Tübingen

An diesem Tag

Facebook erinnert mich heute an dieses Foto. FB weiß nicht alles, jedenfalls nicht ganz genau. Ich hab in meinem Notizbuch nachgeschaut. Das hier war meine zweite get shorties Lesung, jemals.
9. April 2010 im Sudhaus in Tübingen. Da habe ich #Reiskeksmütter zum ersten Mal gelesen und jetzt kann ich es nicht fassen wie lange das schon her ist. Ich würde jetzt ja sagen, „War ein wilder Ritt bis hier her“, aber das könnte man ja total falsch verstehen. Das will ja keiner. Also sage ich, mal zwischenrein, weil hier ist ja noch lange nicht Schluss:
„Danke, Jungs.“

 

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6. Tübinger Kulturnacht

Der Kollege Wolfgang Kirschner lud mich und A. nach Tübingen ein. Wir sind beide ganz verliebt in das Fachwerk-Städtle und sind der Einladung gern gefolgt. Es gab die 6. Tübinger Kulturnacht zu sehen. Wenn ich das so schreibe, impliziert das ja, dass ich die anderen fünf Kulturnächte auch miterlebt habe. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen: Nein. Ich habe schon manches Mal die Reise nach Tübingen angetreten, aber da ging es entweder um Bücher (Bücherfest) oder Schokolade (ChocolART). Dieses Mal also die „Kulturnacht“. Um Bücher ging es aber trotzdem. Wolfgang Kirschner las im ART TEMPTO einige seiner Kolumen (Tübingen im Fokus) und ich habe mich köstlich amüsiert. Stichwort „Halbes Gläsle“. Wer die Kolumnen nicht kennt, wird hier fündig: TiF

Die Fotoausstellung und die Kunstwerke von Rieke Riegels-Winsauer haben wir uns bei der Gelegenheit natürlich auch gleich angeschaut. A. und ich waren ganz begeistert von der „Fadenkunst“ und standen eine Weile begeistert vor einem Gebilde mit dem Wunsch: „Hätten wir doch das nötige Kleingeld dafür“. 🙂

Link: http://www.art-tempto.de

Ich mag die Atmosphäre in Tübingen, besonders zu solchen Gelegenheiten. Am Samstag war überall was geboten – wir lauschten erst den Alphornbläsern auf dem Marktplatz, dann eine Weile den Bands bei der Stadtbücherei, schauten uns später dann die Feuer-Show auf dem Holzmarkt an und zum Schluss noch den Chor, der seine Liedzeilen in die Gebärdensprache übersetzte. Und nein, es ist eine Schande: Ich bin immer noch nicht Stocherkahn gefahren. Das heißt, ich muss wieder kommen. Irgendwann, Tübingen, wird das noch was mit uns.

~Caro

 

 

 

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Hölderlins Hund – Wolfgang Kirschner

Abgefahren, kann ich nur sagen.

Hier wird mit viel Tempo und Schalk die Geschichte von Budenius, einem Tübinger Schriftsteller mit Schreibblockade, erzählt wie er von einem Schlamassel in den nächsten gerät.  Budenius´ Nachbar Manne Knülleisen ist im Grunde  kein schlechter Mensch, auch wenn er gern die Zeitung im Tante Emma laden klaut. Budenius ist auch kein schlechter Kerl, auch wenn man ihn plötzlich verdächtigt, bei einem größeren Diebstahl als einer Tageszeitung mit Manne unter einer Decke zu stecken. Tja, zur falschen Zeit am falschen Ort, ganz klassisch.

Zum Glück ist Budenius weder ein Feigling, noch ein Verräter. Er stellt sich den Widrigkeiten und es muss eine andere Lösung her, als einfach alles der Polizei zu stecken. Ich habe mehrfach laut raus gelacht, beim Lesen dieses Buches, ob nun der obskuren Figuren wegen, oder der herrlichen Dialoge, oder wegen der Situationen in die die beiden „Helden“ geraten. Ich fand´s echt abgefahren, was diesen beiden sympathischen Verlieren alles im Fachwerk-Städtle passiert und hatte von der ersten bis zur letzten Seite viel Spaß!

Da in diesem Krimi nicht nur Menschen hingemordet werden, sondern auch Hunde, würde ich das Buch nicht vorbehaltlos an Hundebesitzer empfehlen. Manch einer mag die Vierbeiner ja generell lieber als die Menschheit oder einen gemeinen Verbrecher. 😉 Allen anderen, Tübingern, wie Nicht-Tübingern, und haustierlosen Krimifans wünsche ich viel Spaß mit Budenius, Manne, Fucky und Henna.