Drachensichel

DrachensichelDas Drachenvolk von Leotrim

Fantasy-Trilogie von C. M. Hafen

Band 1 – Drachenbrüder

Band 2 – Drachensichel

Band 3 – Drachenfrieden

 

 

Klappentext zu Band 2


»Alles Leben beginnt im Wasser…«, flüsterte Dakota.

Der Drache ergänzte: »…und endet im Feuer.«
Dakota lebt wohlbehütet bei der Chronistin als ihr Mündel. Dies ändert sich an dem Tag ihres sechzehnten Geburtstags. Sie muss losziehen, um endlich hinter die Geheimnisse ihrer eigenen Herkunft zu kommen und spielt dabei manches Mal mit dem Feuer.
Gleichzeitig finden auch Ambro und sein Drache Norwin immer mehr Antworten auf die Fragen ihres Lebens – nicht alle davon sind leicht zu ertragen. Und doch ergeben sie – einem Puzzle gleich – nach und nach einen tieferen Sinn.

Im zweiten Band der Trilogie laufen bereits mehrere Fäden der aus »Drachenbrüder« bekannten Geschehnisse zusammen, die Protagonisten befinden sich weiter auf dem Weg, sich selbst und Leotrim mit all seinen Bewohnern besser kennenzulernen. Manch eine überraschende Wendung lässt den Leser klopfenden Herzens weiterblättern.

Eine wunderbare, bewegende All Age – Fantasygeschichte!

»Drachenbrüder von C.M.Hafen ist ein absolut lesenswertes Debüt auf dem Jugendbuchsektor, aber auch Erwachsene werden sich schnell in das phantastische Reich Leotrim versenken können.« (Leserin des 1. Teils »Drachenbrüder«)

»Ich habe gelitten, gelacht mitgefiebert und wurde verzaubert von dem tollen Buch. Definitiv 5 Sterne verdient. So und nu will ich meinen eigenen Norwin.« (Leserin von »Drachenbrüder«).

 

 


Leseproben:

Ambro machte sich noch vor Sonnenaufgang auf den Heimweg. Eine Art Rufen zog ihn heim. Wenn er zu Hause in den Wäldern spielte, hörte er seine Mutter selten, wenn sie nach ihm rief. Manchmal steckte er so tief im Unterholz, dass er auch ihren durchdringenden Pfiff – seine Mutter konnte hervorragend auf zwei Fingern pfeifen – nicht hörte. Er wusste dennoch, wann er nach Hause musste. Er folgte seinem Bauchgefühl, ohne ein Wort dafür zu haben. Diesmal saß er allerdings nicht in einem Apfelbaum, diesmal reichte es nicht, herunterzuspringen und loszurennen. Ambro war mindestens vier Sonnentage von Burry entfernt. Er ging schneller. Die Beine taten ihm schon am Nachmittag weh, weil er so stramm ging. Er hatte kaum geschlafen, die Ereignisse des gestrigen Tages wühlten ihn sehr auf und das ungute Gefühl beschlich ihn, dass etwas passiert war. Etwas Schlimmes.
Norwin schwieg.
»Glaubst du, ich habe das Richtige getan?«, fragte Ambro seinen Drachen. Es fühlte sich noch seltsam ungewohnt an, mowarisch zu sprechen. Er konnte es erst seit Kurzem und es fühlte sich wie seine ersten Schreibversuche an. Seine Mutter hatte ihm einen kleinen Ast gegeben und ihm gezeigt, wie man ihn wie eine Schreibfeder hält. Damit hatte er seine ersten Striche in den lehmigen Boden der Winterstatt gekratzt.
Sie hatte behauptet, die Linien und Bögen seien Buchstaben.
»Aus Buchstaben werden Wörter. Aus Wörtern werden Sätze und aus Sätzen werden Geschichten«, erklärte sie ihm damals. Er hatte sie angestarrt und versucht, zu verstehen, natürlich glaubte er ihr und wollte sofort Geschichten lesen und erzählen können. Doch noch musste er sich mit Bögen und Linien abmühen, die nur langsam Sinn ergaben. Zu Anfang hatte er die Buchstaben enorm groß gemalt, er war so konzentriert, dass er die Ermahnung der Mutter, die Zunge gehöre in den Mund, dauernd überhörte. Dann war aus seinen Bemühungen, die Vorgaben der Mutter abzumalen, ein vertrautes, kleineres Schreiben geworden. Seine Hand gewöhnte sich an den Ast und die Art, ihn zu halten, er machte keine Pausen mehr zwischen den Buchstaben, schaffte es, Wort um Wort flüssig in einem Rutsch zu schreiben.
Dann bekam er seine erste Feder. Ambro fühlte, dass er jetzt gewissermaßen erneut auf dem Weg zu einer ersten Feder war, aber das dauerte noch und Geduld war nicht seine Stärke.

 

 

 

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