Second Life

Second Life Lesung: Drachenfrieden

Wie toll ist das denn? Hier gibt es einen kompletten Mitschnitt meiner Second-Life-Lesung vom Sonntag. Es ist ein bisschen seltsam mein eigenes Geschwurbel zu hören, aber ich freu mich wie Bolle.

~Caro

 

 

 

Am Sonntag, 08.10.17, stellte uns Carolin M. Hafen ihren dritten Band der Fantasysaga Das Drachenvolk von Leotrim vor. Eine spannende Lesung war`s und es hat uns viel Spaß gemacht zuzuhören. Vielen Dank für diesen unterhaltsamen Abend, Carolin! Es filmte Alexa Lazai. Bühnenbildnerinnen waren Winda Hiemstra, ClaireDiLuna Chevalier und Samiraa Adderstein.

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Zwei Fragezeichen an Tanja Kasten

 

Tanja Kasten alias Samiraa Adderstein

 

Tanja Kasten ist gelernte Industriekauffrau. Während ihres Studiums der Deutschen Literaturwissenschaft, Soziologie und Deutsch als Fremdsprache war sie u.a. als Chattutorin des Goethe Instituts beschäftigt und entdeckte ihre Begeisterung für eLearning-Methoden. 2014 rief sie das kulturelle Online-Projekt „Yúcale“ ins Leben, in dessen Rahmen sie nun regelmäßig Lesungen, Konzerte und auch Ausstellungen organisiert.

 


Tanja, wann und wie hast du Second Life entdeckt?

Ich glaube, es war 2007 als ich das erste Mal durch einen Bekannten von Second Life erfuhr. Er erzählte von Leuten, die virtuell ihrer Arbeit nachgehen, sich Avatare und Umgebungen basteln würden. Das klang anfangs recht spannend für mich, da ich mich schon damals für eLearning-Methoden und dergleichen interessierte. Als ich dann den SL Viewer runter geladen und getestet hatte, war ich aber nach kaum 15 Minuten doch sehr enttäuscht bzw. gelangweilt. Kann mich daran erinnern, dass ich das Umziehen des Avatars schon recht nervig fand und auch nicht so wirklich etwas mit mir dort anzufangen wusste. Ich war dann auch erst mal ganz lange nicht mehr in SL online.2008 versuchte ich einen zweiten Anlauf. Während meines Studiums war ich u.a. als Chattutorin des Goethe Instituts tätig. Das Goethe Institut bot damals auf einer eigenen Sim Sprachtreffen für Deutschlerner an. An diesen Treffen nahm ich eine Weile lang teil. Erkundete aber auch andere Sims und landete schon am zweiten Tag auf einer aktiven Rollenspiel Sim mit vielen hilfsbereiten Usern. Da hat es mich dann doch gepackt.

 

Warum begeistert dich SL?

Spannend an SL finde ich gleich mehrere Dinge. Zum einen ist es einfach toll, wem man dort alles begegnen kann. SL ist ja nahezu weltweit verfügbar und dementsprechend sind auch verschiedene User anzutreffen. Man begegnet Leuten, denen man außerhalb SL wohl eher nicht begegnen würde. Dadurch ergeben sich auch oft spannende Gespräche und Ideen. Man begegnet vielen kreativen Köpfen.Zum anderen ist es auch einfach eine gute Gelegenheit sich selber ein wenig auszuprobieren. Sei es, dass man sich mit kreativen Dingen beschäftigen mag, lernen möchte zu skripten oder sich einfach mit Gleichgesinnten austauschen und Tipps zu verschiedenen Themen holen will. So bastle ich momentan mit einigen anderen SL Usern an einem Projekt, bei dem es im weitesten Sinne um „Acoustic Poetry“ geht.

 

Was genau machst du da?

Eine zeitlang war ich eher sporadisch online. Nahm an Rollenspielen teil, besuchte verschiedene Sims, traf mich mit Leuten in Clubs und hörte einfach nebenher ein bisschen Musik, während ich daheim am PC arbeitete oder besuchte Lesungen. Das wurde mir aber auf Dauer zu einseitig. Irgendwie reichte mir das nicht.Ende 2014 rief ich dann ein kulturelles Projekt namens „Yúcale“ ins Leben, in dessen Rahmen ich nun verschiedene Arten Onlineevents organisiere. Das sind mal Autorenlesungen, mal Livekonzerte, mal Ausstellungen, mal Spiel- oder Hörspielabende. Je nach Lust, Laune und Ideen, die so aufkommen. Toll an SL ist ja, dass man je nach Eventidee auch eine passende Location bauen kann. Das ist gerade für Lesungen, Theaterstücke und Kunstausstellungen interessant. Es gibt einige wirklich gute Bühnenbauer in SL. So hatten wir schon riesige Raumstationen für Sci Fi, alte Ruinen für Fantasy oder sogar einen düstere Wohnsiedlung für eine Krimilesung. Einige Künstler schaffen auch eine Art begehbares Kunstwerk, sodass man ihre Werke nicht nur einfach als 2-D Objekt betrachten sondern auch in seinen Einzelheiten erkunden kann.

 

Für wen ist Second Life geeignet und mit was für Leuten hast du in deinem Café Yúcale zu tun?

Ich glaube, dass SL grundsätzlich für alle geeignet ist, die offen für soziale Netzwerke im Web sind. SL ist ja weniger ein Game sondern eher eine Art Tool, mit dem man virtuelle 3D Welten basteln und sich mit anderen Usern verbinden kann. Ob das nun eher im kulturellen Bereich ist oder bei Rollenspielen oder sogar kommerziell beim Verkauf von Meshobjekten, Animationen und dergleichen, vieles ist machbar. Es tummeln sich eine Menge Menschen mit unterschiedlichsten Interessen und Hintergründen dort.Durch Yúcale habe ich überwiegend mit Autoren, Künstlern, Musikern und DJs zu tun. Viele von ihnen gehen dieser Arbeit auch im wahren Leben nach. Andere haben ihre Leidenschaft zum Hobby gemacht und bauen sich über SL eine kleine Community auf. Neben den Gästen, die sich einfach nur ein bisschen unterhalten (lassen) wollen, gibt es auch Blogger. Diese Blogger machen oft Bilder oder sogar Videos von den jeweiligen Events und teilen diese dann auf ihren Blogs, sodass auch im Nachhinein noch eine kleine Erinnerung bleibt oder sogar Nicht-SLer nachsehen können, was online machbar und erlebbar ist.Spannend finde ich allerdings besonders, wenn man Leute kennenlernt, die gerade erst ihre Begeisterung für Kunst, Literatur o.ä. entdecken. So begegnen mir auch immer wieder Leute, die ganz überrascht sind, dass es in SL auch ein kulturelles Angebot gibt und probieren sich dann auch das erste Mal in diesen Bereichen aus. Dabei ist Yúcale weder das erste noch das einzige Projekt dieser Art. Es gibt verschiedene Communitys sowohl im deutschsprachigen als auch im internationalen Bereich, die kulturelle Events anbieten. Die Programme mögen variieren, aber grundsätzlich findet auch dort wesentlich mehr als nur einfaches Chatten und Rumbasteln an Pixelpüppchen statt.Letztlich ist SL für mich eine Art Verlängerung des RL. Ich habe auch außerhalb SL in unterschiedlichsten Rahmen mit verschiedenen Leuten Veranstaltungen wie Lesungen und Partys organisiert. Das gehört einfach zu mir. Ich lerne einfach immer gerne Neues kennen und Eventorganisation, ob nun on- oder offline, macht dies möglich.

Vielen Dank für das Interview!

 


 

PS: Möchtest du an der Interview-Reihe „Zwei Fragezeichen“ teilnehmen?

Dann schreib mir.

~Caro

 

 

Second Life Lesung: Drachenfrieden

7. Oktober 2017

C. M. Hafen liest Drachenfrieden – Das Drachenvolk von Leotrim

Gastgeber: Yúcale::. The Coffee Gallery

Ich mache wieder einen Ausflug nach Second Life! Dieses Mal darf ich Band 3 meiner Reihe vorstellen, und ich bin mir sicher, Tanja bastelt wieder so ein schönes Setting… letztes Mal hatte sie einen schwarzen Drachen vor ihrem Yúcale-Cafe platziert, das sah unheimlich toll aus. Ich freue mich sehr auf den Termin.
Bist du dabei? Falls du noch nie in Second Life warst, kann ich dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.
~Caro

 

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Ankündigung:

Wir freuen uns euch mitzuteilen, dass uns Carolin M. Hafen am Samstag, 07. Oktober 2017, den dritten Band ihrer All-Age-Fantasysaga „Das Drachenvolk von Leotrim“ vorstellen wird.

Herzlich willkommen sind alle Fantasybegeisterten. Carolin wird vorab einige einleitende Worte zu den ersten beiden Bänden „Drachenbrüder“ und „Drachensichel“ sagen, sodass ihr auch gut in die Fortsetzung „Drachenfrieden“ einsteigen könnt, falls ihr die ersten beiden Bände noch nicht kennen solltet.

Die Lesung wird voraussichtlich per SL Voice stattfinden. Die LM wird veröffentlicht, sobald die Location steht 🙂

Zum Inhalt:
›Nicht alle Leben sind gleich viel wert.‹

Kann der Drachenfrieden trotzdem gewahrt werden?
Um das herauszufinden, folgt der junge Ambro dem Ruf der Mutter aller Wasser. Zusammen mit seinem Drachenbruder macht er sich auf den Weg zu ihr und wird in den Himmelsbergen mit der folgenschwersten Überraschung seines Lebens konfrontiert.
Ambro wird klar, wie blind er bislang war. Nun muss er stark sein. Ist er all dem gewachsen?

Im dritten Band der Trilogie kommt auch Dakota hinter so manches Geheimnis ihrer Andersartigkeit und erkennt letztlich, wer sie wirklich ist. Und selbst die Chronistin erfährt die größte Kehrtwende ihres Lebens.

Vieles verbindet sich, anderes trennt sich, einiges wird heil – das Leben in Leotrim gerät zwischen die Fugen des Schicksals.

Link zur Facebook-Veranstaltung

 

 

Zwei Fragezeichen an Reginas Gedankenwelten

Zwei Fragezeichen

Zwei Fragezeichen

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Zwei Fragezeichen an Reginas Gedankenwelten

 

Regina, was für Themen bewegen dich in deinen Gedankenwelten?

 

Als ich 2010 (vor sieben Jahren, Wahnsinn!!!) begann, meine Gedankenwelten zu schreiben, dachte ich, ich würde einfach so vor mich hinschreiben. Über das, was mir so spontan durch den Kopf geht, was mich bewegt. Das ist heute noch so, darum ist der Blog ein Kaleidoskop verschiedener Interessen: Rückblicke, Bücher, Meerschweinchen, Fotos, Gedichte, Reisen. Inzwischen auch vermehrt Politik. Ich habe mich nie als sonderlich politisch gesehen, aber wenn man ein Gewissen hat, kann man heutzutage nicht mehr die Klappe halten. Ich sehe mir gerne Themenblogs an, also Bücherblogs, Kochblogs, Dekoblogs etc. – aber es ist nicht meine Art, einen zu führen

 

Erschaffst du auch neue Welten?

Ich bin nicht nur Autorin sondern auch Virtual Artist. In beiden Funktionen schaffe ich Neues, manchmal verbindet sich auch beides. Ich bin in Second Life aktiv und dort ist es (noch immer!) das erklärte Ziel, neue Welten zu erschaffen: Fantasy, Steampunk, Unterwasserlandschaften, Dystopien, Abstrakte, alles ist möglich. Ich nutze vorhandenes und erschaffe daraus neues für meine Fotografien. Eine Landschaft oder ein Bild kann mich zu einer Geschichte inspirieren, umgekehrt kann ich ein Gedicht oder eine Geschichte aber auch dort relativ leicht in einem Bild darstellen. Hier einige Beispiele:

 

 

cloudyrose

 

ibecome3-1-1

 

perfect-swan

 

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Vielen Dank, Regina, für deine Zeit.

 

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PS: Möchtest du an der Interview-Reihe „Zwei Fragezeichen“ teilnehmen?

Dann schreib mir.

C.

Zwei Fragezeichen an Herr Wortranken

Zwei Fragezeichen

Zwei Fragezeichen

Zwei Fragezeichen an Herr Wortranken aka ChapTer Kronfeld

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Herr Wortranken, warum Second Life – was reizt dich daran?

… Damalige Informationen der Medien, reizten mich im Jahre 2007, einen Zugang für Second Life, zu aktivieren. In diesem ‚Spiel‘, sah mein Avatar, ‚ChapTer Kronfeld‘ {Vorname, als künstlerisches Kapitel & gleichzeitig die erste Silbe, als Kerl (Nachnamen wurde zur Auswahl vorgegeben)} Chancen audiovisueller Gestaltungen in den Bereichen Video und Bildmanipulation.

 

Was sind deine Themen und warum?

Die Beschäftigung, mit und in dieser virtuellen Welt, erschloss es mir, zusätzliche schöpferische Ausdrucksformen (Skulpturen, Räumlichkeiten, Landschaften) zu erschaffen und meine künstlerischen Ambitionen der Malerei und Sprachvorträge aus der realen Welt, einer anderen Gemeinschaft, vorzustellen.

 

Vielen Dank für deine Zeit.

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PS: Möchtest du an der Interview-Reihe „Zwei Fragezeichen“ teilnehmen?

Dann schreib mir.

C.

Heute: Lesung in Second Life

Drachensichel CoverHeute Abend lese ich aus meinem Roman „Drachensichel“ im Rahmen des „Festival der Liebe 2016“ in Second Life.

20.30 Uhr

Second Life, LM: Yúcale – The Coffee Gallery

Das FdL 2016 findet vom 7. bis zum 9. Oktober mit vielen tollen Lesungen statt.

Klick: Link zur Facebook-Veranstaltung

Blog: Kueperpunk2012

Ich habe letztes Jahr schon eine SL-Lesung machen dürfen, das kannst du hier nachlesen, bzw. nachschauen.

 

Second Life, die Zweite

Autorenselfie: Drachensichel

Autorenselfie: Drachensichel

Ich mache es wieder. Also lesen. In Second Life. Das letzte Mal war mein Avatar eine Vampir-Zwusel, bauchfrei mit riesen Hupen. Ich wollte schon immer mal eine dürre Vampir-Zwusel mit dicken Hupen sein. Wer das verpasst hat, kann sich die Wiederholung dieses Auftritts im Oktober anschauen. Dieses Mal lese ich aus Drachensichel. Das wird super.

Eindrücke aus Second Life

Liebes Universum,

ich habe meine erste virtuelle Lesung hinter mir. Mein Vater, der am Samstag anfing meinen Fantasy-Roman zu lesen, und sich mit seinen 73 Jahren ein bisschen schwer tut, sich mit Drachen in einer archaischen Welt zurecht zu finden, fragte, was denn Second Life sei und was man da macht. Ich habe es dann wie ein Computerspiel erklärt – eine Figur, die man selber gestaltet und durch eine virtuelle Welt steuert, mit dem Unterschied dass man auf niemanden ballert, sondern wie gestern sich hinsetzt und an einer Lesung teilnimmt. „Ah ja“, sagte er und meinte „Hä?“.

Ich saß also mit Kopfhörern in meinem Arbeitszimmer, die Schildkröten in ihrem Terrarium neben mir, dotzten mit dem Kopf an die Glasscheibe – das tun sie gern wenn ich rede. Wenn ich nur am Computer sitze und schreibe, liegen sie nebeneinander und glotzen mich an. Aber wenn ich telefoniere oder Besuch habe und es wird gesprochen, meinen sie wohl es ginge sie an, da wollen sie dann immer ausbrechen und partizipieren, was ich sehr süß finde. Gestern jedenfalls, waren sie hochengagiert und taten lautstark kund, dass sie auch da sind.

Es war eine doppelte Premiere für mich, meine erste virtuelle und meine erste Drachenbrüder-Lesung. Obendrein war ich auch noch die 100ste vortragende Autorin der Gruppe „Brennende Buchstaben“. Wow. Doppelt, was sag ich, dreifach toll. Ich ziehe meinen Hut vor den Organisatoren, tolle Leistung – so viel Engagement für die Literatur.

Ich habe zwei Kapitel aus meinem Roman gelesen, ca. 40 Minuten. Hinterher war ich völlig platt. So lange am Stück zu lesen bin ich nicht gewohnt. Bei den get shorties kommt es auch mal vor, dass ich an einem Abend drei oder sogar vier Kurzgeschichten lese – zum Beispiel bei der Kulturnacht in Böblingen, aber dazwischen hatte ich immer eine Pause.

Es ist merkwürdig am Schreibtisch zu sitzen mit Kopfhörern und nichts vom Publikum mitzukriegen. Ich hab irgendwas von „normalerweise sitze ich vor Menschen“ gesagt. Das ist natürlich quatsch. Ich saß gestern auch vor Menschen. Die waren real und haben mich genauso angeschaut wie bei einer „normalen“ Lesung. Nur habe ich sie nicht gesehen. Ich sah sie natürlich schon. Also ihre Avatare. Da war zum Bespiel einer (ich weiß nicht mehr ob es eine Frau oder ein Mann war) dessen Avatar in Flammen stand. In Flammen. Wie cool ist das? Ich sah also belustigt zu, wie da Männlein, Roboter und Feen (?) ankamen und sich setzten. Ein anderer hatte immer so eine Wolke vor dem Mund. Irgendwann patschte ich mir die Stirn ab; der raucht. Und das fand ich dann sehr komisch. Da gestaltet sich jemand eine Figur, mit Klamotten und Brille und allem drum und dran. Und sitzt zum Schluss da und raucht Pfeife. (Ich frage mich gerade ob man sich auch ein Haustier dazu gestalten kann. Ich wollte schon immer Mal einen Hund.)

Ich dachte ja, ich blick schon voll durch, kann sitzen und fliegen, und das mein Avatar ein Buch in der Hand hielt und tatsächlich las, beeindruckte mich schon fast nicht mehr, weil Hey, ich sitze in einem virtuellen Gebäude,mdas aussieht wie der Dresdner Zwinger, mit Kunst an den Wänden und seitlich über mir war noch so ein Urtier – ich hab nicht mal gefragt, was das ist, sah jedenfalls aus wie eine Mischung aus Rochen und Dinosaurier – da ist doch ein Buch pillepalle. Oder? 😉 Tja, und prompt habe ich mir, zur Erheiterung der Anwesenden, einen Würfel angezogen. Mein Avatar stecke dann da drin, dabei wollte ich nur wissen, was der Würfel für Infos beinhaltet. Sprichwörtlich: mich. Also war ich wieder geerdet, setze mich brav und machte keinen Unfug mehr. 🙂

Wenn sich die Leute zu Wort gemeldet haben, dann in einem kleinen Chat-Fenster, das ich nicht im Blick hatte, während ich aus meinem Buch las. Auf einer Bühne, mit Scheinwerferlicht ist es schnell warm, die Atmosphäre ist direkter, die Ablenkung auch. Ich höre und sehe die Leute, merke sofort, ob ein Scherz anklingt oder nicht – und mache dementsprechend Pause. Gestern habe ich wie mit Scheuklappen gelesen, ich war ganz bei mir, hatte so auch Zeit zu registrieren: Bin ich zu schnell? Betone ich anständig? Das war interessant und auch angenehm zu lesen, gleichzeitig unwirklich. Wenn dann jemand ins Chat-Fenster „Applaus“ schrieb, musste ich sehr grinsen. Was für eine Welt. Ich hätte gerne noch gefragt, wo denn die Zuhörer ihre Computer stehen haben – es werden ja, nicht wie sonst, wenn ich im Raum Stuttgart lese, alles Schwaben gewesen sein. 🙂 Ich mag die Vorstellung, dass da ganz unterschiedliche Leute, über Deutschland verteilt, einfach an einem Ort zusammen kommen und eine Erfahrung teilen. So gesehen, war es so intim, als hätte ich die Leute alle in mein Wohnzimmer eingeladen. Sehr cool.

Vielen dank dafür.

~Caro

Hier noch ein paar Links mit Bildern und Rückmeldungen der Zuhörer.

Kueperpunk2012

BukTomBlog

Hydorgol

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