Veröffentlicht in Buchmomente, Leben und all das., Rezensionen, Sachbuch

Empfehlung: Tanja Köhler

Das Jahr, als ich anfing, Dudelsack zu spielen

Ich habe das Taschenbuch, als es erschienen ist, regelrecht verschlungen (das kannst du hier nachlesen) und jetzt gibt es das auch als Hörbuch, von der Autorin selbst gelesen. Ob nun als Print oder als MP3 – ich möchte es dir herzliche empfehlen!

Klappentext

War das schon alles? Dieses Gefühl – schon alles erreicht zu haben, aber trotzdem Sehnsucht nach etwas Neuem zu haben – kennen Männer und Frauen, die in der Mitte des Lebens stehen, nur zu gut. Aktuelle Wünsche, Träume, Veränderungsvorhaben werden jedoch immer wieder verschoben, denn: Das Leben ist ja noch lang. Oder nicht? Hier setzt das Buch von Tanja Köhler an: Welche Frage muss ich stellen, um wieder in Bewegung zu kommen? Was muss ich tun, um auszubrechen? Die Autorin weiß, wovon sie spricht. Sie wollte neben ihrem Leben als erfolgreiche Unternehmerin und coach ebenfalls etwas Neues ausprobieren. Dann hat sie eines Tages begonnen, Dudelsack spielen zu lernen. Eine Methapher, um wieder in Schwung zu kommen und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. In ihrem Buch führt Tanja Köhler durch den Veränderungsprozess, identifiziert Stolpersteine, entlarvt immer wiederkehrende Muster, die uns zurückhalten, und gibt dem Leser Impulse, selbst die richtigen Fragen zu stellen und aktiv zu werden. Tanja Köhler schreibt nicht vom hohen Ross des Beraters, sondern auf Augenhöhe mit ihrem Leser über ganz persönliche Erlebnisse und über das, was sie begeistert, hemmt und motiviert. „Das Jahr, als ich anfing, Dudelsack zu spielen“ ist nicht nur ein Ratgeber, sondern ein unterhaltsames und charmantes Plädoyer für Veränderungen und mehr Beweglichkeit im Leben.

Produktinformation
Taschenbuch: 232 Seiten
Verlag: Murmann Publishers GmbH; Auflage: 1 (1. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3867745528
ISBN-13: 978-3867745529

		
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Veröffentlicht in Buchmomente, Leben und all das., Notizbuch, Rezensionen, Sachbuch

Ryder Carroll – Bullet Journal Methode

Die Bullet Journal Methode

#Rapid logging:

  • Was mache ich wie? 
  • Nein, zuerst die Frage: Warum mache ich das, was ich tue?
  • Analyse des Ist-Zustandes #Reflektion
  • Analyse der Projektplanung. Was mache ich wann. Schritt für Schritt.
  • Hab den Mut, Dinge die dich nicht weiter bringen, durchzustreichen. Sortieren! 
  • Wieder zurück zu der Frage: Wie führe ich ein Bullet Journal?
  • Warum führe ich ein Bullet Journal?
  • Lösungen (Wiederfinden. Ordnung ins Chaos. Collections. Persönliche Anpassung)
  • Warum vorgefertigte Notizbücher (für mich) nicht funktionieren.
  • Ryder Carroll´s Methode ist praktisch. Fast radikal. Alles schmückende Beiwerk ist nutzlos. Spar dir die Zeit. Was hilft hat Recht.
  • Das Thema mit der Handschrift (sie muss nicht schön sein)
  • Ich mache viel intuitiv richtig. Er bestätigt mein Tun. 
  • Reflektieren. Immer wieder. Warum mache ich das? Wie komme ich ans Ziel? Was mache ich wann?

Meine Meinung:

Ich führe seit Jahren ein Notizbuch. Nein, ich führe mehrere Notizbücher gleichzeitig und verbringe viel Zeit damit zu suchen. Wo ist was? Dauernd habe ich das gleiche Problem. Wo gehört welche Info hin, zu welchem Projekt, wann ist das fällig, wo sind die Notizen die ich neulich, unterwegs, gemacht habe? Deshalb habe ich das Buch von Ryder Carroll gekauft. Um darauf eine Antwort zu finden. 

Ich habe nicht damit gerechnet, dass er mich zuerst fragt: Was genau machst du eigentlich? Und warum?

Die Warum-Frage nimmt viel Platz im Buch ein. Ich glaube, dass ich mir zu selten Zeit für diese Frage nehme, schlicht und einfach weil mir die Antwort oft nicht gefällt. Es gibt Dinge, die muss man machen, und es gibt Dinge, die will man tun, aber. 

Aber, ich habe zu wenig Zeit dafür. Aber, die Umstände passen nicht. Ich fange nicht an, aus Angst, aus Faulheit, weil ich meine, später ist auch noch Zeit… all das und noch mehr. 

Ryder Carroll tritt einem erst Mal in den Arsch. Ich schreibe das so derb, weil ich das Buch als radikal empfinde. Ganz oder gar nicht. Keine halben Sachen. Und deshalb mag ich die Methode wohl auch. Ich habe bisher schon intuitiv viel richtig gemacht, meine #Collections personalisiert, herum probiert, das Ding auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Vorgefertigte Kalender sind mir zu starr, sie bieten zu wenig Platz, ich fühle mich eingeengt. Mein Chaos im Kopf benötigt mehr Platz. Und da sind wir bei meinem Hauptproblem. Ich verzettele mich, suche dauernd Notizen und Entwürfe, weil ich immer an drei Projekten gleichzeitig arbeite, und Ideen und Einfälle nicht damit warten, dass ich mit Projekt X fertig bin. Sie überfallen mich Nachts, wenn ich nicht schlafen kann und dann müssen sie irgendwo hin. 

Ich habe mich also jetzt intensiv mit dem Warum beschäftigt, mich von ein paar Dingen verabschiedet, die mich nicht weiter bringen. Feierlich. Das muss ja Stilecht sein. Das ist das Schöne an einem Bullet Journal. Hier ist auch Platz für meinen #Ideenfriedhof. 

Und dann setzte ich mich an die Planung meines Jahres. 2019. Ich habe viel vor. Dank Ryder Carroll weiß ich jetzt, wie ich meine Sachen wieder finde. Ich bin schon früher auf die Idee gekommen, meine Notizbücher zu nummerieren. Aber ein Index zu führen war mir bisher zu doof. Ich dachte, das brauche ich nicht. Und in das aktuelle BuJo hinein zu schreiben, in welchem Notizbuch was drin ist – das ist nun keine bahnbrechende Idee, hat mir aber die Augen geöffnet. Ein bisschen Fleißarbeit und das Suchen hat ein Ende.

Nach dem Warum kümmerte ich mich also um das Wie. Ich finde meine Handschrift gräßlich. All meine Notizbücher sind hingeschludert. Ich will nicht sagen, dass ich ein Ärzte-Handschrift-Gekrackel praktiziere, aber es sieht ein bisschen so aus, als würde ich mit der linken Hand schreiben, obwohl ich Rechtshänderin bin. (Das bin ich nicht. Ich habe keine Präferenz, ich kann mit keiner Hand schön schreiben oder eine Schere benutzen.) Selbst dafür gibt es ein Kapitel. Er hat mir im Prinzip die Erlaubnis erteilt eine gräßliche Handschrift zu haben und trotzdem ein BuJo zu führen. Brauch ich eine Erlaubnis? Nein. Hatte ich sie nötig? Ja. 

Ich verziere mein Notizbuch nicht, male nicht stundenlang Deckblätter und Blümle an den Rand. Ich habe es gern schlicht, einfach, praktisch. Eine passende Handschrift dazu wäre hübsch, aber es geht auch ohne. 

Und jetzt? Ich reflektiere, ich bin dankbar, ich plane mein Tun. Das Buch hat mich bestätigt, ein paar Anregungen und Lösungen geliefert und mich dran erinnert, dass ich mir die Warum-Frage regelmässig stellen sollte. 

x – erledigt.  

Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (6. November 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349963340X
  • ISBN-13: 978-3499633409
  • Autor: Ryder Carroll
  • Übersetzerin: Viola Krauß


Veröffentlicht in Buchmomente, Caro und wie sie die Welt sieht, Leben und all das., Literatur, Rezensionen, Roman

Was man von hier aus sehen kann

Meine Meinung:

Mariana Leky hat mich kalt erwischt. Irgendwo auf der Autobahn, zwischen Stuttgart und München hab ich das Lenkrad fest umklammert und plötzlich losgeheult wie ein kleines Kind. Aber der Reihe nach. 

Der Klappentext klang nett. Ich hatte keine Erwartungen an das Buch, kannte weder die Autorin noch die Sprecherin. Völlig ohne Erwartung an ein Buch heranzugehen ist wohl die beste Haltung. Dann kann nämlich alles passieren. Erwartungen können ja nur enttäuscht werden. Und was kann ein Buch oder ein Film dafür, wenn sich in meinem Kopfhaus etwas anderes abspielt, als mir da erzählt wird? Leserinnen, und ich nehme mich da nicht aus, nehmen es Autoren gern übel, wenn sie mit ihren Figuren andere Wege gehen, als man erwartet. In Büchern herrscht ja noch Gerechtigkeit und eine gewisse Ordnung. Meisten jedenfalls. Aber ich schweife ab. 

Ich habe wenig gedacht, bei der Auswahl dieses Romans. „Was ist ein Okapi?“, mag dabei gewesen sein. 

Ich suche mir Hörbücher nach der Stimme aus, nicht nach dem Inhalt der Geschichte. Weil, ich muss der Person, die mir da was erzählt mehrere Stunden zuhören. Bei einem John Irving Roman sind das schnell 20 Stunden. Also habe ich die erste CD in den CD-Player geschoben und schon nach wenigen Minuten gewusst: Das passt. Sandra Hüller und ich werden gute Freundinnen. Und dann kam Selma und ihre Enkelin Louise. Der Optiker Palm und Martin, meine Güte. Wir sind gute Freunde geworden auf der A8. Ich habe gelacht und geweint, ich bin nicht nah am Wasser gebaut, wirklich nicht. Ich lebe nah an der Wut, aber das ist eine andere Geschichte. 

Ich mag es, wenn ich so eingeladen werde, ich ein Haus, in ein ganzes Leben. Der Optiker liebt Selma. Louise liebt Martin. Die eigensinnige Marlies liebt niemanden. Und ich kann alles sehen, von Anfang bis Ende, so scheint es. 

Eine Frau, die von einem Okapi träumt, das klingt erst mal langweilig. Wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt am nächsten Tag jemand. Und ich verfolge alle Dorfbewohner, versuche zu erahnen, wen es wohl treffen wird. Manche mag man ja lieber als andere. Dieser Schuft, der sein Kind schlägt, der kann meinetwegen gerne abtreten… sowas kann ich denken, während ich lausche. Ist ja nur eine fiktive Figur, ich bin kein schlechter Mensch. Echt nicht. Alle Bewohner im Dorf regeln, angesichts des drohenden Unheils, ihre Angelegenheiten. Jeder bereitet sich darauf vor, derjenige zu sein, denn es trifft.

Es ist es also nicht langweilig, das Dorfleben im Westerwald, kein bisschen. Es ist so wenig langweilig, dass ich nun das Hörbuch besitze, und es mir jetzt im Weihnachtsurlaub noch mal anhöre. Ich muss nämlich wieder nach München. Ich will diese Innigkeit noch einmal spüren. Das ist etwas, das ich auch selten mache. Ein Buch zwei Mal lesen… oder hören. Aber die Dorfbewohner sind mir so nah gekommen, Mariana Leky hat die Klaviatur meiner Emotionen perfekt bespielt. Ich bin in diese Welt eingetaucht und habe den Figuren all meine Zuneigung hin geworfen: „Hier, das ist alles was ich habe!“.  

Jedes Wort zum Inhalt ist eigentlich ein Wort zu viel. Ich habe schon genug mit deinen Erwartungen gespielt. Geh ganz neutral ran. Denk nicht so viel darüber nach, wer stirbt. So ist das Leben. Menschen sterben. Aber bis es soweit ist, passiert ganz viel. In diesem  Mikrokosmos der Liebe. 

  • Autorin: Mariana Leky
  • Sprecher: Sandra Hüller
  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
  • ISBN-10: 3832198393
  • ISBN-13: 978-3832198398

Klappentext:

Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen, verschwinden lassen oder in Ordnung bringen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman – und natürlich noch viel mehr. Was man von hier aus sehen kann ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe im Modus der Abwesenheit.


Veröffentlicht in Kinder- und Jugendbuch, Leben und all das., Rezensionen

Polly and the Puffin 4

  • Polly and the Puffin – The Happy Christmas (Teil 4 von 4)
  • Autorin: Jenny Colgan
  • Illustrator: Thomas Docherty
  • eBook
  • Sprache: Englisch
  • Empfohlenes Lese-Alter 5 bis 7 Jahre
  • ISBN-13: 978-1510200920
  • 96 Seiten

Jetzt habe ich tatsächlich Band 3 übersprungen und mit Band 4 der Reihe weiter gemacht. The Happy Christmas. Es geht dagegen, wie man hier so schön sagt.

Polly ist ungeduldig. Überall wird schon auf Weihnachten hingewiesen; Werbung und Lichter und Spielzeug in den Schaufenstern. Dabei ist es erst November und bis Weihnachten noch soooo lang hin. Daher bastelt sie mit Neil und ihrer Mutter Weihnachtsdeko für den Baum, malt und backt um die Zeit herum zu bringen. Neil und Polly schreiben auch einen Wunschzettel für den Weihnachtsmann. Neils Freundin Cecilia hat ein Ei gelegt, da ist es nicht verwunderlich, dass auf beiden Wunschzetteln „Puffling“ steht. Allerdings will Neil einen echtes Baby und Polly nur einen „Wrong Puffling“ aus Plüsch.

Pollys Mutter fährt mit ihr in die nächst größere Stadt um den Weihnachtsmann zu sehen und ihm den Wunschzettel vorzulesen. Polly wird ganz schüchtern, weil es dort so viele Menschen hat, es ist laut und hell und … ach herrje. Polly hat den falschen Wunschzettel dabei. Nicht ihren eigenen, sondern den von Neil. Der durfte nicht mitkommen, weil echte Puffins nichts im Einkaufszentrum verloren haben. Wenn dort ein Puffin auftaucht, wird er nur eingesammelt und in den Zoo gebracht. Das wollen weder Neil noch Polly. Also muss sie ohne ihren Freund auskommen, und nun auch noch das… Polly ist untröstlich. Aber Neils Wünsche sind genauso wichtig, also nimmt Polly all ihren Mut zusammen und liest dem Weihnachtsmann seinen Wunschzettel vor.

Zuhause angekommen, wir die Sache noch schlimmer. Polly war unfreundlich zu ihrem „Wrong Puffin“ aus lauter Frust und hat nun auch noch ihren Plüsch-Vogel im Kaufhaus verloren. Also verschickt Polly ihren Wunschzettel über den Kamin, in der Hoffnung, dass der Weihnachtsmann auch Kamin-Post bekommt und erfüllt. Auf ihrem Zettel steht nämlich ein großer und ein kleiner Wunsch. Ein Plüsch-Puffling und ihr Dad. Der fährt zur See und soll doch bittedanke, zum Weihnachtsfest zuhause sein.

Und dann heißt es warten. Weil es immer noch so lang ist bis zum Fest. Sie spielt derweil im Krippenspiel mit, selbst Neil hat eine Rolle bekommen, und so vergeht die Zeit doch.

Ich will das Ende nicht verraten. Nur soviel: Der Weihnachtsmann erhält seine Kamin-Post, das funktioniert wunderbar. Und im Kaufhaus ist der falsche Puffin aufgetaucht. Wie der echte Neil bekommt er Nachwuchs.

Am Schluss gibt es wieder jede Menge toller Anhänge: Bastel- und Backanleitungen für Kinder und Papageientaucher. Also Dinge, die die Zeit vertreiben bis es endlich Weihanchten ist. Yay.

Veröffentlicht in Kinder- und Jugendbuch, Literatur, Rezensionen

Polly and the Puffin 2

 

  • Polly and the Puffin – The Stormy Day (Teil 2 von 4)
  • Autorin: Jenny Colgan
  • Illustrator: Thomas Docherty
  • eBook
  • Sprache: Englisch
  • Empfohlenes Lese-Alter 5 bis 7 Jahre
  • ISBN-13: 978-0349131924
  • 93 Seiten

 

Neil ist zu Besuch. Und es zieht ein Sturm auf. Polly macht sich Sorgen. Beim letzten Sturm hat sich Neil verletzt. Und sie wartet sehnsüchtig darauf, dass ihr Vater zurück kehrt. Der ist nämlich Fischer.

Puffins haben Federn, denen macht Regen nichts aus. Aber wie ist das mit Vätern auf hoher See? Neil verschwindet plötzlich und Polly ist ganz nervös und aufgeregt. Warten auf Puffins und Daddys ist schrecklich. Selbst ihre Mutter wird nervös. Polly spielt, um sich abzulenken, mit dem „Wrong Puffin“, der ist aus Plüsch. Mit dem kann man aber gar nichts anfangen. Der isst keine Cornflakes mit Thunfisch, kämpft auch nicht gegen die böse Quietsche-Ente im Waschzuber und tanzt auch nicht zu Pollys Lieblingslied. Unnützer Kerl. 

Natürlich geht der Sturm vobei, Neil taucht wieder auf und der Vater auch. 

Das Buch läd´ zum mitmachen ein; dieses Mal gibt es Infos zum Thema Leuchttürme. Dazu eine Anleitung wie man einen essbaren Leuchtturm backen kann und Tipps um einen Puffin aus Knete zu formen. Und Vorlagen von Polly und Neil, zum selber ausmalen. Süß! Die Illustrationen beschränken sich nämlich auf schwarz, grau und rot. Kein knalliges rot, sondern Puffin-Füße-Rot. Neil taucht nämlich immer in roten Großbuchstaben auf, damit jeder versteht NEIL IST DA! 

 

***

 

Mein innerer Monk mault, weil es den dritten Band nicht als eBuch gibt. Das bedeutet, ich müsste „A new friend“ als Print kaufen. Nun macht mich die Vorstellung aber ganz traurig, dass Taschenbuch gelesen ins Regal zu stellen, so ganz allein ohne die Buch Geschwister 1, 2 und 4.

Das wiederum bedeutet, ich muss die ganze Reihe als Taschenbuch kaufen, damit alles seine Ordnung hat. Aber mein geiziges Schwabenherz motzt; Du hast doch schon die eBooks gekauft. Aber hey, der Trend geht zum Zweitbuch, oder? 

Jedenfalls. Ich lese ja immer wieder diese Horror-Jammer-Beiträge „Dem Buchhandel rennen die Leser weg“. Drölfzigttausend Prozent weniger Käufe und so weiter. Hey, an mir liegt das nicht. Alles, was ich mag, besitze ich am Schluß gedruckt, gesprochen und digital. 

Veröffentlicht in Kinder- und Jugendbuch, Literatur, Rezensionen

Polly and the Puffin

 

  • Polly and the Puffin (Teil 1 von 4)
  • Autorin: Jenny Colgan
  • Illustrator: Thomas Docherty
  • eBook
  • Sprache: Englisch
  • Empfohlenes Lese-Alter 5 bis 7 Jahre
  • ISBN-13: 978-0349131900
  • 96 Seiten

 

Puffins; Papageientaucher brüten in Erdhölen an und auf Klippen im nördlichen Atlantik sowie im westlichen Nordpolarmeer.

Polly lebt mit ihrer Familie in der Nähe eines Leuchturms. Während eines Sturms verletzt sich ein kleiner Puffling seinen Flügel. Polly nimmt ihn in Obhut und pflegt ihn gesund. Der kleine Kerl bekommt den Namen Neil. Polly muss nun herausfinden, was er frisst (Alles), wie sie ihn gesund pflegen kann (ab zum Tierarzt) und was passiert, wenn ein Wildtier wieder gesund ist (loslassen üben) Das Ganze ist sehr klar und schlicht illustriert, was mich sehr anspricht. Die Zeichnungen von Neil, wie er das Haus auf den Kopf stellt oder das erste Mal wieder fliegt, sind herzallerliebst.

Die Geschichte erklärt sich durch die Bilder selbst, das bedeutet, das Buch ist für Lese- sowie für Englisch-Anfänger bestens geeignet. Und für Fortgeschrittene sowieso, wenn man Papageientaucher großartig findet, so wie ich.

Am Schluss gibt es noch verschiedene Rezepte zum nachkochen (Pollys Lieblingsspeise sowie „Muffins“ für Puffins), dazu ein paar Puffin-Witze, eine Bastelanleitung und Mal-Tipps.

Ein rundum schönes Buch.