Veröffentlicht in Leben und all das.

Zwei Fragezeichen an Dorothea Böhme

© Dorothea Böhme

 

Dorothea Böhme ist gern unterwegs – und ihre Romane auch. In Klagenfurt begann sie Kriminalromane zu schreiben, in denen ein trotteliger Inspektor Serienmorde im beschaulichen Kärnten aufdeckt. In Ungarn widmete sie sich Reiseromanen, die ihre Protagonistinnen nach Italien führten – dort war sie übrigens auch, nur hatte sie vor lauter Besichtigungen keine Zeit zum Schreiben – und natürlich auch nach – Sie erraten es, Ungarn.

Inzwischen lebt sie in Stuttgart und schreibt Liebesromane über ihre westfälische Heimat oder Krimis über ihre Wahlheimat Stuttgart.

 


Dorothea, du mordest in Stuttgart. Warum ausgerechnet da? Ist ein Schwabe ein gutes Opfer?

Eigentlich wird immer da gemordet, wo ich mich zu der Zeit aufhalte … *ominöse Musik* Nein, ernsthaft: Ich schreibe meine Krimis tatsächlich meist da, wo ich wohne. Angefangen habe ich mit Kärnten-Krimis, als ich in Klagenfurt gelebt habe, und mittlerweile sind es eben Stuttgart-Krimis.

Ob Schwaben sich besser oder schlechter ermorden lassen als beispielsweise Kärntner oder Westfalen …? Ich sag jetzt mal nichts weiter, Worte wie „Feldversuch“ oder „Müsste man mal ausprobieren“, werden dann sicher irgendwann gegen mich verwendet werden 😉

 

Was ist leichter zu schreiben? Ein Krimi oder über die Liebe? Und warum?

Das liegt sicherlich an der jeweiligen Autorin bzw. am Autor. Ich schreibe beides sehr gern, aber mir fallen Krimis tatsächlich leichter – und nein, ich versuche nicht darüber nachzudenken, weshalb 😉

Krimis haben automatisch eine Handlung: Bei mir bedeutet ein Krimi ein bis acht Leichen, und dann müssen die Protagonisten eben zusehen, wie sie die ganze Sache wieder in den Griff bekommen. Man kann sie also in Gefahr bringen oder anders in Bedrängnis, wodurch sich automatisch spannende (oder lustige) Szenen ergeben – denn meine Krimis haben alle eine gehörige Portion Humor.

Was ich in letzter Zeit aber am allerliebsten schreibe, sind Krimis, in denen es auch eine Liebesgeschichte gibt, oder Liebesromane mit Krimi-Elementen – da habe ich dann sozusagen von allem etwas und bin glücklich. Wie Kinder-Ü-Eier … Was zum Spielen! Was Spannendes! UND Schokolade! Gut, die Schokolade fehlt im Moment, da bin ich noch dran …

 

Vielen Dank für das Interview!

 


 

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~Caro

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Zwei Fragezeichen an Alice Andres

Zwei Fragezeichen
Zwei Fragezeichen

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© Alice Andres

Bekennender Coffee-Addict, leidenschaftliche Texterin und Chaos-Mutter par Excellence, Jahrgang 1984 – und nicht nur deswegen großer George Orwell-Fan: Das ist Alice Andres in Kürze. Sie lebt in München mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Obwohl sie recht harmlos aussieht, geht es in ihren Geschichten meistens ziemlich blutig zu. In ihrem Erstlingsroman »Punk’s Undead« etwa mischte sie Bier, Musik und blutrünstige Monster. Dabei stellte sie fest: Anscheinend kann man einen Antagonisten gar nicht so abstoßend beschreiben, dass sich nicht doch Leserinnen in ihn verlieben. Go, Team Valentin!

 

 

Links:

Punk´s Undead

Punks Return

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Alice, wonach suchst du, wenn du in einer Buchhandlung bist?

Nach schönen, außergewöhnlichen Covern! Ich fühle mich magisch angezogen von schönen Covern. Da ich eigentlich durch die Bank nahezu alle Genres gerne lese, lasse ich mich in der Buchhandlung in erster Linie von der Gestaltung leiten. Wenn mich dann auch noch der Klappentext überzeugt, ist das Buch schon so gut wie „adoptiert“.

 

Wonach suchst du in deinen eigenen Texten?

Nach etwas, das ich in anderen Texten vermisse. In meine Texte „schleicht“ sich fast immer eine gewisse Gesellschaftskritik – mehr oder weniger subtil. Überraschung – für meine Leser und nicht selten auch für mich. Und Plausibilität. Die ist mir in meinen Texten ebenfalls wichtig. Handlungen und Ereignisse müssen möglichst logisch sein.

 

~

 

Vielen Dank für das Interview!

 

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C.

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Zwei Fragezeichen an Sybille Kolar

Zwei Fragezeichen
Zwei Fragezeichen

 

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© Sybille Kolar

Das Schreiben begleitete Sybille Kolar schon ihr Leben lang.

In ihrer Jugend waren es Liebesgedichte, später eine Kurzgeschichte, mit der sie sich an einem Autorenwettbewerb beteiligte. Sie war unter den Gewinnern und wagte sich danach an ihren ersten Roman heran.

Warum Liebesromane? Sie bezeichnet sie als Lebensromane.

Es ist das gewöhnliche Leben mit all seinen Beziehungen, Höhen und Tiefen, Liebe und Verrat, Glück und Tod, Freundschaft und Rivalität, das sie so ungemein spannend findet. Sind es nicht auch genau die Themen, die jeden von uns im Alltag beschäftigen?

Sybille Kolar ist verheiratet und Mutter von fünf erwachsenen Kindern – drei leibliche und zwei Stiefkinder. Mit ihrem Mann und den beiden Hunden lebt sie in der Nähe von München.

www.sybillekolar.com

Facebook

 

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Sybille, über was für Frauen schreibst du und warum?

Einige Frauen in meiner Romanreihe machen im Laufe der Bände eine persönliche Entwicklung durch. Sie springen in einen neuen Lebensabschnitt hinein, lassen ihre Vergangenheit in dem Moment hinter sich, reifen und wachsen an den Anforderungen, die dabei entstehen.

Warum ich über so etwas schreibe? Das ist wohl genau der Punkt, an dem sich meine Geschichten mit meiner eigenen Biografie kreuzen.

Im Jahr 2001 habe ich damit begonnen, einen Roman zu verfassen. Er handelt von einer Frau, die ihren Ehemann verlassen hat und sich in einer einsamen Gegend vor ihm versteckt hält. Dort zieht sie Bilanz über ihr Leben und beginnt irgendwann damit, in jeder Hinsicht für sich selbst zu sorgen.

Beim Schreiben ahnte ich nicht, dass ich dieses Buch je veröffentlichen würde. Und schon gar nicht, dass dies der erste Band einer inzwischen fünfteiligen Romanreihe war.

Aber vor allem wusste ich nicht, dass auch mir selbst ein Aufbruch bevorstand. Eine neue Lebensphase befand sich unmittelbar vor meiner Nase und es war – rückblickend betrachtet – fast so, als hätte ich sie herbeigeschrieben.

Weil ich während der darauffolgenden Zeit völlig andere Sorgen hatte, wanderte mein Manuskript – es verdiente seinen Namen zurecht, denn es war tatsächlich handgeschrieben! – in die berühmte Schreibtischschublade. Dort harrte es geduldig aus – sechs lange Jahre.

Als ich mich dann in meinem neuen Leben eingerichtet hatte, küsste ich meinen Roman aus seinem Dornröschenschlaf wach, übertrug ihn in den Computer und überarbeitete ihn.

Und erst dabei wurde mir bewusst, was das alles mit mir selbst zu tun hatte.

Anmerkung: Die Handlung meiner Romane spiegelt nicht mein persönliches
Erleben wider. Nur der Aufbruch und die Entwicklung, die ein solcher mit sich bringt, ist die gemeinsame Parallele. 🙂

 

 Die perfekte Leserin -wer muss deine Geschichten auf jeden Fall lesen?

 

Die perfekte Leserin – ein Steckbrief.

Ich denke, sie ist mir in vielen Dingen ähnlich. Wohl, weil ich genau über das schreibe, was ich auch gerne lese.

Für sie ist ein gutes Buch ein Buch, das sie packt und gefangen nimmt – und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Liebesroman, einen Krimi oder ein Sachbuch handelt.

Sie bevorzugt eine gewählte Ausdrucksweise und verliert sich gerne in den Bildern, die ich in meinen Geschichten entstehen lasse.

Der Glaube an die große Liebe ist ihr zweiter Vorname und selbstverständlich hat sie immer Happy End gebucht – auch gerne im echten Leben.

Sie taucht am liebsten mit allen Sinnen in einen Roman ein und braucht es, an dessen Ende seufzend – oder zumindest mit einem guten Gefühl – zurückzubleiben.

Für die Leserin, auf die diese Beschreibung passt, ist meine Romanreihe genau das Richtige! 🙂

 

Vielen Dank für das Interview.

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C.

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Suchergebnisse

Zur Zeit gelten die häufigsten Suchbegriffe nicht meinem neuen Buch, sondern Helen McCrory und Damian Lewis. Helen wird bei mir im Zusammenhang mit „Peaky Blinders“ gesucht – einer hervorragenden Serie des BBC.  [Link: BBC Two] Staffel 1 habe ich schon gesehen – sehr atmosphärisch, klasse besetzt! Staffel 2 habe ich vorbestellt, ich will nämlich definitiv mehr. Die Serie lief die letzten Wochen auch auf Arte.

Worum gehts? Birmingham in den 20er Jahren – Cillian Murphy ist das Oberhaupt der Familie Shelby, mit großen, kriminellen Plänen. Sam Neill steht ihm als Ermittler gegenüber. Es geht um Pferdewetten, viele Waffen und auch um die IRA.

Ich habe auch die erste Staffel von „Boardwalk Empire“ gesehen – die Serie spielt zur selben Zeit, ebenfalls in den 20er Jahren, allerdings nicht in England, sondern Amerika. Nucky Thompson war mir wahnsinnig unsympathisch, teilweise fand ich es auch etwas zäh, daher habe ich mit der Serie nicht weiter gemacht nach der ersten Staffel. Meine Empfehlung geht klar nach Birmingham.

Jedenfalls.

Die weiteren Suchbegriffe waren: Damian Lewis, Theaterstück und Autorin.

Ja, Damian Lewis kehrt ins West End zurück und spielt Theater. Das Stück heißt „American Buffalo“ und ja, ich habe Karten. Ich habe ihn 2010 in London, im West End in dem Stück „The Misanthrope“ gesehen und war sehr begeistert. Fernsehen und Theater sind einfach zwei grundverschiedene Dinge – auch wenn seine Präsenz als Darsteller im Film wie auf einer Bühne gleichermaßen eindrucksvoll ist. Ich kann es nur herzlich empfehlen, auf mal ins Theater zu gehen – ganz grundsätzlich, nicht nur im Fall von Damian Lewis.

Wenn jetzt der oder die Suchende meint, ICH hätte ein THEATERSTÜCK für Damian Lewis geschrieben, so finde ich diese Vorstellung toll, schmeichelhaft und auch eine ziemlich gute Idee. Ich habe schon mal ein Theaterstück geschrieben, mein Größenwahn ist umfangreich genug mir das zuzutrauen und ich persönlich bin der Meinung, das die Serie Homeland die erste Serie war, die dem Schauspieltalent von Damian Lewis angemessen war. Warum hat er die Rolle gekriegt? Die Autoren haben den Film Keane gesehen. Ich übrigens auch. Krass, sage ich nur. Sensationell, aber krass.

Hast du den Film noch nicht gesehen? Dann ändere das. Jetzt.