noch mal antun.

Alles wiederholt sich – die Gespräche von Marcus und Harry drehen sich ewig darum wie man ein gutes Buch schreibt (ohne zu definieren, was ein gutes Buch ist) und nachdem ich diesen Blödsinn zum dritten Mal angehört gabe, wünschte ich mir sehr, ich hätte ein gutes Buch im CD-Spieler. Meine Güte. 

Die Wahrheit über Harry Quebert lautet; Ich bin nicht in der Zielgruppe. Wir werden keine Freunde. Nach zweieinhalb Stunden habe ich abgebrochen. 

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Veröffentlicht in Carolin M. Hafen, Erster Eindruck, Leseprobe, Literatur, Roman

Leseprobe: London

Leseprobe aus dem Roman „From Spring to Winter: London in Love“

Klappentext

Ein emotionaler Roman über die Liebe auf den zweiten Blick. Vor der grandiosen Kulisse Londons.

Betrogen. Gelangweilt. Endstation?
Das will London erst einmal sehen und ergreift die Flucht nach vorn. Sie geht für ein Jahr in die Stadt, der sie ihren Vornamen verdankt. Damit kehrt sie sowohl ihrem treulosen Freund als auch der Enge ihrer schwäbischen Heimat den Rücken.
Neue Stadt, neue berufliche Herausforderung – aber doch bitte keinen neuen Mann! Das hat London jedenfalls nicht auf dem Plan. Die Wunden ihrer letzten Beziehung sind noch zu frisch, sie will nicht wieder verletzt werden. Doch als sie nach einem One-Night-Stand gefragt wird, sieht sie darin die Chance, es ihrem Exfreund heimzuzahlen. Wird die Rechnung aufgehen oder zahlt sie am Ende selbst einen zu hohen Preis?

  • Taschenbuch: 412 Seiten
  • Verlag: O’Connell Press
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3945227682
  • ISBN-13: 978-3945227688
  • Link
Veröffentlicht in Caro und wie sie die Welt sieht, Erster Eindruck, Hauls, Leben und all das., Notizbuch

Die Bullet Journal Methode

Ein neuer Vorsatz für 2019 lautet: Mehr Ordnung ins Kopf-Chaos bringen. Ein Notizbuch führe ich ja schon lange. Eigentlich mehrere gleichzeitig, ständig suche ich Notizen und Gedanken und Textschnipsel. Ich mache ja auch viel. Große Projekte wie meinen neuen London-Roman (das Notizbuch dazu, das ich selbst gebastelt und im Copy-Shop habe drucken lassen, hat mich völlig in den Wahnsinn getrieben. Das war ne Scheißidee.) Und nebenbei habe ich viele kleine Dinge am laufen: Texte für den Blog oder Kurzgeschichten für die get shorties Lesebühne. Im Hintergrund tanzen ein paar Ideen für Leotrim Samba, und mein Opus Magnum, mein persönlicher Mount Everest in Buchform, klopft regelmäßig an die Tür meines Seelenhauses und bittet um Einlass. Und dann nervt es mich wahnsinnig, dass ich die besten Ideen beim Duschen habe, aber keine Möglichkeit mit Schaum im Auge irgendwo eine Notiz hinzukritzeln. Daher wird so ein Notizbuch, im schlimmstes Fall, auch mal nass.

Ich hätte gern ein Notizbuch für alles, übersichtlich und schlicht und trotzdem hübsch. Das neue Buch von Ryder Carroll verspricht das ja alles. Ich habe inzwischen mit dem Lesen begonnen. Ich bin da voll und ganz in der Zielgruppe. Aber so ein Vorsatz will auch ordentlich geplant sein, deshalb habe ich mir ein neues Notizbuch gekauft, mit dickem Papier, das nicht durchblutet. Gepunktet, damit ich darin auch doodeln kann. Nicht zu dick, weil dicke Notizbücher schüchtern mich ein, als wollten sie sagen: Wir haben jetzt eine feste Beziehung, jahrelang mein Fräulein.

Ich habe mich schon mit dicken Notizbüchern rum geschlagen, und weil ich die im Rucksack rum trage, überall hin mitnehme und täglich im Gebrauch habe, sehen die bald aus wie ein überfahrenes Tier. So ein Ding muss was aushalten, Platz für mehrere Monate bieten, aber bitte nicht Jahre. Ja, ich bin kompliziert. Sorry, not sorry.

Und dann war ich eh gerade am einkaufen. Ich treibe mich bei Pinterest herum und bei Facebook in diversen Bullet-Journal-Gruppen auf der Suche nach Ideen, Inspirationen, Anleitungen und Kaufempfehlungen.

Mein November-Haul sieht so aus: Das Buch „Nimm´s leicht“ von Andreas Rieck, 10 Tombow Stifte um das neue Bullet Journal hübsch zu gestalten, ein Lineal das in meinen Stiftpalast passt. Das Kartenset „Stay True“ habe ich geschenkt bekommen. Es sind 52 Karten, also nehme ich an, es ist so gedacht, jede Woche im Jahr eine Karte als Impulsgeber zu nutzen. Ich denke, ich bin nun ganz gut ausgestattet.

Frage: Was macht man mit dem Tombow N00? Was kann der? Das ist ja alles Neuland für mich. Bisher habe ich einen Füller genommen und Notizen gemacht. Und später die Notizen gesucht. 2019 wird alles besser. Übersichtlicher. Hoffe ich jedenfalls.

Führst du ein Notizbuch? Ein Bullet Journal? Bereitest du dich auf 2019 vor?

Haul

[Achtung, ganz viel unbezahlte Werbung]

Link-Liste:

Nachtrag: 

Das hier kann man mit dem Tombow N00 machen und ich find es wahnsinnig toll.

Veröffentlicht in Dies und das, Erster Eindruck, Leben und all das.

Neue Flyer für die Schreibbude

Schreibbude Flyer
© Foto: Nicolai Köppel

Wir haben uns etwas für die Schreibbude einfallen lassen, da immer wieder Fragen nach einem Beispiel kamen.
„Was macht ihr hier, was schreibt ihr für Texte, wie sieht das dann aus?“
Die Antwort lautet: Shortie to go.
Von jedem Autor, von jeder Autorin gibt es nun einen Flyer mit einem typischen Schreibbudentext und falls gewünscht auch Autogramm.