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Zwei Fragezeichen an Rainer Buck

Zwei Fragezeichen
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Rainer Buck, Jahrgang 1965, lebt mit seiner Familie in Marbach am Neckar, arbeitet beruflich in der Verwaltung. Schriftstellerische Aktivitäten seit 2010. Regelmäßige Buchveröffentlichungen und Lesungen.

Marbacher Literatur-Manufaktur

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Rainer, was fasziniert dich an Dostojewski?

Zum Einen: Dostojewski befasst sich meist mit elementaren Fragen der menschlichen Existenz. Er stellt dabei immer wieder die Frage nach Gott und er zeigt auch mögliche Antworten auf. Dabei überlässt es dem Leser, für sich herauszufinden, was überzeugt und was nicht überzeugt. Die „Brüder Karamasow“ zum Beispiel habe ich deshalb als 35Jähriger ganz anders aufgenommen als mit 20 Jahren.

Zum Anderen: Wenn Dostojewski zeigt, was im Innern eines Menschen vorgeht, entdecke ich dabei schräge Gedankenwindungen, die mir aus persönlichem Erleben bekannt vorkommen, ohne dass ich gedacht hätte, dass es jemals einer wagt, sie zu Papier zu bringen. Seit ich mich mit der Lebensgeschichte von Dostojewski befasst habe und weiß, unter welchen Umständen er schrieb, immer getrieben von wirtschaftlichen Nöten und oft gedemütigt, habe ich noch mehr Ehrfurcht vor der Wucht seiner Werke.

 

Was sind deine Themen (in deinen Büchern) und warum?

Ich stelle in Gegenwartsgeschichten Menschen dar, die sich in irgendeiner Form nach dem Sinn des Lebens fragen oder ihre Position suchen. An meinen erstes Roman „Aljoscha“ (2010/2011 veröffentlicht) ging ich tatsächlich mit der Ernsthaftigkeit von Dostojewski heran und stellte einen schreibenden Sonderling dar, der an der Fortsetzung der „Brüder Karamasow“ schreibt. Mehr unfreiwillig als freiwillig gerät der Protagonist dann doch ins pralle Leben und wird zum Helden einer ereignisreichen Geschichte mit einigen Spannungsmomenten. „Aljoscha“ hatte sicher einige Eigenschaften eines Kultbuches, was dazu führte, dass ich mir in der Verlagswelt erstmal nur Abfuhren holte, ehe es als selbstverlegtes Druckwerk dann doch ein paar Herzen erobern konnte. Später fand es doch noch Verleger, eigenständig als Hörbuch, als Print und als e-Book, bekam sogar „airplay“ im Rundfunk.

Meine weiteren Romane sind einfacher angelegt: „44 Tage mit Paul“ ist die Liebesgeschichte eines Paares, bei dem unterschiedliche Lebensansichten aufeinandertreffen, wobei ich mich erzählerisch in die Perspektive der Person begeben habe, die mir weltanschaulich weniger nahe stand: die junge weibliche Agnostikerin. Die weibliche Perspektive hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich einen weiteren Roman  mit einer Heldin begann. Daraus wurde unter dem Eindruck öffentlicher und kirchlicher Diskussionen um die Homo-Ehe eine lesbische Liebesgeschichte: „Tims Arche“. Trotz christlichem Charakter des Buchs ein „no go“ bei konfessionellen Verlagen.

Meine „Bestseller“ sind zwei Erzählbiografien mit den spannenden Lebens- und Werkgeschichten meiner literarischen Lieblinge Karl May und Fjodor Dostojewski. Letztere wurde mir sogar vom Verlag angetragen. Das Projekt hat mir meinen favorisierten Autor auf eine herausfordernde Weise näher gebracht. Die Karl-May-Biografie flankierte eine Hörspielveröffentlichung („Old Cursing Dry“), für die ein Freund von mir ziemlich bekannte Sprecher im Studio versammelte.

Einen „Karl-May-Einschlag“ hat auch mein letzter Roman „Indianertod“. Da habe ich eine uralte Idee umgesetzt, einen Krimi im Milieu der „Karl-May-Szene“ spielen zu lassen, angefangen mit einem Mord an einem „Winnetou“-Darsteller vor der malerischen Kulisse der Karl-May-Festspiele. Da ich gerne Krimis lese habe ich mich in dieses Metier getraut, meiner erzählerischen Lust Spielraum gelassen und an einer stimmigen Storyline zum Mitraten  geknobelt. Die Krimi-Vielleserinnen bei „Lovely Books“ haben mir fürs Ergebnis durchaus „Absolution“ erteilt.

Es ist kein Zufall, dass ich jede meiner Einzelveröffentlichungen angesprochen habe, weil jedes Projekt seinen eigenen Beweggrund hatte. Als Leser suche ich in guten Büchern ein bisschen mehr als „nur“ Unterhaltung, z.B. Anstöße für Lebensmut -und Freude, neben der Sensibilisierung für Lebensfragen gerne auch einen befreienden Humor. Was ich selbst mag, versuch ich auch als Autor weiterzugeben.

 

Vielen Dank für das Interview.

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C.

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Zwei Fragezeichen an Ines Witka

Zwei Fragezeichen
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Ines Witka wurde als Sachbuchautorin bekannt. Ihr erstes Buch ist bei Schwarzkopf & Schwarzkopf im Bereich Sachbücher in der Rubrik LUST UND LIEBE erschienen. STELL DIR VOR, ICH BIN DEINE HEIMLICHE GELIEBTE – Der Reiz des Escort-Service. Für sie war es konsequent da weiter dranzubleiben, um sich als Autorin für einen Bereich zu etablieren. Das zweite Buch wurde ein sehr hochwertig gestaltetes Buch über DIE NACHT DER MASKEN – Wahre Geschichten von der exklusivsten Erotikparty der Welt. Danach folgte sie ihrem zweiten Herzensthema: Gleichberechtigung. Mit EINE FAMLILIE MACHT KARRIERE – gleichberechtigt Beruf, Kinder und die Liebe vereinen. Beide Bücher sind im Gatzanis Verlag erschienen. Auch in diesem Buch widmet sie sich, allerdings mehr mit einem Augenzwinkern und nur kurz der Frage, wie sich eine gleichgestellte Partnerschaft auf die Sexualität auswirkt.

Mit dem Master of Arts in Biografischem und Kreativem Schreiben von der Alice Salomon Hochschule (07.09.2012 ), dachte sie sich, warum nicht die beiden Themen Kreatives Schreiben und Erotik miteinander verbinden. So entstand der Schreibratgeber DIRTY WRITING – Vom Schreiben schamloser Texte: Ein Übungs- und Inspirationsbuch im für Erotik bekannten Konkursbuchverlag Claudia Gehrke. Seit dem Studium konzipiert und realisiert sie Schreibwerkstätten und Workshops zum erotischen, kreativen und biografischen Schreiben.

PERLE UM PERLE ist ihr Debütroman über den Antiquitätenhändler Ignatz Steinfels und die Finanzbeamtin Margarete Henner, ebenfalls im Konkursbuchverlag erschienen. Dieser Roman steckt voller Täuschungen, Wandlungen und Erotik.

 

Mehr von Ines Witka erfährst du auf ihrer Homepage: www.ineswitka.de

Oder in ihrem Blog: http://perleumperle.tumblr.com/

 

© Ines Witka
© Ines Witka

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Ines, warum schreibst du über Erotik?

In meinen Schreib-Kursen sage ich immer, das Schriftsteller über ihre eignen Obsessionen schreiben. Woher also meine Leidenschaft fürs Sexuelle, ganz unabhängig davon das Sex einfach Spaß macht? Es fällt mir leicht darüber zu sprechen und damit auch zu schreiben. Außerdem betrachte ich Sexualität schon mein ganzes Leben aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln: Wie steht es mit dem Eros in der Kunst? Wie hält es eine Gesellschaft mit Moral und sexueller Freiheit? Gilt sie für alle oder nur für Männer? Schon die Frauenbewegung in den 1970er Jahren verhandelte von Anfang an das Thema Sex und Doppelmoral. Wie eine Gesellschaft mit Sexualität umgeht, verrät viel über ihr Wertesystem. Außerdem bin ich überzeugt, dass die Erotik die Triebkraft allen Handelns ist, gerade bei der Entstehung von Kunst und Kultur.

Ich schreibe keine Einhand-Literatur – das Wort gibt es zwar nicht im Duden, aber man versteht es auch so ganz gut. Ich schreibe nicht, um den Porno zu verschriftlichen, sondern nutze Erotik um etwas über die Figur zu verraten und die Handlung voranzutreiben. Ich teile etwas mit, das über die reine Performance hinausgeht. Gefühle wie Hingabe, Verwundbarkeit, Liebe, Hass, Selbstaufgabe, Berechnung, Wollust, Gier und Leidenschaft sind es, die den Leser berühren. Bei der Erotik spielen so viele unterschiedliche Gefühle eine Rolle, diese machen die Figur interessant. Die seelischen Empfindungen, Überraschungen und Irritationen spielen dabei die Hauptrolle. Und Sexualität ist nun mal mit eines der intimsten Geheimnisse. Teilt man mit, wie man liebt, verrät man doch viel über sich.

 

Was ist erotisch (für dich?)

Erotik steht schon auf dem Fundament der Sexualität. Doch im Gegensatz zur Pornografie geht es dabei weniger um körperlichen Maße und Vorzüge, weniger um das „To do.“ Gefühle sind wichtig, Fantasien und Wünsche. Für mich ist Erotik ein Versprechen, das die Sexualität umspielt, eine Erwartung, die ihr vorausgeht: die Verführung. Erotik schafft Nähe, verlangt die Auseinandersetzung mit dem Gegenüber. Es bedeutet alle Sinne mit einbeziehen: Dessous für das Auge, verführerische Gerichte für den Geschmack oder das Salz auf der Haut, Düfte für die Nase – egal ob der Eigenduft des Menschen oder von Parfüms, Federspielzeug oder Massageöle für den Tastsinn und dann immer wieder die Textur der Haut. Hier mache ich mal einen Punkt, obwohl das Thema unerschöpflich ist.

 

Vielen Dank für deine Zeit.

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C.

 

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Zwei Fragezeichen an Reginas Gedankenwelten

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Zwei Fragezeichen an Reginas Gedankenwelten

 

Regina, was für Themen bewegen dich in deinen Gedankenwelten?

 

Als ich 2010 (vor sieben Jahren, Wahnsinn!!!) begann, meine Gedankenwelten zu schreiben, dachte ich, ich würde einfach so vor mich hinschreiben. Über das, was mir so spontan durch den Kopf geht, was mich bewegt. Das ist heute noch so, darum ist der Blog ein Kaleidoskop verschiedener Interessen: Rückblicke, Bücher, Meerschweinchen, Fotos, Gedichte, Reisen. Inzwischen auch vermehrt Politik. Ich habe mich nie als sonderlich politisch gesehen, aber wenn man ein Gewissen hat, kann man heutzutage nicht mehr die Klappe halten. Ich sehe mir gerne Themenblogs an, also Bücherblogs, Kochblogs, Dekoblogs etc. – aber es ist nicht meine Art, einen zu führen

 

Erschaffst du auch neue Welten?

Ich bin nicht nur Autorin sondern auch Virtual Artist. In beiden Funktionen schaffe ich Neues, manchmal verbindet sich auch beides. Ich bin in Second Life aktiv und dort ist es (noch immer!) das erklärte Ziel, neue Welten zu erschaffen: Fantasy, Steampunk, Unterwasserlandschaften, Dystopien, Abstrakte, alles ist möglich. Ich nutze vorhandenes und erschaffe daraus neues für meine Fotografien. Eine Landschaft oder ein Bild kann mich zu einer Geschichte inspirieren, umgekehrt kann ich ein Gedicht oder eine Geschichte aber auch dort relativ leicht in einem Bild darstellen. Hier einige Beispiele:

 

 

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Vielen Dank, Regina, für deine Zeit.

 

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C.

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Zwei Fragezeichen an Herr Wortranken

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Zwei Fragezeichen an Herr Wortranken aka ChapTer Kronfeld

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Herr Wortranken, warum Second Life – was reizt dich daran?

… Damalige Informationen der Medien, reizten mich im Jahre 2007, einen Zugang für Second Life, zu aktivieren. In diesem ‚Spiel‘, sah mein Avatar, ‚ChapTer Kronfeld‘ {Vorname, als künstlerisches Kapitel & gleichzeitig die erste Silbe, als Kerl (Nachnamen wurde zur Auswahl vorgegeben)} Chancen audiovisueller Gestaltungen in den Bereichen Video und Bildmanipulation.

 

Was sind deine Themen und warum?

Die Beschäftigung, mit und in dieser virtuellen Welt, erschloss es mir, zusätzliche schöpferische Ausdrucksformen (Skulpturen, Räumlichkeiten, Landschaften) zu erschaffen und meine künstlerischen Ambitionen der Malerei und Sprachvorträge aus der realen Welt, einer anderen Gemeinschaft, vorzustellen.

 

Vielen Dank für deine Zeit.

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C.

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Zwei Fragezeichen an Lotte Römer

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Lotte Römer, Baujahr 1979, lebt mit zwei Kindern, einem Ehemann und einem Auto namens „Wanderdüne“ im südlichen Bayern. Hier versucht sie, Familie und Schreiben unter einen Hut zu bringen und dem täglichen Chaos Paroli zu bieten. Und manchmal da klappt das sogar.
Dann entstehen Bücher und Geschichten.

Neben „Babybauchgefühle“, einem witzigen Buch übers Kinderhaben und „Rattenscharfe Nachbarn“ sind bereits vier Bände der „New York Lovestorys“ erschienen. Sie heißen „Sweet Temptation – Ein Milliardär zum Anbeißen“, „Body Kiss – Mit Geld nicht zu bezahlen“und „Winter Love – Ein Arzt für alle Fälle“.
Gerade gibt es brandneu „Act of Love and Crime – Ein Mann der besonderen Art“ zum Einführungspreis von 99 Cent.

Link: Twitter / Link: Facebook / Link: Amazon

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Lotte, wie organisierst du dich (schreibend)?

Die Frage kann man ja nun vielfältig verstehen. Also das Schreiben als Arbeit zu organisieren oder das Leben während des Schreibens. Beides ist interessant zu beantworten. Es bedingt sich ja ohnehin gegenseitig.

Das Schreiben ist mir ein inneres Bedürfnis, das mich als solches antreibt, immer weiter Buchstaben zu Papier zu bringen.

Demzufolge arbeite ich, wann immer es mir möglich ist. Das bedeutet, dass ich an fast allen Vormittagen unter der Woche arbeite und am Wochenende, wann immer ich kann. Ich arbeite auf Autofahrten, die länger als eine Viertelstunde Autobahn dauern. Ich arbeite im Zug und im Urlaub am Pool.

Egal, was ich tue, das Schreiben ist dabei. Wenn ich lese, wenn ich Musik höre, wenn ich in der Badewanne liege. Es ist da.

Echte Schreibpausen, wo ich nichts zu Papier bringe, sind nur die Korrekturphasen. Da wird dem aktuellen Projekt der letzte Schliff verliehen. Sonst nichts. Aber nach einer Woche werde ich unruhig, weil ich zurück in eine Geschichte will.

Während ich diese Zeilen aufschreibe merke ich zunehmend, dass mich im Moment mehr das Schreiben organisiert als ich das Schreiben. Ist das eine zureichende Antwort?

 

Wo siehst du dich in fünf Büchern?

Wenn meine Rechnung aufgeht, müsste das Anfang 2018 sein. In der Regel erarbeite ich ein Buch in cirka drei Monaten, vielleicht vier. Ich bin da, wo ich gerade bin, sehr zufrieden und auch sehr dankbar, weil ich mit meinen Worten Geld verdienen kann. Wenn ich einfach genau an dieser Stelle bleiben könnte, fände ich es großartig. Das würde mir absolut zu 100 Prozent ausreichen.

Und ich würde mir wünschen, genau wie heute, die Plots für die nächsten drei Bücher im Kopf zu haben. Das wäre schick. Es ist wie eine kleine Schatzkiste im Kopf und ein großer Autorenluxus, wenn man mehr Ideen als Zeit hat. Jedenfalls stelle ich es mir andersrum ganz schrecklich vor.

 

Vielen Dank, Lotte, für deine Zeit!

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C.

 

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Zwei Fragezeichen an Silke Porath

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silke-porathSilke Porath ist Autorin und Redakteurin. Sie lebt mit ihrem französischen Mann, einem reinrassigen italienischen Straßenköter, einem waschechten rumänischen Findelhund, einer griechischen Landschildkröte und neuerdings einem altdeutschen Mops in ihrer schwäbischen Heimat multikulti mit allerlei Kindern. Sie schreibt über kriminalistische Mönche, fröhliche WG-Kumpane und über alles, was ihr unter die Tastatur gerät.

www.silke-porath.de

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Silke, was treibt dich an?

Meine Figuren. Die tauchen eines Tages auf wie Fremde, die um ein Glas Wasser bitten. Wir haben ein offenes Haus – also lasse ich sie hinein. Buchstäblich. Wir wachsen zusammen. Erleben so viel gemeinsam. Wir lachen. Wir leiden. Wir lieben und entlieben uns. Wir morden. Wir suchen das Böse. Finden das Gute. Aus dem Glas Wasser wird irgendwann eine Tasse Kaffee. Dann ein Glas Rotwein. Die meisten meiner Figuren begleiten mich schon seit Jahren.

Mit der Zeit sind sie sowas wie gute Freunde geworden. Die man ungern ziehen lässt. Als es zum Beispiel vom Ursprungsverlag hieß, dass aus den Mopsbüchern nur eine Trilogie werden soll, habe ich geheult. Weil ich noch so viel mit den Jungs erleben wollte. Ich war ein halbes Jahr lang wie deprimiert. Dann kam die Frage eines anderen Verlages, ob ich nicht einen vierten Band schreiben wolle. Klar wollte ich das und bin sofort wieder in meine Lieblings-WG eingezogen. Dass ich jetzt Outtakes aus den Romanen schreiben darf, macht mich hammerhappy.

Und natürlich sind da die Leser. Wenn mir jemand schreibt, dass er wegen eines Lachkollers beim Lesen eines meiner Bücher aus dem Wartezimmer des Arztes komplimentiert wurde – hey, das ist es, was zählt!

 

Und was macht für dich einen guten Text aus?

Sauschwere Frage. Trotzdem im Prinzip ganz einfach. Ein guter Text packt mich. Egal welches Thema, wenn die Sprache stimmt und der Autor es versteht, mich in seine Welt mitzunehmen, dann passt das. Ich liebe es, wenn ich beim Lesen atemlos werde, weil da ein Gerüst aus Worten entsteht, welches eine ganze Geschichte trägt. Dabei ist es egal, ob das ein Krimi, ein historischer Roman oder eine Kurzgeschichte ist. Ein guter Text ist dicht erzählt, hat Feinheiten. Und ist trotzdem so fluffig wie ein Schaumbad.

 

Vielen Dank für deine Zeit.

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C.

 

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Zwei Fragezeichen an Stepnwolf

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Der Stepnwolf: Realistischer Optimist mit fatalistisch-fantastischen Tendenzen, Audioenthusiast und Freund der Worte, (Über-)Lebenskünstler.

Blog: Stepnwolf 

Twitter: @DerStepnwolf

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Was macht für dich einen guten Text aus?

Ein guter Text braucht zuallererst einen guten Anfang. Wenn mich ein erster Satz nicht so richtig kriegt, dann wird es schwer auch den Rest zu lesen. Wenn der Anfang stimmt, ist mir sogar das Thema egal. Einleitungen mit Charme und Stil offerieren einem die Chance auf einen Text, der selbst bei mir völlig fremden Themengebieten für mich interessant sein kann. Klar, geht dies auch mal ziemlich daneben. Aber bisher hat mich mein Einleitungs(an)satz nur selten enttäuscht.

Jetzt muss ich es noch für meine eigenen Geschichten schaffen ähnlich einfallsreich zu beginnen und dann steht dem Bestseller nichts mehr im Wege. 😉

 

Warum bloggst du, was treibt dich im Netz um?

Bloggen ist für mich ein Probier- und Trainingsfeld. Ich halte es für wichtig, meine Schreibskills nicht einrosten zu lassen, weil ich sie für den oben erwähnten Bestseller (mit kongenialem Einleitungssatz) nämlich dringend nötig habe. Außerdem kann ich so der Welt, dem Universum und dem ganzen Rest meine mehr oder weniger plausiblen Meinungen vorrangig zu meinem medialen Konsum auf dem Tablett servieren und hoffen, das dieses Geschreibsel der einen oder dem anderen schmeckt. Ansonsten treibt mich im Netz zum einen Recherche (für meinen Bestseller) und Prokrastination (die mich vom Bestseller schreiben abhält) um. Letzteres gewinnt viel zu oft die Oberhand. Pöses Internetz.

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C.