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Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 9

Tag 09: Stell uns doch mal deine Lieblingsbuchhandlung vor!

Ganz klar: Grimms lesen & genießen in Spaichingen

#Supportyourlocaldealer

 

Lena Grimm hat ihre Buchhandlung 2015 eröffnet und die Buchhandlung Hettinga quasi „abgelöst“. Ganz so war es nicht, aber das nur am Rande. Vielleicht hätte Christa Hettinga noch eine Weile weiter gemacht – weil die Vorstellung, dass Spaichingen keine Buchhandlung mehr hat, fand sie wohl so grauenvoll, dass sie lange nicht ans aufhören dachte und sich kaum ein Mal Urlaub gönnte. 32 Jahre hat sie ihre Buchhandlung geführt. Krass. Nun ist also Lena Grimm mit ihrer Buchhandlung da, klein aber fein, mit Kinderspielecke und integriertem Café. Ein Träumchen. Das sage ich als Kundin, das sage ich als Autorin, die hier schon lesen durfte.

Mir ging es auch so: Spaichingen ohne Buchhandlung? Das geht doch nicht. Ich habe als Teenager selbst darüber nachgedacht, eine Lehre im Buchhandel zu machen, ich machte mit 16 sogar ein Praktikum bei Frau Hettinga. Das Leben hatte dann andere Wege für mich – besonders gut angestellt habe ich mich auch nicht, was aber daran lag, dass ich unfassbar naiv war und nach dieser Woche Praktikum erschrocken dachte: Schaffen ist ja Arbeit! Acht Stunden lang. Krass. Aber das will ich gar nicht erzählen, es würde unweigerlich zu einer Diskussion über unser Schulsystem führen und dazu, wie schlecht junge Menschen innerhalb dieses Systems auf das reale Leben vorbereiter werden. Dann müsste ich über meinen Berufsberater schimpfen, über meine Blödheit, wie leicht ich mich beeindrucken ließ (du kleines Mädchen kannst nicht Fotografin werden, was stellst du dir vor!) und so weiter und so fort. Das wäre ein sehr langer Beitrag.

Statt dessen: Stöbern. Wenn man in eine Suchmaschine einen Begriff eingibt – halt. Vorher. Du musst wissen, was du suchst. Wenn du einen Roman suchst, was hübsches, für den Sommer, vielleicht was mit französischen Flair, ein bisschen Liebe, mit Katzen, jemand der Birnen züchtet und das Leben auskostet – dann weißt du ja schon, was du willst. Du gibst also ein paar Suchbegriffe ein, Autoren/Autorinnen, die du kennst und magst, Thema, Ort, et cetera et cetera, dann bekommst du genau das. Du musst wissen, was du suchst. Ohne Begriffe, keine Suchergebnisse. 〈Wenn du genau weißt was du willst: Prima. Dann geh doch in die Buchhandlung deines Vertrauens und teile dich mit. Man wird dir dort jedes Buch bestellen, das du haben willst. Und wenn du zu deinem Glück noch etwas technischen Schnickschnack brauchst, empfehle ich dir die App LChoice. Online stöbern und bestellen. Lokal kaufen.〉

Wenn du das aber nicht weißt. Wenn das Suchfeld leer bleibt, du aber ein Sehnen spürst, ohne einen Namen dafür zu haben, dann musst du stöbern. Stöbern ist prima, weil man Dinge findet, die man nicht gesucht hat. Ich bin überzeugt, manche Bücher finden mich. Die kommen zu mir, weil ich sie brauche, ohne es zu wissen.

Und wo stöbert es sich am besten? Beim großen A? Vielleicht. In Blogs und Leserforen? Auch. Sicher.

Ich bin ein old school Mädel. Meine Mutter hat immer geschimpft: „Man schaut nicht mit den Händen.“

„Doch, Mama! Man sieht auch mit den Händen gut.“

Ein Buch muss ich anfassen, anlesen, fühlen. EBooks sind ja nett, für den Urlaub, wenn der Koffer nicht 40 Kilo wiegen soll. Sie sind ist praktisch, aus Gründen. Ich will dagegen gar nichts sagen. Aber. Ich bin der Meinung, eine Rolltreppe (1859 patentiert!) wird nie die Treppe an sich ablösen. Hat sie nicht in den letzten 158 Jahren, wird sie in Zukunft auch nicht.

Ich wünsche mir, für die Zukunft, dass man Bücher, für ein paar Euro mehr, als Print und eBook kaufen kann, im Bündel. Von mir aus auch als Print mit Hörbuch. Nehmen wir Harry Potter: Ich habe die Bücher gekauft und mehrfach gelesen. Ich habe die Filme gekauft und mehrfach gesehen. Ich habe die Hörbücher gekauft und mehrfach gehört. Das ist sicher die Ausnahme. Aber, wenn der Handel anbieten würde, großartige Bücher im Bündel zu bekommen, schön aufgemachte Bücher, die ich gerne anfassen will, dran schnuppern und mit ins Bett nehmen kann, dann wird da gar nichts aussterben. Ich bin mir sicher, die Literatur in all seinen Formen ist ein hartes Geschäft. Viel Arbeit, reich wird man damit auch nicht. Aber so lange Menschen wie Lena Grimm (und all die anderen Buchhändler/Innen) sich engagiert für Literatur einsetzten, mit Ideen und Tatendrang, sollten Buchliebhaber wie ich, örtlich kaufen. IMAO.

I try my very best.  Ja, ich kaufe meine eBooks beim großen A. Ich werde auch, für ein paar Herzprojekte CreateSpace nutzen. Aber ich werde nie aufhören mit den Händen zu sehen.

Leb damit, Mutter.   

 

Sommerlektüre

 

Links zu Grimm´s lesen & genießen:

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10 Fragen zu Büchern

Ich bin wieder da – habe ich gesagt. Nun will ich mich endlich wieder mehr um meinen Blog kümmern und ich fange hiermit an. Ich statte dem Blog Sätze & Schätze regelmässig einen Besuch ab und es war noch im alten Jahr, als ich die 10 Fragen entdeckte. Im Sinne von „Lieber spät als nie“ mache ich mich nun daran Antworten zu finden.

Hier sind die Fragen:

  1. Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?
  2. Das Buch, das Deine Jugend begleitete?
  3. Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?
  4. Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?
  5. Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?
  6. Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?
  7. Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?
  8. Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?
  9. Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?
  10. Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?

 

Meine Antworten

  1. J. M. Barrie – Peter Pan
  2. Harper Lee – Wer die Nachtigall stört
  3. John Irving – Gottes Werk und Teufels Beitrag (Dieses Buch machte mich auch zur Autorin)
  4. Helene Hanff – 84, Charing Cross Road
  5. John Irving – Das Hotel New Hampshire
  6. Herta Müller – Atemschaukel
  7. keines.
  8. Ich würde gern meinen SUB „abarbeiten“. Das sind lauter ausgesuchte Bücher, die darauf warten, dass ich mir Zeit für sie nehme. Und vielleicht schaffe ich es, danach, etwas von Marcel Proust zu lesen. Oder die Bibel.
  9. Bücher machen mir keine Angst. Im Gegenteil.
  10. Bov Bjerg – Auerhaus / Stephen Chosby – Das ist also mein Leben

… und noch viele andere. Colleen McCullough – Die Dornenvögel

Sommerlektüre

Literatur-Coach?

Caro und wie sie die Welt sieht

Gelesen: «Sex und Leidenschaft gehören zusammen. Liebe ist etwas für sich»

Interview mit Elke Heidenreich

Ich bin in einem Haus aufgewachsen, in dem nicht gelesen wurde. Musik war auch kein Thema. Ich erinnere mich an Roy Black und die Kelly Family auf langen Autofahrten. 1995 entstand bei uns im Ort eine winzige Bücherei. Vorher war in dem Raum ein Schuhladen drin. Also ein Laden, wo man seine Schuhe reparieren lässt, denn neue kauft. Es gab also ein Schaufenster zur Straße hin und eine Tür mit Glöckchen.

Ich bin an dem einen Regal, das den Raum beherrschte, vorbei gestreift, mit dem Zeigefinger auf den Buchrücken. Meine Finger und die Bücher machten so ein schabendes, leises Tap Tap Tap, so wie man an einem Gartenzaun vorbei geht und jede einzelne Latte berührt. Ich stand auf dem Regal, tatsächlich, nicht sprichwörtlich. Unten waren Schubladen, die lugten so hervor, dass ich drauf stehen und gehen konnte. Einmal den länglichen Raum zum Fenster hin und wieder zurück. Und nur wenn ich da drauf stand, konnte ich sehen, was im obersten Regalfach für Bücher standen. Da war ich also auf der Suche nach meinem ersten Bücherei-Buch. Die Masse erschlug mich fast. Ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte.

Vorn an der Tür, hinter der alten Theke des Schuladens, saß ein Junge aus meiner Schule, der hatte die Aufsicht. Er war ein bisschen pummelig, hatte lockig-wilde Haare und blühende Pickel. So, wie man eben aussieht mit 16. Er hat mir meinen Ausweis ausgestellt. Mit seiner schludrigen Handschrift schrieb er meinen Namen auf den Ausweis und eine Nummer. Die war dreistellig, aber ich erinnere mich nicht mehr genau.

So fing das an, mit den Büchern und mir. Der Junge sagte, ich dürfte die Bücher 30 Tage ausleihen. Also habe ich irgendwas mitgenommen und sie exakt 30 Tage behalten. Obwohl ich sie schon nach wenigen Tagen gelesen hatte. Ich dachte, da gibt es eine Regelung, an die man sich zu halten habe. 30 Tage später habe ich neue Bücher mitgenommen, so viele wie ich tragen konnte, in meinem Schulranzen. Eigentlich waren sie alt. Sie rochen muffig und die Schrift war winzig, und die Bücher sahen so aus, als wären sie älter als meine Oma. Aber es waren neue Bücher für mich. Neue Geschichten. Neue Welten.

Damals wie heute denke ich, in der Musik und der Literatur gibt es so viel zu entdecken. Ich hätte gern jemanden, der mich da durchführt. Schritt für Schritt. Naiv wie ich bin, glaube ich noch immer, dass es da einen gelben Weg gibt, dem ich folgen kann in meine literarische Heimat. Wenn ich Interviews sie dieses lese, frage ich mich kurz, ob man Elke Heidenreich mieten kann, als Literaturchoach.

Und bis ich einen Coach gefunden habe, lese ich, so wie ich früher Memory gespielt habe. Ich habe keine Ahnung, was sich hinter den Deckeln verbirgt, ich hoffe einfach, dass die Dinge, die ich aufdecke, zu mir passen.

~Caro

Lese-Challenge 2016

2015-01-09 13.50.02Ich liebe Listen und Vorsätze und sage gern, auch wenn ich keine Zigarren rauche:

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. 

Manchmal kommt das tatsächlich vor. Nun ist Januar, alle Welt hat Vorsätze, ich natürlich auch. Da stehen dann grundsätzliche Dinge drauf wie: „Die literarische Weltherrschaft an mich reißen!“

Oder auch ganz spezifisch: 4 Kilo Abnehmen. Hubert schimpft immer mit mir „Nein, Caro. Du kannst dich nicht von Cola und Kinderriegel ernähren. Auch wenn ich das sehr schön fände.“

Der Januar macht irgendwas mit mir. Das geht am 31. Dezember los und ich denke: „Jetzt hast du das Gröbste überstanden, ab jetzt werden die Tage wieder länger. Der Sommer kommt!“

Ja, das ist unsinnig angesichts Minus dreizehn Grad draussen und nasser Füße, weil die verdammten Winterstiefel nicht wasserdicht sind. Und trotzdem. In meinem Kopf legt sich ein Schalter um. So wie andere Leute ganz wuschig werden mit Frühjahrsputz und Tatendrang, sobald die ersten Krokusse ihre Köpfe aus der Erde drücken, so macht mich der Januar ganz verrückt: Neues Jahr, neues Glück. Als könnte ich augenblicklich alle meine Vorhaben in DIESEM Jahr schaffen. Alle Reisen, auf Papier, im Kopf und in der Welt. Geht natürlich nicht. Das ist aber egal, weil das Gefühl trotzig behauptet:

Doch, geht wohl. 

In so einem Rausch habe ich mir meinen Stapel Ungelesener Bücher, [fortan nur noch SUB genannt] mitten im Wohnzimmer platziert, damit ich das blöde Ding immer sehe und es mich das ganze Jahr verhöhnen kann.

Januar, weißt du noch, Baby? Damals, du und ich?

Ich weiß das Jahr nicht mehr, aber der Spott wabert duch meine Wohnung, verfolgt mich überall hin.

Ins Schlafzimmer; hier könntest du liegen und lesen.

Und auch ins Bad; hier könntest du sitzen und lesen.

Selbst in der Küche wispert der SUB mir zu; hier könntest du all die Rezepte ausprobieren, die ich in meinem Bauch für dich aufbewahre.

Mein SUB ist nämlich ein großer, blauer Wal, machmal hüpft er hoch, und knallt dann, einem Erdbeben gleich wieder auf die Oberfläche meines Bewusstseins: So wenig Zeit. 

Tja. Da bin ich nun, mit all meinen guten Vorsätzen, dem unvergleichlichen Januargefühl und einem höhnischen SUB.

Pah, denk ich, DIESES Jahr krieg´ich dich, du Sau.

Hier also meine Liste mit meinen ungelesenen Büchern. Ich werde diese Liste aktuell halten, zu jedem ersten im Monat. Das heißt nicht, dass ich keine neuen Bücher hinzukaufe. So ein selbst auferlegtes Kaufverbot fördert nur den Frust und die Wut auf den SUB. Ich möchte trotz der aktuellen großen Lesebedürfnisse, die nur augenblicklich mit einem neuen Buch gestillt werden können, es dennoch schaffen jeden Monat eins oder mehr Bücher von dieser Liste endlich, endlich zu lesen. Schließlich hat jedes einmal dieses Bedürfnis mal bei mir ausgelöst, ansonsten hätte ich es ja nicht gekauft.

Let the battle begin.

 

[lese ich/gelesen/abgebrochen]

#ich lese gerade

  • Susan Sontag – Über Fotografie
  • Johann Wolfgang Goethe – 10 Gedichte

 

SUB:

  • Lendle – Mein letzter Versuch die Welt zu retten
  • Lutz von Werder- Lehrbuch des kreativen Schreibens
  • Zahlen & Symbole
  • Oliver Sacks – Der einarmige Pianist
  • ADAC Reiseführer London
  • Arno Geiger – Anna nicht vergessen
  • Koeppen – Das Treibhaus
  • Conrad – Herz der Finsternis
  • Vargas Llosa – Lob der Stiefmutter
  • Wells – Die Zeitmaschine
  • Dürrenmatt – Das Versprechen
  • Der Essay (Reclam)
  • Kreatives Schreiben (Reclam)
  • Reclam Städteführer London
  • Jung – Union of Mankind
  • Ardagh – Unliebsame Überraschungen
  • Ardagh – Abscheuliche Angewohnheiten
  • Nabokov – Lolita
  • Fromm – Haben und Sein
  • Mailer – Die Nackten und die Toten
  • Keane – Drehbuch
  • Stavarič – Böse Spiele
  • Stavarič – Stillborn
  • Peichl – Rote Karte für den inneren Kritiker
  • Jonasson – Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
  • Wörter machen Leute
  • Der afrikanische Elefant
  • Menschen durchschauen
  • Das große Buch der Listen
  • Lexikon der Charakterkunde
  • Frömberg – Etwas besseres als die Freiheit
  • Scholl-Latour- Afrikanische Totenklage
  • Terry Pratchett – Die Farben der Magie
  • Terry Pratchett – Der Zauberhut
  • Davies – Der fünfte im Spiel
  • Brontë – Sturmhöhe
  • Eschbach – Eine Billion Dollar
  • Porath – Mops und Möhren
  • Lehane – Shutter Island
  • McCourt – Der Junge aus Limerick
  • Baricco – Seide
  • Sachau – Linksaufsteher
  • Schneider – Schlafes Bruder
  • Greene – Am Abgrund des Lebens

[Falls sich jetzt jemand über die Reihenfolge wundert: Ja, ich auch.]

2016 – Neu dazu gekommen:

  • Fitzner – Willkommen im Meer
  • Hartlieb – Meine wundervolle Buchhandlung
  • Martin – Band 7, (Das Lied von Eis und Feuer)
  • Foer – Alles ist erleuchtet
  • Wien (Städteführer)
  • Precht – Die Kunst, kein Egoist zu sein
  • Porath – Klosterkeller
  • Kornwall – DrachenSchimmer (eBook)
  • Bittel/Neumayer – Ich hatte mich jünger in Erinnerung
  • Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr
  • Rolf Dobelli – Die Kunst des klaren Denkens
  • Heinrich Heine – Gedichte
  • Nina George – Die Mondspielerin
  • John Galsworthy – Die Forsyte Saga
  • John Irving – Bis ich dich finde (Hörbuch)
  • Carolin Emcke – Gegen den Hass/Von den Kriegen
  • Martin von Arndt – Rattenlinien
  • Paula Henderson – Die Welt der Baumhäuser

 

Gelesen, endlich!

  1. Reiner Kunze – Gespräch mit der Amsel
  2. Bov Bjerg – Auerhaus
  3. Carolin Emke – Wie wir begehren
  4. Olivia Wartha – Hundertneunzehn
  5. Römer/Koenicke – Sweet Temptaition (eBook)
  6. Sandman – Band 10
  7. Edith M. Senkel – Blut an der Wand (eBook)
  8. Tilman Rammstedt – Morgen mehr [Link morgen-mehr.de]
  9. Emanuel Bergmann – Der Trick
  10. John Irving – Straße der Wunder
  11. Lotte Römer – Body Kiss (eBook)
  12. Wolfgang Herrndorf – Arbeit und Struktur/Tschick
  13. Joachim Meyerhoff – Alle Toten fliegen hoch
  14. Gerd Rödiger – The City-Cleaner (eBook)
  15. Anne-Catrin Jacob – Veränderung beginnt mit einem Flüstern (eBook)
  16. Bov Bjerg – Die Modernisierung meiner Mutter
  17. Nora Gomringer – Recherche (eBook)
  18. Candy Bukowski – Wir waren keine Helden (eBook)
  19. Angela Temming – Schlaf, mein Kind (eBook)
  20. Isabel Bogdan – Der Pfau
  21. John Steinbeck – Früchte des Zorns
  22. Olivia Wartha – Die Wirklichkeit ist anderswo
  23. Violet Kiani – Miss Violett goes London
  24. Katrin Bauerfeind – Und hinten sind Rezepte drin
  25. Elke Heidenreich – Alles kein Zufall (Hörbuch)
  26. Wolfgang Herrndorf – Bilder deiner großen Liebe (Hörbuch)
  27. Tanja Köhler – Das Jahr, als ich anfing Dudelsack zu spielen
  28. Horst Evers – Wäre ich du, würde ich mich lieben (Hörbuch)
  29. Lotte Römer – Winter Love (eBook)
  30. TimeOut – 1000 * London für unter 10 ₤
  31. David Rieff – Tod einer Untröstlichen
  32. Tilman Rammstedt – Morgen mehr (Hardcover)
  33. Maximilian Buddenbohm – Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
  34. Herta Müller – Heute wäre ich mir lieber nicht begegnet (Hörbuch)

 

Abgebrochen

Ich füge hier ganz bewußt die Rubrik „Abgebrochen“ ein, weil das regelmässig vorkommt, dass ich ein Buch nach wenigen Seiten weg lege. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Früher dachte ich, bei großen Klassikern, die muss ich zu ende lesen, egal wie schlecht ich sie finde. Ein gutes Beispiel ist „Der Name der Rose.“ Was habe ich mich da durch gequält. Bis zum Schluss. Dabei wusste ich schon auf Seite 20, dass ich die Schreibe des Autors und die Geschichte an sich nicht mag. Aber Klassiker legt man nicht weg, so was muss man gelesen haben. Bla Bla Bla.

Bei „Die Buddenbrooks“ war ich dann schlauer. Nein, muss man nicht gelesen haben.

Neulich begann ich ein Buch mit dem schönen Titel „Der Traum des Leuchtturmwärters“. Ich liebe Leuchttürme. Ich möchte am Liebsten in einem wohnen, oder zumindest, sollte ich je heiraten, jemandem an so einem besonderen Ort ein wichtiges Versprechen geben. Ich seh das Szenario jetzt (noch) nicht, aber man soll ja nie Nie sagen. Jedenfalls. Wenn mir ein Buch mit Leuchttürmen in die Hände kommt, lese ich es. DIESES habe ich nach zwanzig Seiten abgebrochen, weil ich den putzig naiven schulaufsatzmäßigen Stil des Autors nicht ausgehalten habe, dabei führe ich mich beim Thema Leuchttürme sehr fangirlig und irrational auf. Bei aller Liebe, es war mir nicht möglich das zu lesen.

 

Derzeit: 1

  • Draesner – Lichtpause
  • Klassische Geschichten (Diogenes)

 

Wenn du nun deinem eigenen SUB den Fehde-Lese-Handschuh an den Wanst knallst und zum Duell forderst, dann setz einen Link unter diesen Beitrag, ich verfolge das.

cmh 21. November 2016

Die zehn schlechtesten Bücher

Bei Facebook nominieren sich die Leute gerade fleißig gegenseitig, und statt nach den Lieblingsautoren, Lieblingsbüchern oder Lieblingsstellungen (der Bücher im Bücherregal natürlich, was dachtest du denn jetzt schon wieder?) zu fragen, werden Negativ-Listen aufgestellt: die schlechtesten Bücher aller Zeiten. Ich habe kurz darüber nachgedacht, und beschlossen,

a) ich mache mit, und

b) ich zähle nur die Bücher auf, die ich tatsächlich abgebrochen habe. Ein Buch, dass ich zu Ende gelesen habe, kann nicht so schlecht gewesen sein. Abbrechen ist da wesentlich drastischer.

Mies. Mieser. Abgebrochen.

  1. Die Prophezeiungen von Celestine – James Redfield (Schlechtestes Buch aller Zeiten)
  2. Nie im Leben – Jim Kokoris
  3. Spinner – Benedict Wells
  4. Tadellöser & Wolff – Walter Kempowski
  5. Der Schwarm – Frank Schätzing
  6. Bestseller – Michael Bresser
  7. Tender Bar – J. R. Moehringer
  8. In meiner Seele ist schon Herbst – (Schöner Titel, schreckliches Buch)
  9. Canal Grande – Hannu Raittila
  10. Winklers Traum vom Wasser – Anthony Doerr

So, jetzt du.

Stöckchen: Lesepersönlichkeit von ©aro

Leser sind Katzenliebhaber.
Nö, sie lieben Schildkröten. Elefanten, Bären, auch Hunde.
Leser sind sonnenscheu.
Nö. Noch nie einen Leser am Strand gesehen?
Leser sind Bauchmenschen.
Nö – das Kopfkino findet, na na? Im Kopf statt. Logik ist toll. Bücher, die am Schluss rund enden auch.
Leser sind romantisch.
Jaja.
Leser sind solange kinderlieb, bis das Lieblingsbuch mit Buntstiften verschönert ist.
Leser lieben, IMAO, Flohmarktbücher mit Randnotizen. Bundstifte wären da doch ein echtes Highlight. Mag jemand meine Bücher verschönern?
Leser sind Sammler, nicht nur von Büchern.
Nee. Leser sind sparsam & schlau und gehen in die Bücherei.
Leser lieben Kuchen und Kaffeeklatsch.
Kuchenkrümel und Kaffeflecken auf Büchern sind ok? Und Bundstifte nicht? Das ist Diskriminierung von Buntstiften. Ich mag Kaffee aber keinen Klatsch.
Leser haben beruflich mit Menschen zu tun.
Äh. Ja. Ausser sie schreiben. Dann sitzen sie nur vor dem Computer und wissen nicht mal wie man Sonnenlicht schreibt. Immer diese Klischees…
Leser essen Bio.
Igitt. Fastfood forever!
Leser schreiben selber oder haben es als Kind gemacht.
Zwangsläufig. Irgendwann musste man es ja mal lernen.
Leser waren als Kind Einzelgänger und Stubenhocker.
Ja. Das liegt aber selten an den Büchern.
Leser haben gute Freunde, aber davon nicht viele.
Qualität geht über Quantität.
Leser spielen gerne.
Jawohlja.
Leser sind hilfsbereit und gut.
Sowieso. Wenn sie nicht gerade lesen, retten sie auch die Welt und beenden den Welthunger.
Leser träumen gerne (auch Tageträume).
Jaja, Lesen erspart einem auch (selber) denken.
Leser fahren kleine Autos.
Wer sagt den sowas?
Leser lasen im Kindesalter gern unter der Bettdecke.
Unbequem, und (zu) warm.
Leser bevorzugen lieber Bücher als Filme usw im TV.
Nur wenn es um Literaturverfilmungen geht. 🙂
Leser haben immer ein Buch dabei, wenn sie länger unterwegs sind.
Ja.
Leser lesen auch anderes neben Büchern gerne.
Nein.
Leser haben mit den Augen Probleme.
Nein.
Leser können sich Stundenlang in einem Buchladen aufhalten.
Nein. Da hat es Menschen. Reale Menschen, die unlogische Dinge tun – die weder die Handlung voran treiben, noch interessant oder Vampire sind.
Leser haben mindestens 2 signierte Bücher im Regal stehen.
Ja. 🙂
Leser haben bestimmt schon mal für einen Romanhelden geschwärmt.
Ja.
Leser haben schon mal Orte in den Bücher bereist.
Ja.
Leser haben ihre Stammautoren und wechseln nur selten.
Stimmt. Ich plane aber impulsiver zu sein.
Leser besuchen gerne Veranstaltungen rund um Bücher (ZB: Messen, Lesungen, Signierstunden).
Ja.
Leser verleihen nur ungern ihre liebgewonnenen Bücher.
Ja. Aber nur deshalb weil die liebgewonnen Bücher dann sauer werden. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass viele ihre verliehenen Bücher nicht mehr bei mir abholen.
Leser sind Nachtmenschen.
Nein. Ich bin eine Sonnenanbeterin. Und ich brauche meinen Schönheitsschlaf!
Leser würden sich nie von liebgewonnenen Büchern trennen.
Wer kommt denn auf die bescheuerte Idee sich von einem guten Buch trennen zu WOLLEN?

Peter Pan – J. M. Barrie

Mit Peter Pan habe ich das zweite Buch meiner Weihnachtslektüre abgeschlossen. Leider war ich erkältet und das Lesen mühselig, daher kam ich nicht so schnell mit dem Buch voran, wie ich eigentlich wollte. Da habe ich eine große Klappe, ich will ein dickes Buch für den Weihnachtsurlaub, und dann bin ich ausgeknockt und komme gar nicht dazu 🙂

Das dritte Buch; „Ein unendlicher Spaß“, habe ich auch schändlich vernachlässigt. Bis ich dazu komme, darüber zu schreiben, wird wohl noch so einiges Wasser dem Fluss hinabfließen.

Zurück zu Peter.

Ich habe das Buch das erste Mal mit sieben Jahren gelesen, zwischenzeitlich noch ein oder zwei Mal, und nun muss ich zugeben, obwohl mich das Buch als Kind so beeindruckt hat, und ich es zu meinen Lieblingsbüchern zähle, konnte ich mich nun, mit 29 nicht mehr daran erinnern, das da Indianer vorkamen, und das die Meerjungfrauen so gemein sind. Ich weiß aber noch, dass mir die Vorstellung, das Nimmerland würde genau so aussehen wie ich es mir vorstelle, sehr gefiel. Ich freute mich imens, dass jedes Kind, Wendy, John und Michael, genau das vorfanden, was sie nachts über des Nimmerland erträumt hatten.

Es gibt aber noch mehr Dinge, die ich damals und heute schön fand.

Zum Beispiel den Umstand, dass J. M. Barrie direkt aus dem Buch zu sprechen scheint; Er spricht den kindlichen Leser an und es kommt mir so vor, als würde er auf meiner Bettkante sitzen und mir gerade jetzt diese Geschichte erzählen. Der Ton des Buches ist unglaublich herzlich, die Geschichte sehr einfallsreich. Als Kind wollte ich ein Kindermädchen wie Nana haben, auf meinem Bett rum springen und fliegen. Heute hätte ich gern ein Kindermädchen wie Nana für meine zukünftigen Kinder, ich springe auf dem Bett rum und will immer noch fliegen.

Klar, mein Eindruck dieses Buches ist heute ein ganz anderer. Ich will euch das Buch also nicht einfach bloß empfehlen (falls es da draußen wirklich noch Leute gibt, die das Buch nicht kennen!) sondern euch auch anstiften, es in ein paar Jahren nochmals zu lesen. Mit jedem Mal entdeckt man mehr und anderes, was einem in einer anderen Lebenssituation nicht aufgefallen ist. Am besten: Lest es euren Kindern vor. 🙂

Fünf Sterne.

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Peter Pan [Gebundene Ausgabe]

James Matthew Barrie (Autor), Hans G. Schellenberger (Illustrator)

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 228 Seiten
  • Verlag: Arena (2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401065734
  • ISBN-13: 978-3401065731
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 – 10 Jahre

Kurzbeschreibung

Es geschah in einer Freitagnacht. Wendy und ihre Brüder John und Michael sind allein zu Hause. Da taucht Peter Pan auf. Er ist ein kleiner Junge, der nicht erwachsen werden will und auch nicht erwachsen wird. er kann die wunderlichsten Dinge, zum Beispiel fliegen. Peter Pan nimmt die Kinder mit in das Niemandsland. Hier treibt der gefährliche Käptn Hook und Tiger Lilly mit ihren Rothäuten ihr Unwesen. Und dann gibt es noch die Fee Tinker Bell. Sie ist eifersüchtig auf Wendy und bringt sie in große Gefahr. Obwohl doch die ‚verlorenen Jungen‘ sehnsüchtig auf Wendy warten.

Über den Autor

James Matthew Barrie, geboren 1860 in Kirriemuir / Schottland schrieb Erzählungen über seine schottischen Heimat und Theaterstücke. Barrie besuchte die Dumfries Academy und machte 1882 seinen Abschluss als Master of Arts an der Universität Edinburgh. Anschließend arbeitete er als Journalist für das Nottingham Journal und ab 1885 als freier Schriftsteller in London. Seine Ehe mit der Schauspielerin Mary Ansell endete kinderlos in einer Scheidung. 1913 wurde Barrie der Titel Baronet verliehen. Er starb 1937 in London.